Technik-Messe CES

Virtual Reality und Smart Home wollen groß auftrumpfen

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Sony, Samsung, LG - die großen Anbieter der Unterhaltungselektronik werden auch in diesem Jahr einen Großteil der Messefläche in Anspruch nehmen. Und auch heuer wird „4K“ bzw. „UHD“ wieder eine Rolle spielen.

Alle neu vorgestellten TV-Geräte werden mit der hohen UHD-Auflösung ausgestattet sein — 1.080p alias Full HD hat damit endgültig ausgedient. Passend dazu wird auf der CES auch die 4K-Blu-Ray offiziell Premiere feiern. Samsung und Panasonic werden ihre bereits bekannten 4K-Blu-Ray-Player dabei haben, andere Hersteller dürften folgen.

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Auch die ersten Filmstudios, allen voran Sony, werden erste 4K-Blu-Rays vorstellen. Verfügbar dürften Geräte und Medien hierzulande im Frühjahr werden.

Das größte Schlagwort bei den TV-Herstellern ist in diesem Jahr aber „HDR“ (High Dynamic Range), wobei zunächst die Premium-UHD-Geräte mit der neuen Technik ausgestattet werden. Der Sprung von 1.080p zu UHD macht sich durchaus bemerkbar, allerdings kann die höhere Pixelanzahl auch nur die Detailschärfe der Geräte erhöhen.

HDR holt dagegen aus den einzelnen Pixeln tatsächlich mehr raus. Der erhöhte Kontrast- und Farbumfang sorgt dafür, dass helle Inhalte viel heller dargestellt werden, dunkle oder schwarze Flächen aber ebenfalls satt wirken. Der Unterschied in der Praxis ist enorm.

Allerdings: Noch ist HDR teuer und auch die Medien müssen die Technik unterstützen. Theoretisch kann die 4K-Blu-Ray das leisten — wenn sie denn verfügbar ist. Bislang gibt es nur wenige HDR-Demoinhalte, aber immerhin bietet die Streamingplattform M-Go schon einige Filme mit HDR an (z.B. The Martian, X-Men).

Daneben setzen auch nicht alle Hersteller auf den selben HDR-Standard (z.B. Dolby Vision) und die Umsetzung in den TV-Geräten ist nicht immer gleich beeindruckend. So kann bei Samsung derzeit etwa nur der sehr teure UNJS9500 die HDR-Inhalte wirklich beeindruckend darstellen. Man darf deshalb gespannt sein, was die Hersteller Neues zu HDR auf der CES zu zeigen haben.

Ein neues Konzept zur intelligenten Navigation plant dagegen Toyota mit dem Map Generation System. Dazu erfassen Serienfahrzeuge per GPS und Bordkamera laufend Bilder der Umgebung, die anschließend in der Cloud aufbereitet und allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt werden.

Wenn genügend Fahrzeuge mit der Technik ausgestattet sind, soll so eine Navigation mit verzögerungsfreier Aktualisierung möglich sein. So können Staus oder Unfälle in Echtzeit erfasst und umfahren werden. Toyota möchte das System ab 2020 zunächst auf Autobahnen und Landstraßen, später auch im Stadtverkehr einsetzen.

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