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Kommentar

Wie sich die industrielle Welt verändern wird – Teil 1

| Autor/ Redakteur: Lars Eyckmann* / Sebastian Human

Vernetzung und reibungsloser Datenfluss sind Schlüsselbegriffe, wenn es um Digitalisierung und Connected Enterprise geht. Vielen Unternehmen fehlt noch der Mut dazu, ihre Produktionsabläufe zu modernisieren, dabei geraten die Vorteile einer intelligenten Fertigung gerne in Vergessenheit.

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In einer zunehmend digitalisierten Welt werden Faktoren wie Vernetzung und reibungsloser Datenaustausch zu bedeutenden Faktoren.
In einer zunehmend digitalisierten Welt werden Faktoren wie Vernetzung und reibungsloser Datenaustausch zu bedeutenden Faktoren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Beim Blick in deutsche Industrieanlagen zeigt sich, dass altbewährte Abläufe vielen eine gewisse Sicherheit geben, die sie dem digitalen Wandel vorziehen. Während sich die technologischen Möglichkeiten innerhalb der letzten Jahrzehnte rasant entwickelt haben, änderte sich an den Prozessen, auch aufgrund von Vorbehalten gegenüber Veränderungen, lange nichts. Bei den Verantwortlichen spielt oftmals auch der wirtschaftliche Gedanke eine tragenden Rolle, der eine Modernisierung für den Augenblick nicht realisierbar erscheinen oder die Möglichkeiten der Modernisierung noch nicht erkennen lässt.

Zwischenzeitlich sind die neuen Technologien so ausgereift, dass die Vorteile nicht mehr von der Hand zu weisen und sich schon jetzt oft durch Einsatz in verschiedensten Unternehmen belegen lassen. Somit gilt es nun nicht den Anschluss zu verlieren. Entscheider und Verantwortliche müssen ihre Produktion auf den aktuellen Stand der Technik bringen, um das eigene Unternehmen erfolgreich in das Zeitalter von IIoT, Digitalisierung und Connected Enterprise zu modernisieren. Die zugrundeliegende Software zur Vernetzung von Anlagen und die Technologien für den Einsatz auf dem Shopfloor sind ausgereift und bieten umfassende Optimierungspotentiale.

IT und OT werden eins – Vernetzung für einen unbeschwerten Datenfluss

Damit ein Connected Enterprise funktionieren kann, bedarf es nur einer grundsätzlichen Voraussetzung: Alle im Betrieb relevanten Geräte müssen vernetzt sein – Daten- und Bestellmanagement ebenso wie Software und die gesamte IT-Infrastruktur. Der entscheidende Faktor für ein Connected Enterprise ist ein unbeschwerter Datenfluss, damit die Informationen weiterverarbeitet werden können.

Sinnbildlich für dieses Zusammenwachsen von IT und OT kann die kürzlich eingegangene Partnerschaft zwischen Rockwell Automation, einem der weltweit führenden Anbieter von Automatisierungslösungen, und dem Technologieunternehmen PTC gesehen werden. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen ist beispielhaft für die neuen Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich der Digitalisierung von industriellen Produktionsanlagen. Für produzierende Unternehmen ergeben sich aus dem Zusammenwachsen der Bereiche eine Vielzahl an Vorteilen und Möglichkeiten, um die Produktivität ihrer Anlagen zu steigern, die Effizienz zu maximieren und Ausfall- sowie Stillstandzeiten zu minimieren.

Allzeit umfassender Überblick über alle relevanten Informationen

Zur Effizienzsteigerung ist es in der industriellen Produktion notwendig, ein möglichst umfassendes Bild über alle Daten zu haben, die für die Anlage wichtig sind. In veralteten Fabriken sind Daten nur in geringen Mengen oder kaum vorhanden – höchstens die Anzahl an produzierten Teilen pro Stunde oder die Information darüber, ob eine Maschine verlässlich läuft oder nicht, liegen vor. Um aber Prozesse fabrikübergreifend steuern zu können, benötigen Anwender und Bediener so viele Informationen und Daten wie möglich. Vor allem, um auf unerwartete Fehler oder Produktionsanomalien eingehen zu können und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung zu ergreifen, ist es wichtig, immer einen Überblick über alle Daten zu haben.

Um diesen Überblick zu erhalten, ist es zwingend notwendig, dass die einzelnen Maschinen, Steuerungen und Anlagen über eine Möglichkeit verfügen, aktuelle Produktionsdaten zu produzieren und zu kommunizieren. Moderne Bauteile bieten hier vielfältige Möglichkeiten, jederzeit aktuelle Einblicke in die Produktionsdaten zu gewährleisten. Bei mehreren Produktionsanlagen, die räumlich voneinander getrennt sind, ergibt sich hier zudem der Vorteil, alle Daten von allen Anlagen auf einen Blick vorliegen zu haben.

Daten alleine stellen aber nur einen Teil der Automatisierung in der industriellen Produktion dar. Viel wichtiger ist, was nach der Erfassung von Informationen mit ihnen geschieht und welche Erkenntnisse man daraus ziehen kann. An dieser Stelle kommen intelligente Tools zum Einsatz. Durch umfassende Datenanalysen und die Überwachung von beispielsweise Schwankungen im Produktionsprozess, entsteht mithilfe der Software in Echtzeit ein genaues Bild über alle wichtigen Geschehnisse in der Fabrik. Dabei hilft die Software auch den verantwortlichen Maschinenbedienern und den Zuständigen für die Produktion, die Kontrolle über die Performance der Anlagen zu behalten und langfristige Planungen durchzuführen.

Lesen Sie in Teil 2, wie entsprechende Technologien den Blick in die Zukunft freigeben.

* Lars Eyckmann arbeitet als Regional Manager – Information Software EMEA bei Rockwell Automation.

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