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MQTT-Messaging-Starter-Kit

Weltweit IoT-Konnektivität - ohne Internet

| Redakteur: Jürgen Schreier

Thingstream präsentierte auf dem IoT Solutions World Congress 2017 in Barcelona erstmals sein IoT-Starter-Kit. Mit diesem sollen Hersteller von Endgeräten schnell und günstig Produkte entwickeln können, die sich problemlos weltweit vernetzen lassen.

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Das IoT-Start-Kit von Thingstream will die weltweite IoT-Konnektivität stark vereinfachen und dabei technische und wirtschaftliche Hürden beseitigen.
Das IoT-Start-Kit von Thingstream will die weltweite IoT-Konnektivität stark vereinfachen und dabei technische und wirtschaftliche Hürden beseitigen.
( Bild: Thingstream )

Das Starter-Kit von Thingstream, einer Sparte des Schweizer Softwareunternehmens Myriad Group AG, basiert auf GSM-Konnektivität - ohne dabei auf SMS oder eine Mobilfunk-Datenverbindung angewiesen zu sein. Endgeräte können sich sich praktisch jedem GSM-Netz weltweit verbinden. Die Kommunikation zu verschiedenen Anwendungen erfolgt dabei über MQTT-Messaging (Message Queue Telemetry Transport).

Zum Starter-Kit handelt - einer Kombination aus Hard-und Software - gehören:

  • das Thingstream IoT-Modul, das standardmäßig GSM/ GPS-Konnektivität leistet, mit ARM Cortex-M0+ Core, 128/256 KB Program Flash Memory, 32 KB SRAM, SPI, I2C, UART, PWM, 16bit ADC, Real Time Clock und 15 GPIOs,
  • ein Companion Baseboard, mit dem Entwickler einfach die 15 GPIOs nutzen können,
  • das Thingstream Global IoT SIM (Subscriber Identity Module),
  • sowie drei Monate vollständiger Zugang zum weltweiten Netz und Connectivity Software Tools wie beispielsweise einem modernen Data Flow-Stream Editor.

USSD-Messaging durch GSM-Netze vermindert Komplexität in Sachen Roaming

„Wir möchte die weltweite IoT-Konnektivität stark vereinfachen und beseitigen dabei technische und wirtschaftliche Hürden“, erklärt Neil Hamilton, VP Business Development bei Thingstream. „Aktuell ist es noch sehr teuer und aufwändig ein Endgerät zu entwickeln, das drahtlos kommunizieren und mit dem IoT vernetzt werden kann. Jegliche vernetzte Hardware muss bisher TCP/IP unterstützen um zu kommunizieren. Dies beansprucht aber relativ viel Platz und Energie. Außerdem werden die Geräte dadurch anfällig für Hackerattacken und Sicherheitsprobleme.”

Die Lösung von Thingstream setzt dagegen auf USSD-Messaging durch GSM-Netze, wodurch sich nicht nur die Komplexität in Sachen Roaming vermindere, sondern auch der Energie- und Platzbedarf. Die Rechenleistung, die TCP/IP erfordert, wird nicht mehr benötigt. Hamilton: "Unsere Technologie ist vor allem deshalb für den Markt interessant, da sie den allgegenwärtigen Zugang zum Netz bietet und zugleich die erforderliche Hardware beinhaltet. Die Lösung kann im Handumdrehen verbaut und mit einer Vielzahl an Anwendungen bzw. Endgeräten vernetzt werden.“

Die Thingstream-Technologie kann in Anwendungsbereichen wie Tracking, Logistik, Gebäudemanagement oder beim Monitoring der Ver- und Entsorgung eingesetzt werden.

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