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Automatica 2018

Zehn innovative Roboter- und Big-Data-Startups

| Redakteur: Jürgen Schreier

Junge, innovative Unternehmen aus der europäischen Roboter- und Big-Data-Szene präsentieren sich erstmals auf der Automatica 2018. Insgesamt werden rund 30 Newcomer im Rahmen der Start-up Arena in Halle B4 erwartet.

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Das Zusammenspiel zwischen Automatisierungs- und Informationstechnologie gehört zum Kernbestandteil digitaler Automation und Robotik.
Das Zusammenspiel zwischen Automatisierungs- und Informationstechnologie gehört zum Kernbestandteil digitaler Automation und Robotik.
(Bild: Messe München)

Um Start-ups zu fördern, kooperiert die Barcelona Mobile World Capital Foundation (MWCapital) 2018 zum ersten Mal mit der Automatica. In der Innovations- und Zukunftshalle B4 werden insgesamt rund 30 Newcomer aus Robotik und Automation im Rahmen der Startup Arena erwartet. RobotUnion, das von der Europäischen Kommission unterstützte Programm für Robotik, belohnt einen Finalisten mit einer Wildcard für seinen Förderwettbewerb. Die Automatica, Leitmesse für Automation und Robotik, findet von 19. bis 22. Juni 2018 auf dem Gelände der Messe München statt.

RedStone und Paua Ventures stehen mit Rat und Tat zur Seite

Die Mobile World Capital Stiftung (MWCapital) und die Automatica schaffen mit der Startup Arena eine Plattform, bei der Jungunternehmer und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Das Ziel: Ideen bis zur Marktreife weiterzuentwickeln und die Automatisierung in der Produktion voranzutreiben. Gründer finden in der Startup Arena UmsetzungsIdeen (Halle B4) der Messe München für ihre Projekte, Investoren spannende Beteiligungsmöglichkeiten und Industrievertreter aussichtsreiche Kandidaten für technische Partnerschaften. Expertise können sich Unternehmen und Gründer in der Start-up Arena auch bei RedStone und Paua Ventures holen – zwei Venture Capital Unternehmen, die auf Frühphasenfinanzierung sowie Aufbau und Führung eines Start-ups spezialisiert sind.

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Zehn Unternehmen aus ganz Europa sind bereits dabei

Die StartUp Arena bietet auch die Möglichkeit der Teilnahme an einem exklusiven "Acceleration Programme" mit RobotUnion, über das bis zu 223.000 Euro Eigenkapital ausgeschüttet werden. Dafür organisiert RobotUnion auf der Automatica einen Workshop zur Finanzierung von Industrie 4.0-Startups. Ein ausgewähltes Startup-Unternehmen wird den direkten Zugang zur engen Juryauswahl von RobotUnion bekommen.

Über RobotUnion: Für die erste Runde des Förderprogramms wählt die Jury 20 Teilnehmer aus ganz Europa aus. Diese Start-ups erhalten für ihre anfängliche Finanzierungsperiode bis zu 223.000 Euro, plus Zugang zu Mentorenschaft von europäischen Robotik-Experten sowie technische Unterstützung von führenden Forschungs- und Technologieorganisationen.

Bitkom: Startups brauchen mehr Geld

Startups in Deutschland benötigen im Schnitt 3,1 Millionen Euro in den kommenden zwei Jahren – und damit deutlich mehr Geld als noch in den Vorjahren. 2017 lag der Kapitalbedarf bei 2,2 Millionen Euro, 2016 bei 2,4 Millionen Euro. Nur jedes elfte Startup (9 Prozent) hat einen Kapitalbedarf von weniger als 100.000 Euro, 12 Prozent gehen aber von 5 Millionen Euro oder mehr aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups.

„Insgesamt hat sich die Finanzierungssituation für Startups gerade in der Gründungsphase in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Weiterhin schwierig ist die Finanzierung in der Wachstumsphase, wenn ein- oder auch zweistellige Millionenbeträge notwendig sind“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Gerade für die internationale Expansion von etablierten deutschen Startups sind entsprechende Finanzierungsrunden unabdingbar. Hier hinkten wir im Vergleich zu den USA, Israel oder auch China bislang hinterher.“

Der Kapitalbedarf unterscheidet sich dabei je nach Größe der Startups deutlich. Kleine Startups mit ein bis drei Mitarbeitern benötigen durchschnittlich nur rund 400.000 Euro, bei vier bis neun Mitarbeitern sind es bereits 1,3 Millionen Euro, bei zehn bis 19 Mitarbeitern 3,1 Millionen Euro und bei 20 oder mehr Mitarbeitern im Schnitt sogar 10,3 Millionen Euro. Auch regional gibt es Unterschiede beim Kapitalbedarf. Startups aus München brauchen im Schnitt 2,3 Millionen Euro, in Hamburg sind es 4,1 Millionen Euro und in Berlin 4,5 Millionen Euro.

Nur rund jedes vierte Startup (26 Prozent) hat den Kapitalbedarf bereits gedeckt, aber die Mehrheit der übrigen Gründer ist zuversichtlich, die Finanzierung sicherstellen zu können. 40 Prozent halten es für sehr wahrscheinlich, eine Finanzierung zu bekommen, 39 Prozent für eher wahrscheinlich. Aber gut jedes fünfte Startup und damit mehr als noch im Vorjahr könnte nach Ansicht der Gründer an der Finanzierung scheitern: 15 Prozent halten es für eher unwahrscheinlich, dass sie das Kapital auftreiben (2017: 12 Prozent), 5 Prozent sogar für sehr unwahrscheinlich (2017: 2 Prozent).

Die von der Politik vorgeschlagenen Maßnahmen haben großen Rückhalt bei den Startups. So finden drei Viertel der Gründer (74 Prozent) steuerliche Anreize zur Mobilisierung von privatem Wagniskapital hilfreich. Zwei Drittel (68 Prozent) geben an, sie würden vom Tech Growth Fund profitieren, der Startups durch günstige Darlehen in der Wachstumsphase unterstützt. Und fast ebenso viele (66 Prozent) sehen konkrete Vorteile durch den angekündigten großen nationalen Digitalfonds, der gemeinsam mit der Industrie mehr institutionelle Anleger für Startup-Investitionen gewinnen soll.

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