Digitalisierung

Volkswagen platziert IT-Entwicklung in Dresden

| Redakteur: Christian Otto

In der Gläsernen Manufaktur in Dresden fertigt Volkswagen nicht nur Fahrzeuge. Ein neues IT-Entwicklungszentrum soll von dort die konzerneigene Industrie-Cloud weiterentwickeln.
In der Gläsernen Manufaktur in Dresden fertigt Volkswagen nicht nur Fahrzeuge. Ein neues IT-Entwicklungszentrum soll von dort die konzerneigene Industrie-Cloud weiterentwickeln. (Bild: Volkswagen AG)

Volkswagen fertigt in der Gläsernen Manufaktur nicht nur Fahrzeuge, sondern baut den Dresdner Standort zum IT-Entwicklungszentrum aus. Dort entstehen künftig IT-Systeme für das Produktionsumfeld des Konzerns.

Volkswagen hat in seiner Gläsernen Manufaktur Dresden ein neues IT-Entwicklungszentrum eröffnet. Im „Software Development Center Production“ (SDC Production) sollen perspektivisch bis zu 80 neu eingestellte IT-Spezialisten an der „Volkswagen Industrial Cloud“ arbeiten. Mit dieser will der OEM künftig alle 122 konzernweiten Fertigungsstätten von Volkswagen vernetzen. Damit folgt man dem Ziel, alle Daten zusammenzuführen und so die Produktion und Logistik durchgängig zu digitalisieren.

Die Eröffnung des SDC ist laut Volkswagen ein weiterer Schritt, die Gläserne Manufaktur zu einem Hightech-Standort weiterzuentwickeln. Unter anderem wird vor Ort schon eine sichtbare Anwendung zur optischen Qualitätskontrolle in der Montage vorgehalten. Dafür wird unter anderem Künstliche Intelligenz eingesetzt, die das menschliche Sehen adäquat nachbildet. Das SDC hat die Software für die optische Qualitätskontrolle des automatisierten Primer-Auftrages der Tür-Dreiecksscheibe entwickelt – die Roboter-Anwendung kommt vom Dresdner Start-up Wandelbots.

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Daten aus allen Fabriken zusammengeführt

Hauptaufgabe des SDC wird es sein, die Industrial Cloud des Konzerns weiterzuentwickeln. Dort werden Daten aus allen Fabriken zusammengeführt. So sollen sich zum Beispiel der Materialfluss effizienter organisieren sowie Lieferengpässe und Prozessstörungen frühzeitig erkennen lassen. Die Cloud ermöglicht laut Volkswagen eine smarte Steuerung in Echtzeit – zeitgleich in Wolfsburg und Schanghai, Dresden und Uitenhage (Südafrika). So werden beispielsweise alle Beteiligten informiert, wenn ein Lkw im Stau steht, ein Bauteil fehlerhaft ist oder eine Maschine ausfällt.

Partner für den Aufbau der Industrial Cloud ist Amazon Web Services. Gemeinsam werde man die Technologien aus den Bereichen Internet der Dinge, maschinelles Lernen und Computing Services speziell für das automobile Produktionsumfeld entwickeln. Mit Siemens hat Volkswagen nach eigenen Angaben zudem den ersten großen Integrationspartner gewonnen. Siemens bringe sein Know-how in der Automatisierung, der Vernetzung von Maschinen und Anlagen sowie der industriellen IoT-Welt mit in die Zusammenarbeit ein.

Mehr als ein Drittel der mittelfristig angestrebten 220 Spezialisten für die Industrial Cloud werden in Dresden arbeiten. Der Standort ist aufgrund der industrienahen Softwareindustrie, der TU Dresden und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden äußerst attraktiv. Neben Dresden unterstützen Volkswagen Experten in München und Wolfsburg die Entwicklungsarbeit. In Berlin planen die beteiligten Unternehmen zudem ein gemeinsames Industrial Cloud Innovation Center.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Automobil Industrie erschienen.

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