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Hannover Messe 2017 Wie Industrie 4.0 Nutzen stiftet

| Redakteur: Ute Drescher

Unter dem Motto "Integrated Industry – Creating Value" will die Hannover Messe in diesem Jahr zeigen, wie Industrie 4.0 Nutzen stiftet – in der Produktion, bei Energiesystemen und für den Mitarbeiter.

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Freuen sich auf die Hannover Messe 2017: Dr. Ansgar Kriwet, Vertriebsvorstand der Festo AG, Tadeusz Kosinski, stellvertretender Mnister für wirtschafliche Entwicklung, Polen, Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG und Prof. Dr. Sami Haddadin, Roboteringenieur & Unternehmer, Direktor, Institut für Regelungsrechnik, Leibniz Universität Hannover (v.l.n.r.)
Freuen sich auf die Hannover Messe 2017: Dr. Ansgar Kriwet, Vertriebsvorstand der Festo AG, Tadeusz Kosinski, stellvertretender Mnister für wirtschafliche Entwicklung, Polen, Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG und Prof. Dr. Sami Haddadin, Roboteringenieur & Unternehmer, Direktor, Institut für Regelungsrechnik, Leibniz Universität Hannover (v.l.n.r.)
(Bild: U.Drescher/konstruktionspraxis)

Industrie 4.0, Integrated Energy, Digitaler Zwilling, Machine Learning, Predictive Maintenance, Smart Materials, vernetzte und kollaborative Roboter (Cobots) – Großkonzerne, aber auch kleine Unternehmen sind heute mit einer Vielzahl von technologischen Möglichkeiten konfrontiert, deren Nutzen sie oft nur schwer einschätzen können. Hier will die Hannover Messe 2017 ansetzen. „Die Grenzen zwischen Maschinenbau und IT verschwinden“, erklärt Dr. Jochen Köckler, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG. Und verspricht: „In Hannover erfahren die Besucher, wie sie die Potenziale der Digitalisierung erkennen und für sich nutzen können“.

Mit einer Rekordzahl von mehr als 500 Anwendungsbeispielen für Industrie 4.0, lernfähigen Robotern mit reichlich Feingefühl und technischen Lösungen für die Energiewende öffnet die Hannover Messe 2017 am 24. April 2017 ihre Tore. „Die Technologien für eine erfolgreiche Digitalisierung der industriellen Produktion sind ausgreift“, ist Köckler überzeugt. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Entscheider aus Industrie und Energiewirtschaft erkennen, welche direkten und langfristigen Vorteile sie aus der Digitalisierung für ihr Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle und ihre Mitarbeiter ziehen können.“ Vom 24. bis 28. April werden rund 6 500 Aussteller erwartet. Das Partnerland ist in diesem Jahr Polen.

Predictive Maintenance durch lernende Maschinen

Bei der Digitalisierung der Produktion fallen eine große Menge von Daten an, die an verschiedenen Stellen ausgewertet werden. Durch Machine-Learning-Technologien werden diese Daten künftig zentral ausgewertet und an die Maschine zurückgespielt. So erhalten Systeme die Fähigkeit, sich selbstständig zu optimieren. Damit ist das maschinelle Lernen ein wichtiges Instrument bei der Einführung der sogenannten „vorausschauenden Wartung“ (Predictive Maintenance), einem Schwerpunktthema der Hannover Messe im Rahmen von Industrie 4.0.

Der Mensch im Mittelpunkt

Auch in Zeiten allgegenwärtiger Digitalisierung: Der wesentliche Faktor für den Unternehmenserfolg ist und bleibt der Mensch. Durch Industrie-4.0-Technologien werden die Tätigkeiten des Fabrikarbeiters abwechslungsreicher. Er ist zunehmend Problemlöser, Entscheider, Innovator und Treiber für mehr Wertschöpfung. Doch auch das geschieht nicht von allein. Entscheidend ist, dass Qualifizierungsmaßnahmen Fachkräfte auf die neue Arbeitswelt 4.0 vorbereiten. „In einer agilen und flexiblen Fabrik wird der Facharbeiter lernen, mit Virtual Reality und Augmented Reality, Datenbrillen und Tablets umzugehen“, erklärt Köckler.

Intuitiv wie ein Smartphone: die neuen Cobots

Gleiches gilt für die kollaborativen Roboter. Die neueste Generation der sogenannten Cobots lässt sich so einfach bedienen wie ein Smartphone, lernt eigenständig hinzu und kommuniziert in der Cloud. Gerade für kleinere Unternehmen sind sie eine kosteneffiziente Lösung, um die Chancen von Industrie 4.0 für sich zu nutzen. Die technischen Möglichkeiten nehmen zu, die Anschaffungskosten sinken. Ähnlich wie schon heute bei den Drohnen wird sich im Bereich der Cobots ein Massenmarkt entwickeln, aus dem neue Geschäftsideen hervorgehen sollen.

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