Zurück zur Schulbank: Einblicke aus dem Schulungs- und Workshopalltag 4.0

Wo ist eigentlich HR?

| Autor / Redakteur: Philipp Ramin / Silke Höffken

(Bild: Pixabay, CC0 Public Domain)

Industrie 4.0 macht häufig den Eindruck von „Buzzword Bingo“: Möglichst komplexe technologische Begriffe werden möglichst schwammig verwendet. Das Resultat? Viel Unwissenheit. Das Innovationszentrum für Industrie 4.0 soll den Mittelstand ausbilden. In dem nicht ganz ernstgemeinten "Ausbildungsbericht" schildert Philipp Ramin seine Erfahrungen aus dem Schulungsalltag 4.0.

Industrie 4.0 ist ein Begriff, der uns mittlerweile seit einigen Jahren intensiv begleitet. Dennoch scheint das konkrete Wissen in vielen Firmen rar zu sein. Philipp Ramin und sein Team vom Innovationszentrum für Industrie 4.0 verfolgen daher das Ziel, den weltweiten Mittelstand systematisch und strukturiert zu qualifizieren. Mehrere hundert Teilnehmer haben die Schulungen bereits durchlaufen, darunter Führungskräfte, Projektverantwortliche und Mitarbeiter. In der vierteiligen Serie Zurück zur Schulbank: Einblicke aus dem Schulungs- und Workshopalltag 4.0 berichtet er von seinen Erfahrungen.

So ein Marketing Schwerpunkt im Studium wirkt das ganze Leben lang

Die ganze Welt spricht von Industrie 4.0. Manchmal möchte man meinen, dass es in der Wirtschaft sonst keine anderen Themen mehr gibt. Industrie 4.0 und die damit verbundene digitale Transformation sind allgegenwärtig. Nein, sind sie (leider) nicht. Als eine der ersten Tagesordnungspunkte in den Schulungen, möchten unsere Trainer erfahren, wer da eigentlich vor ihnen sitzt. Vereinfacht gesprochen, können dabei zwei in sich recht homogene Gruppen von Teilnehmern unterschieden werden. Die eher kaufmännisch geprägten Teilnehmer beginnen mit umfassenden Ausführungen über ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Kompetenzen während ihrer Karriere.

So ein Marketing Schwerpunkt im Studium wirkt das ganze Leben lang. Die zweite Gruppe sind eher technisch- oder IT-orientierte Teilnehmer, die zunächst einmal etwas Zurückhaltung walten lassen und nur das berichten, was wirklich notwendig ist. Die Kürze der Ausführungen lässt jedoch zwischen den Zeilen manchmal keinen Zweifel darüber, dass die Schulung eigentlich gar nicht nötig sei, für den Herrn Ingenieur. Beide Herangehensweisen haben ihre Berechtigung und verschieben sich nicht selten nach einer zweitägigen Schulung. Nachdem sich jeder kennt, kann die Schulung also beginnen.

Wo ist eigentlich HR geblieben?

Doch irgendeine Gruppe fehlt. Ganz direkt, stellen wir gerne folgende Frage in den Raum, die sich uns nach Auswertung unseres Teilnehmerspektrums seit der ersten Schulung im Jahr 2015 förmlich aufgedrückt hat: Wo ist eigentlich HR geblieben? Die Reaktionen auf diese Frage fallen unterschiedlich aus. Einige Teilnehmer schauen uns verwundert an, was die Frage eigentlich soll. Wir sprechen schließlich über Industrie 4.0. Das bedeutet intelligente Maschinen, Sensoren, Vernetzung, Daten und jede Menge Software. Was hat das mit einem „Personaler“ zu tun? Andere Teilnehmer sprechen harte Einschätzungen aus. Angefangen von Aussagen wie HR ist bei uns nur ein Dienstleister, der in strategische Prozesse wenig involviert ist, hören wir auch immer wieder die Aussage, dass HR die Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung nicht vorweist und das Thema auch nicht als eine zentrale Kernaufgabe definiert hat.

Seminar zum Thema Industrie 4.0 aus der 360 Grad Perspektive: Ganzheitliches Verständnis statt falscher Aktionismus - So lautet die Devise unseres Praxisseminars. Das Seminar bietet einen systematischen Überblick zu zentralen Konzepten und unternehmerischen Herausforderungen im Kontext von Industrie 4.0. Außerdem werden Themenschwerpunkte anhand von Fallstudien praxisnah diskutiert. > Mehr Informationen zum Seminar.

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