Expertenbeitrag

 Robin Schwabe

Robin Schwabe

Solution Sales Manager, Dynabook Europe GmbH

Der fällige Wandel Wie helfen Wearables in der Industrie?

Autor / Redakteur: Robin Schwabe / Sebastian Human

Die Einführung von WiFi 6 und 5G verändert die Arbeitsweise von Unternehmen. Sie legen den Grundstein für eine vernetzte Zukunft und Anwendungen, die auf dem Internet of Things basieren. Gerade im professionellen Einsatz werden zum Beispiel Wearables immer interessanter.

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Wearables liefern ihren Trägern wichtige Informationen und unterstützen bei Tätigkeiten in der realen Welt – beispielsweise bei der angeleiteten Wartung von Anlagen.
Wearables liefern ihren Trägern wichtige Informationen und unterstützen bei Tätigkeiten in der realen Welt – beispielsweise bei der angeleiteten Wartung von Anlagen.
(Bild: Dynabook Europe GmbH)

Technologien, wie Assisted Reality (AR), eine Erweiterung von Augmented Reality, und Virtual Reality (VR), haben in Kombination mit smarten Wearables die Möglichkeit aus dem Schatten zu treten und ihr volles Potenzial zu entfalten. Gerade in herausfordernden Zeiten, wie sie aktuell die weltweite Wirtschaft erlebt, können derartige Technologien existenzentscheidend sein und erleben daher einen wahren Schub.

Laut einer Studie von PTC wenden bereits fast drei Viertel der befragten Unternehmen AR/VR-Lösungen an oder planen zukünftig damit zu arbeiten. Es lohnt sich ein Blick auf die Einsatzgebiete: Für rund 45 Prozent der Unternehmen sind Schritt-für-Schritt-Anleitungen die am häufigsten genutzten AR/VR-Funktionen. Fast gleichauf folgen die Fernunterstützung von Anwendern (39 Prozent), der Transfer von Wissen (38 Prozent) und Kollaboration-Funktionen (37 Prozent).

Diese Zahlen zeigen deutlich, dass ein Großteil der Unternehmen bereits Erfahrungswerte mit AR/VR-Anwendungen sammelt – und somit auch mit Wearables. Für die intelligenten Helfer stellen die erhöhten Übertragungsraten der neuen Mobilfunk- und WLAN-Standards eine Chance dar, um einen nachhaltigen Platz in der Industrie zu finden.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Wearables“?

Im Prinzip sind Wearables kleine Computer, die man am Körper trägt. Sie liefern ihren Trägern wichtige Informationen und dienen dazu, Tätigkeiten in der realen Welt zu unterstützen. Je nach Technologie unterscheidet sich der Funktionsumfang und die Nutzung. Bis vor einiger Zeit hat sich der Einsatz von Datenbrillen beispielsweise vorwiegend auf die Automobilindustrie und Logistik oder auf große Technologieunternehmen beschränkt. Mittlerweile halten Wearables durch ihre zahlreichen Möglichkeiten stärkeren Einzug in immer mehr Branchen. Die Dynamik der stetigen Weiterentwicklung führt zwangsläufig zu neuen Anwendungsszenarien.

Die Vorteile: Vielfältig und doch zielgerichtet

Der Mehrwert von Wearables ist stark vom Einsatzgebiet abhängig und davon, für welchen Anwendungsfall die Lösung entwickelt wurde. Im Kern zielen die verschiedenen smarten Helfer alle darauf ab, Prozesse effizienter, einfacher und kostengünstiger zu gestalten. Unabhängig der eingesetzten Technologie in der jeweiligen Branche.

Am Beispiel eines Werksmitarbeiters lassen sich die Vorteile einer solchen Technologie anschaulich erläutern: Im Produktionsprozess steht er an einem Fließband und trägt eine Datenbrille als Unterstützung. Das Display der AR-Brille liefert ihm dabei vor Ort wichtige Informationen. Der Mitarbeiter muss also nicht seinen Arbeitsplatz verlassen und sich den nächstbesten Computer suchen, um relevante Anweisungen zu erhalten. Ihm werden Montage- oder Reparaturanleitungen direkt in sein Sichtfeld eingeblendet, und er weiß genau, was zu tun ist.

Gleichzeitig unterstützen assistierende Systeme auch dabei, Fehlerquellen besser zu analysieren und schaffen eine optimale Hilfestellung bei der Behebung.

Ein zusätzlicher Pluspunkt: Mitarbeiter lassen sich mithilfe von AR/VR-Lösungen einfach und schnell anlernen. Das gilt sowohl für neue Mitarbeiter, als auch für Schulungen und Fortbildungen des bereits bestehenden Personals.

Langfristig etablieren sich Datenbrillen auch im Remote-Support. Beispielsweise reduziert sich dadurch die Anzahl der Fachtechniker, die für Wartungen und Reparaturarbeiten sonst extra zum Kunden fahren müssten. Dafür streamt ein Mitarbeiter vor Ort einfach sein Umfeld über die integrierte Kamera. Experten im Backoffice stehen ihm mit Rat und Tat zur Seite, ohne dass sie selbst am Einsatzort sein müssen.

Ein spannendes Jahr für Wearables

Wearables in der Industrie werden im Jahr 2020 einen wahrlichen Schub erleben. Die neuen Standards zur Datenübertragung und die damit einhergehenden Geschwindigkeiten von 5G und WiFi 6 sind ein Katalysator für Innovationen in diesem Bereich. Technologien und Einsatzszenarien, die bis jetzt auf einer theoretischen Grundlage standen, erblühen immer mehr und sind heute schon Realität.

Aber auch die aktuelle Lage rund um den Globus verschärft das Bedürfnis von Unternehmen, Lösungen zu etablieren, die keine örtliche Bindung ihrer Mitarbeiter benötigen. Man kann also gespannt sein und sich auf neue Entwicklungen rund um das Internet der Dinge freuen.

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