Mixed-Reality-Brille

Wie die Hololens den Produktionsalltag eines Lackherstellers verändert

| Autor / Redakteur: Jürgen Frisch* / Anke Geipel-Kern

Die Mixed-Reality-Brille Microsoft Hololens blendet beim Lackhersteller Bergolin einem Facharbeiter neben einer Mischanlage ein virtuelles Dashboard ein.
Die Mixed-Reality-Brille Microsoft Hololens blendet beim Lackhersteller Bergolin einem Facharbeiter neben einer Mischanlage ein virtuelles Dashboard ein. (Bild: Yaveon)

Pilotprojekt: Lackhersteller Bergolin steuert Teile seiner Produktion mit der Mixed-Reality-Brille Hololens.Was nach Spielerei klingt, hat einen handfesten Hintergrund. Die Echtzeitsteuerung durch Mixed Reality soll die Produktqualität erhöhen und die Arbeit sicherer machen.

Bergolin ist ein mittelständischer Lackhersteller, der sich den Herausforderungen und Potenzialen der Digitalisierung stellt. Im Rahmen eines Pilotprojektes wurde jetzt erstmals der Einsatz der Microsoft Hololens in den produktionslogistischen Prozessen der Lackherstellung getestet.

„Mir ist es wichtig, dass alle Arbeitsschritte in Echtzeit rückgemeldet werden“, berichtet Christoph Heinen, Leiter IT Controlling und Organisation beim Lackhersteller Bergolin. „Nur so können wir die für Industrie 4.0 nötige Transparenz erreichen und völlig neue Organisationskonzepte umsetzen. Hololens bringt uns in der Produktion und der Logistik einen großen Schritt weiter.“

Microsoft Hololens ist eine Mixed-Reality-Brille, die dem Benutzer dreidimensionale Darstellungen einblendet. Die Steuerung über Gesten, Kopfbewegungen sowie Sprachbefehle stammt aus der Microsoft Kinect, die u.a. bei der Videospielkonsole Microsoft XBox eingesetzt wird. Die Idee, mit Mixed-Reality-Brille die Geschäftsprozesse zu steuern, hatte Heinen nach einer Produktvorstellung.

Produktionsschritte in Echtzeit zurückmelden

Das Portfolio von Bergolin reicht von Beschichtungen für die Automobil- und Möbelindustrie über Lacke für Windkraftanlagen bis hin zum schweren Korrosionsschutz. In der Produktion tragen die Mitarbeiter chemikalienbeständige Schutzhandschuhe, mit denen sie kein Industrieterminal bedienen können. Daher haben sie bislang 30 Minuten am Stück gearbeitet, und dann die in dieser Zeit abgearbeiteten Schritte im Block zurückgemeldet. Mit der neuen Technik ändert sich das: Im Gesichtsfeld der Facharbeiter erscheint ein virtuelles dreidimensionales Dashboard, das ihm die für diese Maschine notwendigen Arbeitsschritte anzeigt und über Gesten gesteuert wird.

Bald gibt es kein Papier mehr in der Produktion

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