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Infografik KI

Welche Jobs wird die Künstliche Intelligenz zuerst übernehmen?

| Redakteur: Georgina Bott

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bietet für Unternehmen große Chancen – steigende Umsätze und neue Arbeitsstellen. Doch der verstärkte Fokus auf die smarte Technologie könnte langfristig auch viele Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen.

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Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch: Laut einer Studie sind ganze 48 Prozent aller Berufe in Deutschland durch die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz bedroht.
Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch: Laut einer Studie sind ganze 48 Prozent aller Berufe in Deutschland durch die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz bedroht.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

KI ist keine Zukunftsvision mehr, sondern in unserem Alltag längst angekommen und sie wird vor allem für Unternehmen und die Wirtschaft weiter an Bedeutung gewinnen. Wenn von intelligenter Software gesprochen wird, dann sind selbstlernende Computerprogramme gemeint, die eigenständig Daten erfassen, Zusammenhänge verstehen, Prognosen erstellen und Lösungen entwickeln. Sie erstellen mit Hilfe von Algorithmen treffsichere Unternehmensanalysen, stecken hinter personalisierter Social Media-Werbung und selbstfahrenden Autos, verfassen Twitter Posts und Meldungen für Nachrichtenportale und vieles mehr.

Die Entwicklungen im Bereich KI werden weiter rasant voranschreiten, denn die Speicherkapazitäten und Anwendungsbereiche nehmen täglich zu. Längst haben das nicht nur Riesen wie Google, Facebook, Amazon & Co erkannt, die in die Anwendung, Forschung und Entwicklung investieren. Auch deutsche Firmen wie Volkwagen und Siemens setzen darauf. Schon bald wird KI ein Geschäft mit Umsätzen in Milliardenbereich sein.

Laut dem Marktforschungsinstitut Tractica könnte der weltweite Umsatz mit KI bis zum Jahr 2025 auf 38,8 Milliarden US-Dollar anwachsen. Besonders die Autoindustrie und Finanzfirmen können profitieren. Doch auch kleine und mittelständische deutsche Unternehmen sollten die Chance nutzen, den Umsatzzuwachs rechtzeitig erkennen und in KI-Management, Technologien, Know-how und Infrastruktur wie Cloud Services investieren, so werden auch sie steigende Gewinne verbuchen können.

Wie steht es um die Arbeitsplätze?

Auch wenn uns Sprachassistenten und Chatbots in Zukunft jede Frage beantworten, uns autonome Autos sicher nach Hause bringen, Drohnen den Einkauf liefern und uns Roboter die Hausarbeit abnehmen, werden nicht alle Menschen von diesem Trend profitieren können. Während die Unternehmen aufgrund von Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen optimistisch sind, fragen sich Angestellte, was passiert, wenn leistungsstarke Computer in betrieblichen Prozessen immer die Nase vorn haben, während das Personal an seine Grenzen kommt.

Die Existenzängste sind nicht unbegründet. Nach Einschätzung von Wissenschaftlern könnten bis 2050, sobald KI flächendeckend eingesetzt wird, allein in Deutschland 48 Prozent aller Arbeitsplätze aufgrund von KI und den damit verbundenen Automatisierungsprozessen wegfallen und somit die Volkswirtschaft und das Sozialsystem auf den Kopf stellen. Betroffen sind alle Branchen und Berufsgruppen, darunter die Industrie, der Einzelhandel, der Bildungssektor, das Gesundheits- und Sozialwesen sowie das Finanzwesen und viele weitere.

Diese Jobs wird KI zuerst übernehmen – eine Infografik von RS Components

Ängste vor KI-Weltherrschaft unbegründet

Auch wenn KI in den nächsten Jahren sicher alles verändern wird, sind dystopische Zukunftsprognosen und Weltuntergangsszenarien, in denen Maschinen den Arbeitsmarkt erobern und den Menschen verdrängen, sicher ernst zu nehmen, aber durchaus mit Vorsicht zu genießen. Die tatsächlichen Auswirkungen bis 2050 sind noch unklar.

KI ist nicht in allem besser als der Mensch. Der gesunde Menschenverstand, Fachkompetenzen und erfahrene menschliche Führungskräfte werden glücklicherweise auch in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit noch gebraucht werden. Auch in einer Welt mit KI werden neue Arbeitsplätze entstehen. Der Mensch wir auch weiterhin entscheiden, wo es hingehen soll, auch wenn der Algorithmus komplexe Arbeiten vereinfachen und den effizientesten Weg weisen kann.

Für Politik, Gesellschaft und Wirtschaft heißt es jetzt, die Chancen und Möglichkeiten rechtzeitig zu erkennen, um alle Vorteile des technischen Fortschritts zu nutzen und sich nicht von ihnen verdrängen zu lassen.

Der Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal marconomy erschienen.

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