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Wie die Digitalisierung unsere Berufe beeinflusst

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Gründe für die Zurückhaltung

In der Umfrage wurde auch nach den Gründen für die Zurückhaltung bei der Weiterbildung gefragt: Jedes dritte Unternehmen (36 %) gibt an, die eigenen Mitarbeiter nicht intensiver rund um digitale Kompetenzen weiterzubilden, weil die Weiterbildungsangebote zu teuer sind. Ähnlich viele (31 %) beklagen, dass sie die Qualität der Weiterbildungsangebote nicht beurteilen können. Jedem vierten Unternehmen (25 %) fehlt ein Überblick über die Möglichkeiten von Weiterbildungen.

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Fast ebenso viele (24 %) sagen, dass die vorhandenen Angebote nicht das abdecken, was in ihrem Unternehmen benötigt wird oder dass sie auf die Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter nicht verzichten können, während diese sich fortbilden (23 %). Und jedes fünfte Unternehmen (19 %) nennt die Entfernung zu Weiterbildungsangeboten als Grund. „Ganz klar müssen wir mehr in die Köpfe investieren, wenn wir die digitale Transformation in Deutschland erfolgreich gestalten wollen“, so Dirks. „Innovationen entstehen durch die Mitarbeiter in den Unternehmen – und Innovationen sind es, die den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands ausmachen.“

Weiterbildung durch mehrere Instanzen

Angesichts dieser historischen Veränderungen in der Berufswelt sind nach Ansicht des Bitkom sowohl jeder einzelne Mitarbeiter, die Unternehmen als auch die Politik gleichermaßen gefordert. Jeder Einzelne sollte Weiterbildungen aktiv einfordern und Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen, so das Marktforschungsunternehmen. Die Unternehmen müssen eine zentrale Weiterbildungsstrategie rund um die digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter erarbeiten und dafür auch entsprechende Mittel bereitstellen.

„Führungskräfte müssen dafür sensibilisiert werden, dass Weiterbildung zum Pflichtprogramm jedes einzelnen Mitarbeiters gehört“, verlangt Dirks. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen benötigen zusätzlich die Unterstützung der Politik, etwa durch Beratungen rund um die Qualität und Inhalte von Weiterbildungen oder auch durch die konkrete Förderung von Maßnahmen. Der Bitkom sieht die Politik auch dazu aufgerufen, die Grundlagen für Weiterbildungen durch eine fundierte Schulbildung zu legen. Diese müsste die Themen der digitalen Welt stärker als bislang berücksichtigen und den Erwerb von digitalen Kompetenzen verpflichtend im Lehrplan verankern.

„Es geht nicht allein um die Anwendung von Programmen, es geht darum zu verstehen, was ein Programm ist und wie es funktioniert. Dieses Wissen wird genauso wichtig sein wie Lesen, Schreiben und Rechnen, um sich in unserer Welt auch künftig nicht nur gut zurechtzufinden, sondern um sie aktiv mitzugestalten“, findet Dirks.

Zur Studie

Grundlage der Studie ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 504 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen ab zehn Mitarbeitern in Deutschland befragt.

Diesen Artikel haben wir von unseren Kollegen der IT-Business übernommen.

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