Studie Viel Akzeptanz für Power-to-X-Technologien

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

Der Einsatz von Power-to-X-Technologien wird mehrheitlich positiv bewertet, dennoch ist vielen der Begriff noch unbekannt. Das geht aus einer neuen repräsentativen Umfrage des Kopernikus-Projekts P2X hervor.

Mit Power-to-X-Technologien lassen sich erneuerbare Energien in andere Energieformen umwandeln.
Mit Power-to-X-Technologien lassen sich erneuerbare Energien in andere Energieformen umwandeln.
(Bild: Pexels)

Der Begriff Power-To-X beschreibt Technologien, die erneuerbare Energien, CO2 und Wasser in andere Energieformen umwandeln. Dazu gehören beispielsweise Kraft- und Kunststoffe, Wärme, Gase, Chemikalien und Kosmetika. Diese Technologien können fossile Rohstoffe ersetzen und Verkehr und Industrie durch CO2-Einsparungen in Zukunft klimafreundlicher machen. Für den gewünschten Effekt müssen Power-to-X-Produkte bei den Kunden aber auch Anklang finden. Das Kopernikus-Projekt P2X hat deshalb eine Befragung zum Einsatz von Power-To-X-Technologien durchgeführt und in Form einer Studie veröffentlicht.

Die zentralen Ergebnisse der Studie

An der repräsentativen Studien nahmen insgesamt 2257 Personen teil, davon 1123 Personen in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren. 1134 Befragte waren über 25 Jahre alt. Die Mehrheit der Befragten steht dem Einsatz solcher Technologien positiv gegenüber. In der jüngeren der beiden Altersgruppen lag der Anteil der Befürworter bei 62 Prozent, bei den über 25-jährigen waren es 59 Prozent. Insgesamt waren nur 8 Prozent der Beteiligten gänzlich dagegen, Power-to-X-Technologien einzusetzen. Bei den verschiedenen Anwendungsbereichen lagen die Zustimmungsquoten noch etwas höher. Im Verkehrsbereich stimmten zum Beispiel 71 Prozent der 16- bis 25-jährigen und 73 Prozent der über 25-jährigen dem Einsatz zu.

Hoher Aufklärungsbedarf

Die Studie legt allerdings auch offen, dass der Begriff Power-to-X-Technologie noch nicht komplett in der Bevölkerung angekommen ist. So gaben 21 Prozent der Jüngeren und 9 Prozent der über 25-jährigen an, von den Technologien noch nichts gehört zu haben. Damit diese Personen an der Umfrage teilnehmen konnten, wurde Ihnen der Begriff vor Beginn Befragung erklärt.

Umweltbewusstsein stärkt die Akzeptanz

Außerdem zeigten die Befragungsergebnisse weitere Zusammenhänge: Je höher das Umweltbewusstsein der Personen, desto größer war die Akzeptanz für Power-to-X-Technologien. Des Weiteren war die Akzeptanz bei Befragten, die der Meinung waren, dass das Verhältnis von Kosten und Nutzen dieser Technologien ausgeglichen ist, höher, als bei Personen die hierbei ein Ungleichgewicht sahen. Neben der Reduzierung von CO2-Emissionen bieten Power-to-X-Technologien die Möglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür müsse allerdings weiter in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert werden. Als weitere Kosten werden eine zunehmende Importabhängigkeit und Ressourcenkonkurrenz aufgeführt.

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