Technik-Messe CES

Virtual Reality und Smart Home wollen groß auftrumpfen

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Auch die Automotive-Branche wird auf der CES einige Neuheiten vorstellen. Allen voran dürften die Augen vor allem auf Faraday Future gerichtet sein: Der geheimnisvolle Tesla-Konkurrent möchte sein Elektroauto der Weltöffentlichkeit zeigen.

Viel ist noch nicht bekannt und Mitgründer Nick Sampson hält sich auch bedeckt, wer die Geldgeber hinter dem E-Car sind. Faraday möchte immerhin eine Milliarde US-Dollar in ein neues Werk investieren. Die Spekulationen gehen soweit, dass sogar Apple als der Finanzier im Hintergrund gehandelt wird.

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Faraday soll ein hochvernetztes Auto werden, das möglicherweise auch als Carsharing-Konzept auf den Markt kommt. Der Hersteller stellte ein zehnsekündiges Teaser-Video online, das allerdings nur Details und kurze Aufnahmen des Fahrzeugs zeigt. (https://www.facebook.com/faradayfuture/videos/990587444341215/?permPage=1)

Besondere Aufmerksamkeit dürfte auch Volkswagen zuteil werden: Herbert Diess, Vorsitzender des Markenvorstands von Volkswagen-PKW wird in einer Keynote eine neue E-Auto-Studie aus Wolfsburg präsentieren. Dabei soll es sich um einen elektrisch betriebenen VW-Bus handeln, der vermutlich „Budd-e“ heißen wird und ab 2018 lautlos auf den Straßen rollen soll. Ersten Informationen zufolge, soll der Wagen eine Reichweite von über 500 Kilometer besitzen.

Auch Chevrolet baut sein E-Car-Programm aus und stellt in Las Vegas die Serienvariante des Bolt EV vor. Der kompakte Familienwagen mit fünf Türen soll weniger als 30.000 US-Dollar kosten und eine Reichweite von 320 Kilometer erreichen.

Eher ungewöhnlich fällt das Konzept des Etos von Rinspeed aus: Das auf dem BMW i8 basierende E-Car soll selbstfahrend sein und besitzt zwei 21,5-Zoll-Monitore, die den Insassen ein umfassendes Infotainment-System bieten. Dazu lässt sich das Lenkrad im Selbstfahr-Modus versenken.

Der Etos hat acht integrierte Kameras, die die Umgebung erfassen und außerdem eine ferngesteuerte Drohne auf dem Heck. Wann der futuristische Sportwagen auf der Straße rollen soll, ist noch unbekannt.

Obwohl alle autonom fahrenden Systeme noch in der Entwicklung stecken, dürften die Konzepte durchaus staunende Blicke ernten. So möchte etwa Kia sein Selbstfahr-Programm erstmals auf der CES vorstellen. In die gleiche Kategorie fällt auch der Autobahnpilot von Bosch, der in fünf Jahren serienreif sein soll.

Die Entwickler haben das System bereits auf über 10.000 Kilometer Autobahnfahrten in Deutschland und den USA getestet. Die dazu verwendeten BMWs und Teslas bewegen sich laut Bosch schon selbständig durch den Verkehr, wo sie autonom beschleunigen, bremsen und überholen.

Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel betont zudem, dass die „Politik gesetzliche Rahmenbedingungen für das autonome Fahren schaffen muss“ — schon jetzt hinken die Vorschriften den technischen Möglichkeiten hinterher.

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