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Cybersicherheit

Was bedeutet "5G-Ready"?

| Autor/ Redakteur: Peter Margaris / Jürgen Schreier

Immer wieder hört man von Produkten, die "5G-ready" sind. Aber was bedeutet das? Service Provider werden zweifellos 5G-Geräte benötigen, die in Bezug auf Kapazität und Durchsatz skalierbar sind. Doch sind damit die Netze wirklich 5G-fähig? Was ist mit der Sicherheit?

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Mobilfunknetze werden nur dann 5G-fähig sein, wenn die notwendigen Sicherheitsfunktionen planmäßig in diese Netze integriert werden.
Mobilfunknetze werden nur dann 5G-fähig sein, wenn die notwendigen Sicherheitsfunktionen planmäßig in diese Netze integriert werden.
(Bild: Pixabay / CC0)

Ende Februar auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona können wir sicherlich mit Demos von 5G-Kernnetzen, Network Slicing, New Radios (5G-NR) und anderen 5G-fähigen Netzwerkkomponenten rechnen. Aber was ist mit der Sicherheit? Mobilfunknetze werden nur dann 5G-fähig sein, wenn die notwendigen Sicherheitsfunktionen planmäßig in diese Netze integriert werden.

Tom Wheeler, ehemaliger Vorsitzender der Federal Communications Commission, weist in einem kürzlich in der "New York Times" veröffentlichten Bericht zutreffend darauf hin: "Bei der Einführung der 5G-Technologie geht es nicht nur um den Aufbau eines Netzwerks, sondern auch darum, ob dieses Netzwerk sicher genug für die versprochenen Innovationen ist." Wheeler fährt fort: "Die schlichte Tatsache ist, dass unsere drahtlosen Netzwerke nicht so sicher sind, wie sie es sein könnten. Denn sie wurden nicht dafür konzipiert, der Art von Cyberangriffen standzuhalten, die heute üblich ist. Dies ist nicht die Schuld der Unternehmen, die die Netzwerke aufgebaut haben, sondern ein Spiegelbild dessen, dass Cyberangriffe kein Thema von Bedeutung waren, als vor Jahren die Standards für die aktuelle 4G-Technologie festgelegt wurden.

5G: Ein neuer Sicherheitsansatz ist gefragt

Mit 5G ändert sich alles. Kritische Anwendungen wie die Fernwartung, die Fernüberwachung und -steuerung unserer Stromnetze oder selbstfahrende Autos werden auf 5G-Technologien basieren. Die Netzwerke werden stärker verteilt, und viele kritische Anwendungen werden am Rande von 5G-Netzwerken und über Edge Clouds gehostet. Chancen für Hacker ergeben sich, wenn sie ungehindert agieren können, denn sie werden automatische Mechanismen nutzen, um mehrstufige Angriffe zu starten und die am wenigsten sicheren Teile der 5G-Netze zu detektieren, die sie für das Eindringen nutzen können. Damit Mobilfunknetze wirklich 5G-fähig sind, ist ein neuer Ansatz für die Sicherheit erforderlich.

Um ein Netzwerk wirklich 5G-fähig fähig zu machen, brauchen Mobilfunkbetreiber eine robuste und umfassende End-to-End-Sicherheitsstrategie.
Um ein Netzwerk wirklich 5G-fähig fähig zu machen, brauchen Mobilfunkbetreiber eine robuste und umfassende End-to-End-Sicherheitsstrategie.
(Bild: Palo Alto Networks)

Auch wenn Standards und Netzwerkarchitekturen noch in der Entwicklung sind, haben Mobilfunkbetreiber keineswegs nur die Möglichkeit, die richtigen Sicherheitsfunktionen in zu integrieren. Sie haben haben ganz einfach keine andere Wahl, als dies zu tun.

Um wirklich 5G-fähig zu sein, brauchen Mobilfunkbetreiber eine robuste und umfassende End-to-End-Sicherheitsstrategie

  • mit vollständiger Transparenz, Inspektion und Kontrolle, die auf allen Ebenen des Netzwerks angewendet werden - auf Anwendungs-, Signalisierungs- und Datenebenen.
  • Cloud-basierte Bedrohungsanalysen, basierend auf Machine Learning (ML) , die über die verschiedenen Standorte und Umgebungen des Mobilfunknetzes hinweg genutzt werden sowie
  • eine Cloud-fähige Plattform, die eine konsistente Sicherheitsüberwachung über alle Netzwerkstandorte hinweg gewährleistet.

Mit diesen notwendigen Sicherheitsfunktionen werden Mobilfunknetze dann wirklich erst "5G-ready". Mit einer datengesteuerten Bedrohungsabwehr, die kontextuelle Sicherheitsergebnisse liefert werden Mobilfunkbetreiber in der Lage sein, Prozesse zu automatisieren, um infizierte Geräte proaktiv zu identifizieren und Angriffe durch Geräte zu verhindern. Sie werden in der Lage sein, fortschrittliche mehrstufige Angriffe zu erkennen, die darauf abzielen, verschiedene Signalisierungs- und Steuerungsebenen in den 5G-Netzen zu nutzen. Und sie werden in der Lage sein, fortgeschrittene Bedrohungen automatisch zu identifizieren, diese mit bestimmten Geräten/Benutzern zu korrelieren und infizierte Geräte aus ihren Netzwerken zu isolieren oder zu entfernen. Damit werden sie sich auch als "secure business enablers" im Wettbewerb differenzieren können.

Nur Vertrauen in die Sicherheit schafft Akzeptanz

Diese 5G-Netzwerke sollen das Rückgrat von digitalen Diensten werden, die das Leben für die kommenden Generationen in positiver Weise verändern werden. Ob es sich nun um autonome Fahrzeuge, Tele-Chirurgie, smarte Versorgungseinrichtungen oder die andere technologischer Innovationen handelt, die es uns ermöglichen werden, von 5G zu profitieren, gilt die Aussage von Tokm Wheeler: "Innovatoren, Investoren und Nutzer brauchen Vertrauen in die Cybersicherheit des Netzwerks, um ihre Ziele zu erreichen."

Peter Margaris ist Head of Service Provider Marketing bei Palo Alto Networks. Bei dem Artikel handelt es sich um einen Blogbeitrag.

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