Studie Was Unternehmen an der Digitalisierung hindert

Quelle: Pressemitteilung

Die digitale Transformation kommt nicht überall voran. Grund dafür ist oftmals ein fehlender Startimpuls in der Chefetage.

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In vielen Unternehmen kommt die digitale Transformation nicht richtig voran. Forscher haben sich nun mit den Ursachen auseinandergesetzt.
In vielen Unternehmen kommt die digitale Transformation nicht richtig voran. Forscher haben sich nun mit den Ursachen auseinandergesetzt.
(Bild: Adobe Stock)

Der Forschungsbeirat der Plattform Industrie 4.0 hat sich gemeinsam mit zwei Fraunhofer-Instituten die Gründe für eine schleppende Digitalisierung in manchen Unternehmen angeschaut. Wie die Fraunhofer-Institute mitteilen, wurden die Ergebnisse in der Expertise "Blinde Flecken in der Umsetzung von Industrie 4.0" veröffentlicht. Die Studie soll auch Handlungsoptionen für Politik, Verbände und Unternehmen beinhalten.

Grundsätzlich konnten die Forscher zwei Ursachen für einen mangelnden Fortschritt feststellen. Zum einen entscheiden sich manche Unternehmen bewusst gegen die Digitalisierung. Das liege unter anderem an der Auffassung, dass digitale Lösungen sich nicht für sie rechnen. Zum anderen gebe es auch mehrere interne, unternehmensspezifische Faktoren, welche die digitale Transformation hemmen. "Oft fehlt zunächst einfach ein Startimpuls für die Digitalisierung", sagt Holger Kett vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. "Wenn ein Unternehmen ökonomisch solide dasteht, fehlt der Leidensdruck, sich mit Digitalisierungsthemen auseinanderzusetzen." Hinzu komme eine fehlende Digitalisierungsaffinität im Management.

Auch Fachkräfte fehlen

Laut den Forschern komme es operativ in den Unternehmen auch oft zu Engpässen, weil es an Fachkräften mit digitalem Kompetenzprofil mangelt und diese auch nur schwer rekrutiert werden können. Unzureichende Rahmenbedingungen wie fehlende Standards und Normen, unpassende, schwer zugängliche Förderangebote oder die mangelhafte Anbindung an das Internet in strukturschwachen Regionen seien weitere Faktoren.

"Die Hemmnisse lassen sich allesamt aus dem Weg räumen", sagt Malte Volkwein von der Abteilung Unternehmensstrategie und -entwicklung am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA. Wichtig sei zunächst, dass die Digitalisierung von höchster Stelle im Unternehmen getragen und getrieben sein müsse. "Die Digitalisierung ist kein Thema, das nur in der IT-Abteilung verortet werden darf", warnt Volkwein. "Erfolgreiche digitale Projekte beziehen eine Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein und sind geprägt von bereichsübergreifender Kooperation und klarer übergeordneter Koordination." Die Unternehmensführung müsse klare Visionen, Missionen und Ziele formulieren, an denen alle Digitalisierungsmaßnahmen ausgerichtet werden.

Digitale Inhalte für Lehrpläne

Die Forscher empfehlen deshalb ein Zusammenwirken von Politik, Verbänden, Unternehmen und Umsetzungsakteuren. Die Studie beschreibt dafür fünf Dimensionen der Handlungsoptionen: Nutzerbewertung, Förderlandschaft und Innovationsumfeld, die Etablierung einer Digitalisierungskultur sowie die Dimension der Qualifizierung.

Die gesamte Studie ist auf der Homepage des Fraunhofer-Institutes verfügbar.

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