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Studie zu Industrie 4.0 Wie können KMU Industrie 4.0 richtig angehen?

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die Produktion intelligent zu vernetzen und dadurch Mehrwerte zu generieren – das ist das Ziel vieler Firmen. Vor allem KMU wissen aber oft nicht, wie sie das Thema angehen sollen. Abhilfe schafft die neue Studie »Industrie 4.0: Entwicklungsfelder für den Mittelstand« des Fraunhofer-IPA.

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay / CC0 )

Die meisten Studien über Industrie 4.0 sind abstrakt gehalten, wie ein Screening von 67 Ausarbeitungen im Rahmen der State-of-the-Art-Analyse ergab. „Vorrangig befassen sich die Werke mit Chancen und Risiken, Datensicherheit oder Geschäftsmodellen. Technische Handlungsempfehlungen für den Mittelstand gehen daraus aber nicht hervor“, kritisiert Felix Müller, Projektleiter am Fraunhofer-IPA. Hier liegt aber Bedarf vor, wie das aktuelle Stimmungsbild zeigt: „40 % der Befragten haben angegeben, zwar von Industrie 4.0 gehört zu haben, aber noch keine Umsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Dieser hohe Anteil legt nahe, dass sie Unterstützung benötigen“, so Müller weiter. Um den Firmen den systematischen Entwicklungsweg zu einer intelligenten, vernetzten Produktion aufzuzeigen, hat das Fraunhofer-IPA die Studie aufgesetzt. Dabei sei Wert auf einen hohen Praxisbezug gelegt worden.

Als Methode diente eine zweistufige Delphi-Befragung. Dafür haben die Experten 200 Online-Fragebogen ausgewertet, die zuvor an knapp 5000 Fachleute aus der Industrie verteilt wurden. „Anschließend haben wir mit 30 erfahrenen Experten aus Industrie und Forschung unsere Interpretationen sowie mögliche Ursachen diskutiert“, informiert Müller. Auf diese Weise wollten die Experten die wichtigsten Bedarfe des Mittelstands in Sachen Industrie 4.0 herausarbeiten und aufeinander aufbauende Entwicklungsfelder generieren.