Sichere Kommunikation Willkommen in der neuen digitalen Normalität

Autor / Redakteur: Morten Brøgger* / Sebastian Human

Digitalisierung steht bereits seit langem ganz oben auf der Agenda aller Unternehmen – über alle Branchen hinweg. Trotzdem klaffte die Schere zwischen Soll und Ist in den vergangenen Jahren noch viel zu weit auseinander. Spätestens seit März 2020 hat sich das jedoch grundlegend geändert.

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Die Corona-Krise verlagert wie kaum ein anderer Treiber die Kommunikation in den digitalen Raum – doch das fordert auch besondere Aufmerksamkeit für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.
Die Corona-Krise verlagert wie kaum ein anderer Treiber die Kommunikation in den digitalen Raum – doch das fordert auch besondere Aufmerksamkeit für entsprechende Sicherheitsmaßnahmen.
(Bild: gemeinfrei / Pexels )

Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gewannen digitale Lösungen auf einen Schlag enorm an Bedeutung. Viele Mitarbeiter, für die der Begriff „Homeoffice“ bisher nicht mehr als ein gern benutztes Schlagwort war, profitieren durch diesen Paradigmenwechsels endlich von einer noch nie dagewesenen Flexibilität. Doch die längst überfällige Digitalisierung bringt nicht nur Vorteile mit sich. Für Unternehmen gibt es deshalb jetzt ein paar zentrale Punkte, die es auf der Reise in die digitale Zukunft der Arbeitswelt zu beachten gilt.

Paradigmenwechsel der Kommunikation

Schon Mitte März, also ganz am Anfang der bis heute andauernden Krise, wurde über einen Anstieg von 50 Prozent durch Videokonferenzen aufgrund von Homeoffice und abgesagten Konferenzen innerhalb nur einer Woche berichtet. Das macht deutlich, wie stark sich die Art miteinander zu kommunizieren innerhalb kürzester Zeit grundlegend änderte. Insgesamt hat der durchschnittliche Datenverkehr seither um zehn Prozent zugelegt. Und eine Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts lässt darauf schließen, dass diese Abkehr von persönlichen hin zu virtuellen Meetings kein kurzfristiger Trend ist. Stattdessen hält die Mehrheit der deutschen Unternehmen einen Rückgang von Geschäftsreisen auch langfristig für sehr wahrscheinlich.

Viele Unternehmen haben in der Krise außerdem die Erfahrung gemacht, dass weniger Tätigkeiten als bislang angenommen im Büro erledigt werden müssen. Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung lässt entsprechend darauf schließen, dass die Pandemie insbesondere in größeren Unternehmen zu einer langfristigen Ausweitung der Homeoffice-Angebote führen wird. Ähnlich wie die private wird also auch die berufliche Kommunikation zunehmend per Messenger und Co. stattfinden.

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Mit der dauerhaften Etablierung von cloudbasierten Lösungen und Kommunikations-Tools für die zeit- und ortsunabhängige Zusammenarbeit sind jedoch auch zahlreiche neue Herausforderungen und Probleme verbunden. So ist laut einer Umfrage im Auftrag der DAK für drei Viertel der Deutschen der fehlende direkte Kontakt zu Kollegen und Kolleginnen der bedeutendste Nachteil beim Homeoffice. Tatsache ist auch, dass es ohne gegenseitiges Vertrauen nicht funktionieren kann: Nicht nur die Arbeitnehmer müssen darauf vertrauen können, dass sie im Homeoffice nicht den Anschluss verlieren, auch ihre Vorgesetzten müssen darauf vertrauen können, dass die Arbeit mit der gewohnten Sorgfalt erledigt wird. Ganz entscheidend ist zudem, dass alle Beteiligten die strikten Sicherheitsrichtlinien beachten, die der Umgang mit sensiblen Daten heute zwingend erfordert.

Hohes Sicherheitsniveau unverzichtbar

Die unterschiedlichen Generationen und Persönlichkeiten mit ihren ganz individuellen Vorstellungen in den Unternehmen gehen mit diesen Entwicklungen selbstredend auf ganz eigene Art um. Digital Natives, die in der digitalen Welt aufgewachsen sind, wird die Umstellung auf die neuen Arbeitsformen naturgemäß einfach fallen. Allerdings dürften sie beim Thema Datenschutz weniger sensibel sein, was im Unternehmensumfeld schnell problematisch werden könnte.

Die Generation der Babyboomer, also ihre Eltern und Großeltern, wiederum dürfte Veränderungen generell kritischer gegenüberstehen. Die Bereitschaft, sensible Daten oder vertrauliche Informationen über digitale Kanäle zu versenden, ist hier in der Regel weniger hoch.

Unternehmen sind daher gefordert, den verschiedenen Vorstellungen und digitalen Fähigkeiten Rechnung zu tragen und tragfähige Kompromisse zu finden. Entscheidend dürfte hier die Wahl der richtigen Tools sein. „Richtig“ bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem, dass nicht nur die erforderliche Funktionalität gewährleistet ist, sondern auch das unverzichtbare hohe Sicherheitsniveau.

Zweifellos kristallisierten sich in den letzten Monaten viele beliebte Lösungen heraus, die einfach zu implementieren und zu handhaben sind. Wirklich sicher sind sie in vielen Fällen aber leider nicht. Unverzichtbar ist hier eine zuverlässige, DSGVO-konforme Verschlüsselung, um zu gewährleisten, dass niemand – insbesondere kein Hacker – unberechtigt auf interne Daten zugreifen kann.

Zukünftig wird dies der Ende-zu-Ende-verschlüsselte offene Protokollstandard Messenger Layer Security (MLS) möglich machen, der eine effiziente und sichere Kommunikation in großen Gruppen bietet.

Im Gegensatz zu bisherigen Lösungen, bei denen sich Hacker ohne Weiteres zwischenschalten und sensible Daten abfangen können, werden dabei versendete Nachrichten oder Dateien direkt beim Absender verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt. Nachrichten und Dokumente können so über verschiedene Endgeräte hinweg sicher und bequem ausgetauscht werden, ohne dass ein riskantes Schlupfloch für Externe entsteht. Der Einsatz von MLS wird Unternehmen, IT-Verantwortlichen und Mitarbeitern die beruhigende Sicherheit bieten, dass sensible Daten auch bei digitaler Kommunikation geschützt sind. Das sorgt nicht nur für ein gutes Gefühl, sondern steigert langfristig auch die Produktivität. Schließlich ist das Vertrauen auf eine sichere Basis der Arbeit eine wichtige Voraussetzung, damit Teams ihr volles Potenzial entfalten können.

Die Krise verleiht der Digitalisierung Schwung

Die aktuelle Situation treibt die Digitalisierung auf jeden Fall entscheidend voran. Digitale Prozesse haben sich in der Ausnahmesituation für die Arbeitswelt als lebensrettend erwiesen. Ihr verstärkter Einsatz wird jedoch mit Sicherheit die Corona-Zeit überdauern. Allzu oft haben Unternehmen in der Vergangenheit die Entscheidung über die Einführung neuer Methoden vor sich hergeschoben oder wollten in ihrem Arbeitsalltag einfach nicht die erforderlichen Ressourcen freimachen, um dies umzusetzen.

Die Corona-Krise hat das grundlegend verändert. Sicher gab es in den letzten Monaten manchmal auch Schnellschüsse, die sich auf Dauer nicht als tragfähig erweisen werden. Das ist verständlich, aber mit Sicherheit kein Beinbruch. Unternehmen sind vielmehr gefordert, die Abläufe zu analysieren und die richtigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.

Der digitale Wandel und die mit ihm verbundenen Transformationsprozesse erfordern eine neue, ganzheitliche Herangehensweise. Nur so können Unternehmen ihrer IT-Organisation und ihren Mitarbeitern die notwendige Basis für ein Maximum an Sicherheit und Vertrauen bieten – und nur so kann die deutsche Wirtschaft, die im Vergleich zu anderen Ländern ohnehin häufig kritischer wirkt und den Entwicklungen hinterher hechelt, die Krise als Startschuss nutzen, um international mitzuhalten und langfristig einen echten Nutzen daraus zu ziehen.

* Morten Brøgger arbeitet als CEO bei Wire.

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