Resilienz WGP plant Handlungsleitfaden für eine krisenfeste Industrie

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) hat angekündigt, zum Ende des Jahres einen Leitfaden zum Thema Resilienz insbesondere für kleine bis mittelgroße Unternehmen zu veröffentlichen.

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Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) kündigte für Ende des Jahres einen Leitfaden für krisenfeste Industrie an.
Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) kündigte für Ende des Jahres einen Leitfaden für krisenfeste Industrie an.
(Bild: Pixabay)

Die Mitglieder der WGP haben die geplante Publikation auf ihrer Frühjahrstagung im Mai beschlossen. Mit dem Leitfaden möchte die WGP Erkenntnisse dazu liefern, wie sich Unternehmen künftig auf unerwartete Ereignisse vorbereiten und dementsprechend damit umgehen können. Da vergleichbare Ereignissen wie die Pandemie laut WGP in Zukunft häufiger werden, müsse man sich verstärkt mit resilienter Produktion befassen. Dabei sollen neben einzelnen Maschinen und interner Prozesse auch die Lieferketten und das gesamte Unternehmensnetzwerk miteinbezogen werden.

Was bedeutet Resilienz überhaupt?

Zunächst aber wurde auf der Tagung ein gemeinsames Verständnis für den Begriff Resilienz geschaffen, zumal das Wort Resilienz vielseitig definiert und eingesetzt wird. Die Forscher und Forscherinnen der WGP definieren Resilienz als „die Fähigkeit eines (Produktions-)Systems, angesichts von Störungen die wertschöpfende und wirtschaftliche Betriebsfähigkeit zu erhalten oder nach einem Einschnitt zumindest schnell wieder auf ein Minimum hochzufahren.“

Vorschau auf den Handlungsleitfaden

Die WGP betont, dass die Handlungsempfehlungen auch in der Praxis umgesetzt werden müssen. Dabei verweist die Gesellschaft auf Bemühungen in der Vergangenheit wie die digitalisierte Produktionsplanung und -steuerung und die Biologische Transformation von Fertigungstechnologien. Enorm wichtig sei auch das weitere Vorantreiben von Künstlicher Intelligenz. Mithilfe von Digitalen Zwillingen können unerwartete Ereignisse simuliert werden, um Rückschlüsse auf ein adäquates Verhalten im Ernstfall zu ziehen. Um sich darauf vorbereiten zu können bedarf es allerdings auch an firmenübergreifenden Dateninfrastrukturen, wie die WGP weiter ausführt. Im Zentrum des Leitfadens soll aber weiterhin der Mensch als entscheidender Faktor stehen, der im Falle einer Krise passend reagieren müsse. Die Publikation der Ergebnisse der Forschungsgruppe ist für das Ende dieses Jahres geplant.

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