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Wartungsservice zu Zeiten des Internets der Dinge

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Ziel war es nun, das bestehende Heidelberg-Serviceportfolio um sogenannte Smart Services (Dienstleistungen basierend auf IoT und Big Data) zu erweitern. Schließlich kann Heidelberg dank der Konnektivität und des Transfers von Maschinendaten, die durch die umfangreiche Sensorik der Maschinen generiert werden, noch einen Schritt weitergehen: Im Rahmen des Serviceprodukts Predictive Monitoring, des Remote-Monitoring-Nachfolgers, lassen sich im Datenanalysesystem von Heidelberg Hinweise auf Störungen und Unregelmäßigkeiten erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen. Eine speziell für diese Art der Datenübertragung ausgerüstete Maschine transferiert beispielsweise über 1000-mal mehr Daten, als es zum Start der Plattform 2004 der Fall war. Ein weiteres Beispiel ist Performance Plus – ein Beratungsangebot zur Steigerung der Produktivität. Beide neuen Serviceprodukte besitzen mittlerweile Serienstatus. Mit den Smart Services verfolgt Heidelberg das Ziel, die Verfügbarkeit von Druckmaschinen weiter zu erhöhen und die Produktivität der gesamten Produktion einer Druckerei zu steigern.

Fazit: Laufende Weiterentwicklung eigener Kompetenzen sichert Erfolg

Die Entwicklung des Servicebereichs von Heidelberg zeigt, dass kontinuierliche technische Innovation das Spektrum an Möglichkeiten laufend erweitert und Unternehmen mitwachsen können. Meistens sind es nicht der „Big Bang“ und die Einführung eines kompletten umfassenden Angebotsportfolios, die ein erweitertes oder gar neues Geschäftsmodell zum Erfolg machen. Es sind die kleinen Schritte und die laufende Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen auf Basis der Erfahrungen aus vielen einzelnen Projekten. Fakt ist jedoch, dass ein Großteil der Unternehmen, die IoT-Projekte starten, diese Entwicklung im Servicebereich sieht, da dieser ein elementarer Bestandteil der meisten Geschäftsmodelle ist.

Ausblick: Visuelle Schritt-für-Schritt-Anleitung dank Augmented Reality

Der nächste Trend steht zudem in der Tür: die erweiterte Realität (Augmented Reality, AR). Auch hierfür wird der Servicebereich zur Killerapplikation, wie bereits erste Praxisbeispiele der Unternehmen KTM, Sysmex oder Schneider Electric zeigen. Produkte, Maschinen und Anlagen werden zunehmend komplexer, die Serviceteams gleichzeitig älter – und die nehmen ihr wichtiges Erfahrungswissen oft in den Ruhestand mit. Die daraus resultierende Herausforderung, das Know-how für den Außendienst zur Verfügung zu stellen, besitzt für die Serviceorganisationen höchste Priorität. Hier kann AR einen wertvollen Beitrag leisten: Die visuelle Bereitstellung von Anweisungen – Schritt für Schritt eingeblendet auf das Produkt – löst sperrige Handbücher und Wartungslisten sowie zeit- und kostenintensive Trainings des Servicemitarbeiters am Produkt ab. Das sorgt für sofortigen Nutzen und für sichtbare wirtschaftliche Mehrwerte. AR-Plattformen wie Vuforia von PTC werden es Unternehmen darüber hinaus einfach machen, davon zu profitieren, indem sie ohne Codieren auskommen und auf Daten aus bestehenden Systemen wie 3D-CAD, PLM, ERP oder CRM aufsetzen.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal MM MaschinenMarkt erschienen.

* Stephan Ellenrieder ist Senior Vice President Zentral- und Osteuropa sowie Geschäftsführer von PTC Deutschland in 85716 Unterschleißheim, Tel. (0 70 56) 6 30 94 07, jfink@ptc.com

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