Auswahlkriterien IoT Platform

Was eine IoT Application Platform leisten sollte

| Autor / Redakteur: Bernd Groß / Redaktion IoT

Coding
Coding (Bild: Luis Llerena/unsplash.com)

Mit der Geschwindigkeit, mit der das Internet der Dinge die Geschäftsmodelle von Unternehmen umkrempelt, ganze Branchen und nicht zuletzt die Gesellschaft vor neue Möglichkeiten stellt, gewinnt die Wahl der jeweils passenden IoT-Plattform an enormer Bedeutung: Wie sollte das Rückgrat der IoT-Infrastruktur eines Unternehmens geschaffen sein, um tragfähige Business-Modelle und schnellere Prozesse zu ermöglichen?

In einer kürzlich veröffentlichten Studie des indischen IT-Dienstleisters HCL Technologies nannten 46 Prozent der befragten Geschäfts- und Technologieentscheider die Nutzung der richtigen IoT-Plattform als eine der größten Herausforderungen des IoT für Unternehmen. Dabei ist das Angebot an IoT-Plattformen im Jahr 2017 auch noch vielfältiger denn je. Was eine IoT Application Platform leisten sollte, lässt sich mit drei Schlüsselelementen darstellen.

Skalierbarkeit

Das Internet of Things wächst stetig. Während immer mehr Geräte miteinander vernetzt werden, steigt die Menge der Anwendungen und verarbeiteten Daten exponentiell. Dieses erhebliche Wachstum ist der Grund, weshalb Skalierbarkeit eines der integralen Elemente einer jeden wettbewerbsfähigen IoT Application Platform ist. Datenbankserver, Speicher und ähnliche Komponenten sollten auch kurzfristig steigende Datenmengen verarbeiten können, etwa wenn zu bestimmten Jahreszeiten wie im Weihnachtsgeschäft die produzierten Stückzahlen steigen.

Eine weitere Schwierigkeit ist die Multidimensionalität dessen, was skaliert wird – sprich unterschiedliche Devices, Applikationen, Protokolle und Datentypen –,  hinreichend zu erfassen, um diese anschließend zu integrieren. Während sich einzelne Anbieter meist auf ganz spezifische Aspekte des IoT spezialisieren und hinsichtlich dessen Skalierbarkeit bieten, liegt die tatsächliche Herausforderung darin, all diese unterschiedlichen Faktoren einzubeziehen.

Effizienz und Automatisierung

So wichtig Skalierbarkeit für eine IoT-Plattform auch ist, sie darf nicht zum Selbstzweck werden. Sowohl Effizienz als auch Automatisierung über alle Anwendungsebenen einer Plattform sicherzustellen, ist der nächste Schritt. Das bedeutet, die Speicher- und Verarbeitungskapazitäten durch Multi-Mandanten-Architekturen optimal zu nutzen, Prozesse zu automatisieren, um Vorgänge einer solchen Größenordnung und Geschwindigkeit verwalten zu können, sowie sichere und belastbare Verbindungen zwischen Device Connectoren und Device Managern, Analyse-Tools, Storage sowie der Visualisierung der Daten zu bieten.

Erweiterbar bleiben, mit offenen Schnittstellen

Schon früh in der eigenen Entwicklung der Cumulocity IoT Platform zeigte sich, wie wichtig die Einbindung von Partnern für Unternehmen ist. Eine Plattform kann skalierbar, effizient und automatisiert sein – um die Chancen, die das IoT bietet, wirklich nutzen zu können, muss sie darüber hinaus hochgradig erweiterbar sein. Mit anderen Worten: IoT-Plattformen sollten Unternehmen und Dienstleistern die Möglichkeit bieten, andere IoT-Anwendungen, die von Partnern in ihren Ökosystemen über Application Programming Interfaces (APIs) bereitgestellt werden, schnell zu integrieren und vollständig zu nutzen. Die Entwicklung dieser technischen Fähigkeiten nahm bei Cumulocity trotz hinreichender Expertise in den Bereichen Cloud Infrastructure und Data Management geraume Zeit ein, ist jedoch von nicht zu unterschätzender Bedeutung.

Skalierbarkeit, Effizienz und Automatisierungsgrad sowie offene Schnittstellen sind Schlüsselkriterien bei der Wahl der passenden IoT Plattform für jedwedes Einsatzszenarium. Darüber hinaus lassen sich immer Fragen nach dem Reifegrad der Plattform stellen: Wie lange gibt es die Plattform schon? Hat sie sich in verschiedenen Use Cases der Branche bewährt? Hier sollten Unternehmen zum Beispiel Kundenreferenzen prüfen. Sie geben nicht nur Einblicke in die Rolle einer IoT-Plattform, sondern können auch verschiedenste neue IoT-Geschäftsmodelle inspirieren.

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