Studie Wie kompetent ist Deutschland im Umgang mit digitalen Daten?

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) untersucht digitale und datenbezogene Kompetenzen der Menschen in Deutschland. Zukünftige Angebote sollen an die Forschungsergebnisse angepasst werden.

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Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe untersucht digitale und datenbezogene Kompetenzen der Menschen in Deutschland.
Das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe untersucht digitale und datenbezogene Kompetenzen der Menschen in Deutschland.
(Bild: Pexels)

Das Forschungsprojekt mit dem Namen Data Literacy soll die digitale Datenkompetenz der deutschen Bevölkerung erfassen. Der Begriff Data Literacy beschreibt die Fähigkeit, mit digitalen Daten und Informationen kompetent umgehen zu können. Dazu gehört auch, die Risiken von Daten zu kennen und einschätzen zu können. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 8,3 Millionen Euro geförderte Projekt startet noch im August.

Digitale Datenkompetenz als Forschungslücke

Wie Bundesbildungsministerin Anja Karliczek im Zuge der Förderung durch das BMBF betonte, wurden bislang noch keine aussagekräftigen Daten zur digitalen Datenkompetenz der deutschen Bevölkerung erhoben. Vor allem über die Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen sei wenig bekannt. Data Literacy soll das ändern und die Kenntnisse und Fähigkeiten in Bezug auf digitale Daten flächendeckend erfassen. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen dazu beitragen, dass Lernangebote und Kurse künftig an den jeweiligen Informationsbedarf angepasst werden können.

Das Forschungsdesign des Projekts Data Literacy

Um den Kenntnisstand der Bevölkerung repräsentativ abzubilden werden wiederholt 6.000 Personen im Alter zwischen 10 und 70 Jahren befragt. Zusätzlich wird der Fokus auf Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe gelegt. Dazu wird ab dem Jahr 2022 eine Längsschnittstudie mit 5.000 Kindern aus der 6. Klasse durchgeführt, welche die digitale Datenkompetenz über mehrere Schuljahre hinweg erfasst. Die Forscher möchten mit der Langzeiterhebung mehr über individuelle Unterschiede im Übergang von Kindheit ins Jugendalter erfahren. Dadurch soll ein besseres Verständnis für die Entwicklung im Umgang mit digitalen Daten geschaffen werden.

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