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5G CMM Expo 2019

Was man mit 5G heute und in Zukunft machen kann

| Redakteur: Jürgen Schreier

Kaum ist die Versteigerung der 5G-Frequenzen über die Bühne, hat die Deutsche Messe schon das passende Event im Köcher. An der Konferenz 5G CMM Expo (Connected Mobile Machines) vom 8. bis zum 10. Oktober 2019 in Hannover wollen sich gut 100 Unternehmen und Institutionen als Aussteller, bei Diskussionen und Breakout-Sessions beteiligen.

Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender Deutsche Messe AG, beim Presse-Roundtable zur 5G CMM Expo.
Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender Deutsche Messe AG, beim Presse-Roundtable zur 5G CMM Expo.
( Bild: Deutsche Messe )

Wer wissen will, was mit 5G schon geht und was demnächst gehen wird, ist auf der 5G CMM Expo Konferenz, der ersten Veranstaltung , die sich exklusiv und umfassend dem professionellen Einsatz des neuen Mobilfunkstandards 5G befasst, goldrichtig. In Keynotes, Diskussionen und anhand von Showcases erfährt der Teilnehmer, welche Bedeutung die drahtlose Kommunikation für die Vernetzung mobiler Maschinen und Geräte hat und welche Business-Cases damit mach- und denkbar sind.

"In kurzer Zeit ist es uns gelungen, eine spannende Veranstaltung mit hochkarätigen Sprechern, beeindruckenden Showcases und Einsatzszenarien zusammenzustellen. Auf der 5G CMM Expo bekommen die Besucher einen Überblick, was 5G jetzt schon kann und in naher Zukunft möglich machen wird“, sagte Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, am 4. September bei einem Pressetermin in Hannover. „5G wird einen großen Innovationsschub in der Industrie auslösen, da sich die Zahl der mobilen Maschinen und Anlagen exponentiell erhöht. Schon sehr bald wird das Internet mehr von mobilen Maschinen als vom Menschen genutzt.“

Wichtige Verbände unterstützen die 5G CMM Expo

Auf der neuen Veranstaltungsplattform bringt die Deutsche Messe Unternehmen, Wissenschaftler, Verbände und Politik zusammen. Köckler: „So schmieden wir eine breite Allianz für den Fortschritt von 5G.“ Die 5G CMM Expo genießt die breite Unterstützung der führenden Industrie- und Wirtschaftsverbände. Der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) ist ebenso Partner der 5G CMM wie auch der Zentralverband der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und die Bundesvereinigung Logistik (BVL).

Auch die Industrieorganisationen 5G ACIA (Alliance for Connected Industries and Automation) sowie die 5G AA (5G Automotive Association) engagieren sich in Hannover. Von wissenschaftlicher Seite bringen sich neben dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein.

Im Rahmen des Konferenzprogramms werden jeweils am Vormittag die Themen aufgegriffen, die alle Industriebereiche mit Blick auf 5G gleichermaßen betreffen. An den drei Nachmittagen stehen dann bei den Breakout-Sessions parallel die spezifischen Fragen einzelner Industriesektoren auf dem Programm. Die Vorträge werden einen eher technischen Fokus haben.

Prominente Speaker im Aufgebot

Schon der 8. Oktober 2019 bietet ein programmatisches Highlight. Prof. Hans Dieter Schotten vom DFKI umreißt die künftige Rolle von 5G in den Produktionsanlagen der Zukunft. Gleich im Anschluss beleuchtet Enrico Salvatori, President von Qualcomm Europa, das Thema aus der Sicht eines Chipherstellers, dessen Produkte in vielen mobilen Endgeräten zu finden sind. Christian Maasem vom Center Connected Industry, Aachen, referiert über Vorteile und mögliche Anwendungsfälle von 5G-Campus-Netzen.

Die Köpfe hinter der 5G CMM Expo: Prof. Hans Schotten, Dr. Andreas Müller, Dr. Reinhard Heister, Stefan Muhle und Dr. Jochen Köckler (v.l.n.r.)
Die Köpfe hinter der 5G CMM Expo: Prof. Hans Schotten, Dr. Andreas Müller, Dr. Reinhard Heister, Stefan Muhle und Dr. Jochen Köckler (v.l.n.r.)
( Bild: Deutsche Messe )

Die Europäische Union ist durch Philippe J. Lefebvre (Head of Sector, 5G Deployment Strategy) vertreten. Auch Colin Wilcock, Chairman der 5G Infrastructure Association, kommt mit europäischer Perspektive aus Brüssel nach Hannover.

Weitere prominente Namen auf der Sprecherliste: Dr. Andreas Müller (5G Acia), Johannes Springer (Deutsche Telekom), Dirk Kretzschmar (TÜV Informationstechnik), Bernd Müller (Giesecke+Devrient), Arien Kreis (Audi), Stephan Noller (CEO ubirch), Dominic Schupke (Airbus), Christian Zieske (Breitbandbüro des Bundes).

Während der Konferenzpausen sollen die Besucher der 5G CMM Expo ausreichend Zeit für das Netzwerken und den individuellen Austausch haben. Oder sie informieren sich an den Ständen der Aussteller oder nehmen die zahlreichen Showcases in Augenschein, wie etwa die autonomen Transportsysteme des Herstellers Götting.

5G ermöglicht, was bisher nicht möglich war

„Die 5G-Technologie steht am Anfang der nächsten großen Innovationswelle in der Industrie. Nach Industrie 4.0 wird sich der superschnelle Mobilfunk in vielen Industriebereichen durchsetzen. Nur wer sich breit informiert, kann sich durch richtige Entscheidungen wichtige Vorteile im internationalen Wettbewerb sichern. Unsere 5G CMM Expo Konferenz kommt daher früh, aber genau rechtzeitig“, erklärte Köckler.

Als nächsten Schritt der 5G-Offensive der Deutschen Messe kündigte Köckler die Premiere der Messe 5G CMM Expo im Dezember 2020 auf dem Messegelände in Hannover an.

Für die Vernetzung mobiler Maschinen ist eine drahtlose Kommunikation elementar. Die bisherigen Funkstandards waren nicht in jenem Umfang geeignet, wie es nun mit 5G der Fall sein wird. „5G wird einen Schub bei der Vernetzung mobiler Maschinen bewirken“, ist Dr. Reinhard Heister, Geschäftsführer VDMA Elektrische Automation, überzeugt. „Das Potenzial von 5G ist immens“, so Heister weiter. „Besonders das deutsche Modell der privaten Frequenzen und lokalen Campusnetze ermöglicht neue Betreibermodelle auf dem Werksgelände, welche den Unternehmen mehr Autonomie und Sicherheit geben“.

Der VDMA hat bereits früh den Bedarf eines solchen Veranstaltungsformats erkannt und ist einer der Ideengeber für die 5G CMM Expo. Weil viele Startups rund um den neuen Mobilfunkstandard konkrete technische Anwendungen und spannende Geschäftsmodelle entwickeln, legt die Deutsche Messe bei der Premiere der 5G CMM Expo einen Schwerpunkt auf das Startup-Thema. Dabei arbeitet der Veranstalter mit dem VDMA, dem Telekom Tech Inkubator Hubraum sowie dem IoT-Blockchain-Unternehmen ubirch zusammen.

5G- und IoT-Startups präsentieren sich im Convention Center

Im Convention Center auf dem Messegelände werden die Startups einen eigenen Bereich bekommen. Sie können sich dort den Besuchern mit ihren Produkten, Konzepten und Geschäftsmodellen rund um 5G, mobilen Internet, dem Internet der Dinge und mobile Maschinen präsentieren. Zudem haben die jungen Unternehmen die Chance, sich im Rahmen des Konferenzprogramms auf einer eigenen Bühne zu präsentieren.

Die Startup-Pitches vor den Kongressbesuchern werden jeweils nachmittags am 8. und 9. Oktober veranstaltet. Die Teilnahme an den Präsentationen sind für die Startups kostenlos. Mit dem IoT-Blockchain-Spezialisten ubirch veranstaltete die Deutsche Messe am letzten Tag der 5G CMM Expo einen Hackathon rund um die Themen IoT und 5G.

Die deutsche Wirtschaft beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit dem Thema 5G. Im Sommer endete die bislang längste Mobilfunkauktion in der deutschen Geschichte. Vier Provider zahlten 6,55 Milliarden Euro für unterschiedliche Frequenzen. Die Bundesnetzagentur hatte – anders als bei vorherigen Mobilfunkstandards – das Frequenzband von 3,7 bis 3,8 GHz freigehalten. Diese können Industrieunternehmen auf gesonderten Antrag nutzen, um sogenannte Campus-Netzwerke in eigener Verantwortung betreiben.

Die technischen Eigenschaften machen 5G so interessant für die Industrie: extrem hohe Bandbreiten zur Übertragung von hohen Datenvolumina, extrem kurze Latenzzeiten machen Datenkommunikation in Echtzeit möglich und hohe Verfügbarkeit sorgt für hohe Verlässlichkeit. Da Campus-Netze nur für das jeweilige Unternehmen installiert werden, kann es ganz individuell auf die Anforderungen des Produktionsablaufs zugeschnitten werden.

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