Vernetzung

Vier Argumente für IoT

| Autor / Redakteur: Marco Kuhn / Sebastian Human

Vernetzte Technologien bieten sich unter anderem an, um ein möglichst hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten - auch im Explosionsschutz.
Vernetzte Technologien bieten sich unter anderem an, um ein möglichst hohes Sicherheitsniveau zu gewährleisten - auch im Explosionsschutz. (Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Für Industrieunternehmen ist entscheidend, welche IoT-Lösungen Prozesse wirklich effizienter gestalten. Vier Aspekte der Industrie 4.0 versprechen einen besonderen Kundennutzen.

Die Industrie 4.0 ist digitaler Erfolgstreiber und beschleunigt die Vernetzung von Menschen, Anlagen, Assets und Systemen. Für Industrieunternehmen ist entscheidend, inwieweit sich Geräte und Anlagenkomponenten in die neue digitale Infrastruktur integrieren lassen und welche Lösungen Prozesse wirklich effizienter gestalten können. Vier Eigenschaften der Industrie 4.0 versprechen dabei einen speziellen Nutzen für die Kunden.

1. Dezentralisierung von Prozessen

Industrie 4.0 ist eine Welt voller Sensoren. Die daraus entstehende Datenflut macht es notwendig, sich von zentralen Steuerungen zu verabschieden. Daten müssen direkt und prozessnah verarbeitet werden, um Abläufe umfassend überwachen und steuern zu können. Dies verlangt mitunter geringste Latenzzeiten beziehungsweise Echtzeit-Operationen. Smartphone und Tablet können als dezentrale „Minirechenzentren“ oder digitale Gateways dienen: etwa im Verbund mit Wearables, BLE-Beacons oder anderen smarten Sensoren. So lassen sich die gesammelten Daten in Echtzeit auf ein Smartphone oder Tablet übertragen und dort mit den entsprechenden Applikationen auswerten.

IoT-Basics: Was bedeutet dezentrale Produktion?

Industrie 4.0 in der Praxis

IoT-Basics: Was bedeutet dezentrale Produktion?

06.03.19 - Wurde die Produktion vormals noch zentral von der verantwortlichen Leitung gesteuert, übernimmt diese Funktion zunehmend das Produkt selbst, da es alle relevanten Prozessparameter bereits digital beinhaltet. Was dezentrale Produktion bedeutet und welche Vorteile damit einhergehen können, verrät Ihnen dieser Beitrag. lesen

2. Digitale Assistenzsysteme

Mit professionellen Applikationen, Peripheriegeräten und Services werden Enterprise-Mobility-Lösungen zu digitalen Assistenten. Beispielsweise mit Ex-zertifizierten Videokameras, die das simultane Streamen eines HD- und Infrarotvideos ermöglichen. Verbunden mit Smartphone oder Tablet können Industriearbeiter die Kamera fernbedienen, HD-Videos und Wärmebilder darstellen oder aus sicherer Entfernung Bilder und Videos aufnehmen und live kommentieren. Kritische, überhitzte Bereiche an der Anlage lassen sich so schneller identifizieren und Reparaturmaßnahmen umgehend einleiten.

3. Sichere Vernetzung von Betriebs- und Produktionsmitteln

Viele Industrieunternehmen agieren in einem internationalen Umfeld mit globalen Standorten. Dies hat Konsequenzen in Bezug auf die einzusetzende Infrastruktur inklusive mobiler Geräte. Priorität sollte daher auf Interoperabilität, Kompatibilität und Sicherheit liegen. Mobilgeräte müssen weltweit in allen mobilen Netzen funktionieren und die rechtlichen Voraussetzungen (allgemeintechnische und Explosionsschutzzulassungen) für die Einsatzregionen mitbringen. Enterprise-Mobility-Lösungen machen Daten somit über die gesamte Prozesskette permanent verfügbar – an jedem Ort und zu jeder Zeit.

4. Service-Plattformen und Analytics

Herkömmliche Inbetriebnahme- und Wartungskonzepte nutzen die Menge an digital verfügbaren Informationen häufig nicht ausreichend und verbrauchen dadurch sehr viele Ressourcen.

Enterprise-Mobility-Lösungen machen Industrie-4.0-Daten nutzbar, prozessorientiert und schnell.
Enterprise-Mobility-Lösungen machen Industrie-4.0-Daten nutzbar, prozessorientiert und schnell. (Bild: ecom)

Digitale Services und Plattformen können Projekt- und IT-Verantwortlichen eine ausgefeilte Staging-, Mobile-Device-Management- und Analytics-Lösung bieten. Security-Settings, Applikationen, Wireless-Einstellungen und ein Enterprise- Mobile-Management-System sowie weitere digitale Dienste können etwa vollautomatisiert – ohne fehleranfällige manuelle Prozesse – vordefiniert und eingerichtet werden. Darüber hinaus ermöglichen Funktionen wie Device-Diagnostics und Device-Analytics Administratoren zum Beispiel eine Live-Ansicht der Network Coverage. Sie können kritische Software-Events sowie Software-Installationen durch den Nutzer nachvollziehen. Auch die Analyse historischer Daten ist möglich. So können über eine statistische Häufung von Events Korrelationen und Kausalitäten hergestellt werden – beispielsweise zwischen geografischen Daten, Wifi-Coverage und Software-Fehlern.

Enterprise-Mobility-Lösungen machen Industrie-4.0-Sensordaten nutzbar - prozessorientiert und schnell. Das hilft, die Verfügbarkeit von Geräten, Maschinen und Anlagen zu erhöhen, Fehler frühzeitig zu erkennen und Wartungsintervalle zu verkürzen. Essentiell ist dabei ein System, dass sich aus zentraler Hardware, eng abgestimmten Peripherals und unterstützender Software ganz nach den Anforderungen der Kunden richtet und sich modular auch für zukünftige Herausforderungen konfigurieren lässt.

Business-Ökosysteme und digitale Plattformen als Boost für den Mittelstand

Digitalisierungsstrategie

Business-Ökosysteme und digitale Plattformen als Boost für den Mittelstand

23.04.19 - Eine aktuelle Deloitte-Studie beleuchtet den Nutzen von geschäftlichen Ökosystemen und digitalen Plattformen und betont so die Relevanz von vernetzen Geschäftsprozessen. Rund 53 Prozent des deutschen Mittelstands haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt. Das Glas ist also erst halb voll, oder? lesen

Analyse im Internet der Dinge: Diese Tools sollten Entscheider kennen

IoT-Analytics

Analyse im Internet der Dinge: Diese Tools sollten Entscheider kennen

16.01.19 - Die Analyse von Daten spielt auch im Internet der Dinge eine wichtige Rolle. Nur so lassen sich Informationen von IoT-Geräten optimal auslesen und auswerten. Wir geben einen Überblick zu interessanten Tools in diesem Bereich. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45900400 / Technologie)