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Industrie 4.0 in der Kältetechnik

Wenn Ventilatoren mit anderen Maschinen kommunizieren

| Redakteur: Dominik Stephan

Ob „Internet Of Things“ oder „Industrie 4.0“ - die Vernetzbarkeit schreitet voran. Auch in bisher autarken Teilen von Industrieanlagen kommen intelligente und vernetzte Komponenten zum Einsatz.

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( Bild: Pixabay, CC0 Public Domain )

Für viele Anwendungen werden aber weiterhin unabhängige, d.h. unvernetzte Systeme benötigt. Um dem gesamten Anwendungsspektrum gerecht zu werden hat Ziehl-Abegg konventionelle Kältetechnik-Produkte mit Schnittstellen für netzfähige Module versehen. Der Anwender entscheidet selbst, ob und wie er seine Anlage erweitert. Integrierte Schnittstellen für Bus-Systeme sorgen bei EC-Ventilatoren Ecblue, Frequenzumrichtern (Fcontrol/Icontrol) oder der Unicon Regelmodulen dafür, dass die Kommunikation in beide Richtungen erfolgen kann.

Damit stehen auf der Leitebene umfassende Informationen über Betriebszustände zur Verfügung: elektrische Aufnahmeleistung, aktuelle Ventilator-Drehzahl, usw. Dies eröffnet völlig neue Optionen, von der Prozessüberwachung bis zum Erfassen von betriebswirtschaftlich relevanten Daten.

Bei Anwendungen in denen EC-Ventilatoren und Frequenzumrichter gleichermaßen zum Einsatz kommen, ist eine einheitliche Handhabung besonders wichtig. Deshalb sind Produkte von Ziehl-Abegg einheitlich modular erweiterbar. Der grundsätzliche Aufbau, die sogenannte “Basic-Ausführung“, ist produktübergreifend gleich und bietet immer die Möglichkeit der analogen Ansteuerung. Bis heute ist dies in den Anlagen der bevorzugte Einsatzfall. Mittels eines Add-On-Moduls (Erweiterungsmodul), lässt sich eine Basic-Ausführung jederzeit mit einer Bus-Schnittstelle versehen und so in moderne Anlagenkonzepte integrieren.

Für die Regelmodule gelten die gleichen Bedingungen wie für Ventilatoren: Es sind sowohl autarke Lösungen als auch vernetzte Systeme gefragt. In der Regel werden mehrere, einzelne Ventilatoren über ein Regelmodul zusammengefasst, welches wiederum über eine Kommunikationsschnittstelle für die übergeordnete Gebäudeleittechnik (GLT) Informationen gebündelt zur Verfügung stellt.

Zukunftssichere Investition

Trotz oder gerade wegen Industrie 4.0 und “Big Data“: Autarke, analoge Steuerungen behalten ihre Existenzberechtigung. Wenn keine totale Vernetzung gefordert ist, spricht absolut nichts dagegen, EC-Ventilatoren oder auch Frequenzumrichter per Analogsignal zu steuern. Geräte, wie der Ziehl-Abegg Frequenzumrichter Fcontrol mit integriertem Sinusfilter oder der Standard Frequenzumrichter Icontrol sind vom Werk aus mit den nötigen Schnittstellen ausgerüstet.

Dort wo die direkte Anbindung von EC-Ventilatoren oder von Frequenzumrichtern an ein bestimmtes Bus System erfolgen soll, geschieht dieses über die entsprechenden Add On -Busmodule. Dank der Stecktechnik lassen sich vorhandene Anlagen ganz einfach aufrüsten. Alternativ können Gruppen von EC-Ventilatoren oder auch Frequenzumrichtern über ein Ziehl-Abegg Universal Regelmodul UNIcon zusammengefasst werden. Gebündelt gibt dieses Universal Regelmodul dann Informationen aus diesen Gruppen an eine übergeordnete Gebäudeleittechnik weiter.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal Process erschienen.

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