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IoT Wie Sensoren die Luftqualität am Hamburger Hafen verbessern könnten

| Redakteur: Katharina Juschkat

Ein Pilotprojekt des IoT-Unternehmen Kii, des Hamburger Hafens und des Messgeräteherstellers Aqmesh zeigt, wie mithilfe von Sensoren die Luftqualität im Hafen verbessert werden kann.

Um die Luftqualität im Hamburger Hafen zu messen und zu verbessern, wurde in einem Pilotprojekt der Hafen mit Sensoren ausgestattet.
Um die Luftqualität im Hamburger Hafen zu messen und zu verbessern, wurde in einem Pilotprojekt der Hafen mit Sensoren ausgestattet.
(Bild: Kii )

Das Hafenmanagement des Hamburger Hafen – die Hamburg Port Authority (HPA) – hat im März 2016 ein IoT-Pilotprojekt gestartet. Ziel war es, den Schwefeldioxid-, Stickstoffdioxid- und Feinstaubausstoß an verschiedenen Stellen im Hamburger Hafen mittels Sensoren aufzeichnen zu können. Die technische Leitung des Projekts übernahm der IoT-Spezialist Kii in Partnerschaft mit Aqmesh, Hersteller von Luftqualitätsmessgeräten. Über einen Zeitraum von drei Monaten wurden Emissionswerte auf der IoT-Plattform von Kii gesammelt und aufbereitet. So konnte die HPA die Luftqualität an unterschiedlichen Orten im Hafen analysieren und vor allem die Funktionsfähigkeit von unterschiedlichen Umweltsensoren erproben.

Ursachen für Luftverschmutzung erkennen und beheben

Die HPA entwickelt zahlreiche Lösungen, um die Emissionen im Hamburger Hafen zu reduzieren, zum Beispiel die Bereitstellung von Landstrom für Kreuzfahrtschiffe während der Liegezeiten. Intelligente Messanlagen sollen die Ursprünge für Luftverschmutzung identifizieren und die Wirksamkeit solcher Maßnahmen überprüfen.

Das Dashboard zeigt die Live-Daten der Umweltsensoren an.
Das Dashboard zeigt die Live-Daten der Umweltsensoren an.
(Bild: Kii )

Für das Pilotprojekt wurden an drei verschiedenen Punkten im Hafen Sensoren platziert. Die Sensoren haben u.a. die Stickstoffdioxid- , Schwefeldioxid- und Feinstaubbelastung erfasst, aber auch Daten zu Temperatur, Luftdruck oder Luftfeuchtigkeit, die in spätere Analysen der HPA einfließen. Alle aufgenommenen Sensordaten wurden via Mobilfunkverbindung an ein Gateway geleitet und dann in eine Cloud übertragen. Die Cloud-Plattform sammelt die Daten, bereitet sie auf und stellt sie über APIs auf einem übersichtlichen Web-Dashboard für die Mitarbeiter der HPA für Analysen verfügbar.

IoT-Überwachung ermöglicht, Luftverschmutzung live zu messen

„Das Pilotprojekt lief für uns erfolgreich“, sagt Ulrich Baldauf, Leitung der IT-Strategie bei der HPA. „Wir konnten zahlreiche Parameter der Luftverschmutzung live messen, wie die Emission von Feinstaub der Partikelgröße PM 2,5 und PM 10. Zum Teil haben wir sogar Stickstoffdioxide gemessen, die in der Regel nur 10 Milliardstel in der Gesamtluft ausmachen.“

Martin Tantow, der General Manager von Kii, ist stolz auf das Projekt. „Wir konnten mit dem Pilotprojekt die Potenziale einer Echtzeit-Emissionsmessung für den Hamburger Hafen aufzeigen.“ Um Luftverschmutzung effektiv zu vermeiden, können Städte auf die IoT-Überwachung setzen.

Der Beitrag stammt von unserem Partnerportal elektrotechnik.

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