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Cybercrime

Weltwirtschaftsforum gründet Zentrum für Cybersicherheit

| Redakteur: Jürgen Schreier

Mit der Gründung eines globalen Zentrums für Cybersicherheit sagt das World Economic Forum der internationalen Kriminalität im Internet den Kampf an. Die Einrichtung in Genf soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Informationsaustausch und gemeinsame Normen voranbringen.

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Die Kosten der Cyberkriminalität für die Weltwirtschaft könnten sich laut Experten bald auf 500 Mrd. US-Dollar jährlich belaufen.
Die Kosten der Cyberkriminalität für die Weltwirtschaft könnten sich laut Experten bald auf 500 Mrd. US-Dollar jährlich belaufen.
( Bild: gemeinfrei / CC0 )

Das Weltwirtschaftsforum kündigte heute die Gründung eines neuen globalen Zentrums für Cybersicherheit, des Global Centre for Cybersecurity an, das einen Beitrag zu einem sicheren globalen Cyberspace leisten soll. Das als autonome Organisation unter dem Dach des Weltwirtschaftsforums fungierende Zentrum wird seinen Sitz in Genf in der Schweiz haben.

Sinn und Zweck des Zentrums ist es, die erste globale Plattform für die Zusammenarbeit von Regierungen, Unternehmen, Experten und Strafverfolgungsbehörden zur Bewältigung von Herausforderungen im Bereich der Cybersicherheit zu schaffen. Bestehende Kapazitäten und Institutionen sind dem im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlosen Problem der Cyberangriffe nicht gewachsen: Bedrohungen werden derzeit nur isoliert bekämpft. Zusammenarbeit, Informationsaustausch und gemeinsame Normen bilden die einzige Möglichkeit für die Weltgemeinschaft, organisiertes Verbrechen im Internet wirkungsvoll in den Griff zu bekommen.

Potenzial der vierten industriellen Revolution nur in sicherem Umfeld nutzbar

„Wenn wir nicht finsteren digitalen Zeiten entgegensehen wollen, müssen wir besser sicherstellen, dass die Vorteile und das Potenzial der vierten industriellen Revolution für alle in einem sicheren, geschützten Umfeld nutzbar sind. Das neue Global Centre for Cybersecurity ist als erste Plattform darauf ausgelegt, Cybergefahren in einer umfassend globalen Art und Weise anzugehen“, so Alois Zwinggi, Managing Director des Weltwirtschaftsforums und Leiter des Global Centre for Cybersecurity.

„Als eines der weltweit größten Unternehmen im Dienste der Sicherheit unterstützt BT die Gründung des neuen Global Centre for Cybersecurity. Wir sind der Meinung, dass eine engere, grenzübergreifende Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft in Form eines Informationsaustauschs über Bedrohungen und bewährte Praktiken für die erfolgreiche Bekämpfung der Cyberkriminalität entscheidend ist“, so

Gavin Patterson, CEO der britischen BT Group.

Jährliche Cybercrimeschäden streben 500 Mrd. US-Dollar entgegen

Die Kosten der Cyberkriminalität für die Weltwirtschaft könnten sich laut Experten bald auf 500 Mrd. US-Dollar jährlich belaufen. Zum Vergleich: Das BIP der Schweiz lag 2017 bei geschätzten 659 Mrd. US-Dollar. Das Weltwirtschaftsforum hat Cybersicherheit nun als einen der größten globalen Risikobereiche definiert. Daher wird das neue Global Centre for Cybersecurity mithilfe der staatlichen und unternehmerischen Unterstützer des WEF an einem sichereren Cyberspace arbeiten, und dies mithilfe des bewährten Ansatzes der Einbeziehung aller Interessengruppen.

Hauptziele des Zentrums sind:

  • Bereits bestehende Initiativen zur Cybersicherheit des Forums zusammenzufassen.
  • Eine unabhängige Datenbank bewährter Praktiken in diesem Bereich zu erstellen.
  • Partner bei der Weiterbildung im Bereich Cybersicherheit zu unterstützen.
  • Ein passendes und flexibles Regelwerk zur Cybersicherheit zu erarbeiten.
  • Einen Thinktank zu schaffen, der als Testumgebung und Frühwarnsystem für mögliche Bedrohungsszenarien im Bereich Cybersicherheit fungieren kann.

Zerto-VP Pete Godden: "Ein großer Schritt in die richtige Richtung"

Pete Godden, VP EMEA bei Zerto, einem Anbieter für Lösungen zur Aufrechterhaltung des Betriebs von virtualisierten Infrastrukturen, kommentiert die Eröffnung des globalen Zentrums für Cybersicherheit wie folgt: „Die Initiative des Weltwirtschaftsforums, ein globales Zentrum für Cybersicherheit zu gründen, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, um die ständig wachsende Bedrohung durch Cyber-Angriffe auf die Weltbühne zu bringen, wo sie hingehört. Unternehmen sind jedoch bereits jetzt tagtäglich mit dem Risiko von Ransomware konfrontiert und benötigen technische Lösungen, um ihnen in der Gegenwart zu widerstehen. Es ist wichtig, dass jede Organisation versteht, dass es nicht darum geht, OB sie erfolgreich gehackt wird, sondern WANN. Ich hoffe, dass diese neue Initiative dazu beitragen wird, das Bewusstsein auf politischer Ebene für die Schwere der Bedrohung zu schärfen und zu einer breiteren Akzeptanz effektiver technischer Lösungen zu führen."

Pete Godden ist Vice President EMEA bei Zerto.
Pete Godden ist Vice President EMEA bei Zerto.
( Bild: Zerto )

Über Zerto

Zerto stellt zuverlässige und skalierbare Softwarelösungen zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität bereit, um den Betrieb von Unternehmen und der Cloud-IT rund um die Uhr aufrechtzuerhalten. Die Zerto Cloud Continuity Platform ermöglicht es Unternehmen, virtuelle Arbeitslasten nahtlos zu schützen sowie zwischen der Public Cloud, der Private Cloud und der Hybrid Cloud zu verschieben. Das Flagship-Produkt des Unternehmens, Zerto Virtual Replication, ist mittlerweile der Standard für den Schutz, die Wiederherstellung und die Migration von Anwendungen in Cloud- und virtualisierten Rechenzentren.

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