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Datenanalyse VDI-Richtlinie hilft beim Umgang mit Big Data

| Autor / Redakteur: Katharina Juschkat / Nico Litzel

In modernen Produktionsbetrieben fallen viele Daten an. Wie man mit Big Data umgeht und wie man die Qualität der Daten sicherstellt, das hält jetzt eine neue Richtlinienreihe des VDI fest.

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Big Data lässt sich auf herkömmliche Weise nicht mehr verarbeiten, es braucht digitale Hilfsmittel. Eine neue Richtlinie des VDI hilft dabei.
Big Data lässt sich auf herkömmliche Weise nicht mehr verarbeiten, es braucht digitale Hilfsmittel. Eine neue Richtlinie des VDI hilft dabei.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Große Datenmengen, die sich nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln auswerten lassen – Big Data – fallen in der Industrie vor allem in der Produktion an. Daher hat der VDI eine neue Richtlinienreihe für Big-Data-Anwendungen in der produzierenden Industrie veröffentlicht. Ihr Ziel ist die Harmonisierung der verfügbaren Technologien, um Kooperation und Implementierung zu erleichtern. Jetzt sind die ersten beiden Blätter erschienen

Themen der neuen Richtlinienreihe 3714 sind:

  • Blatt 1: Durchführung von Big-Data-Projekten
  • Blatt 2: Datenqualität
  • Blatt 4: Analyseverfahrensklassen
  • Blatt 5: Modellierungsverfahren
  • Blatt 6: Validierung von Modellen
  • Blatt 7: Online-Anwendung von datengetriebenen Modellen

Damit will die Richtlinie Verantwortlichen und Praktikern in der produzierenden Industrie einen umfassenden Einblick in das Thema geben. Die Richtlinie definiert Big Data als Technologien zur Datenanalyse. Darunter sind Tools zu verstehen, die Daten über Betriebsabläufe erheben, diese Daten analysieren und interpretieren.

Einführung in Big Data

Das Blatt 1 der Richtlinie dreht sich um die Durchführung von Big-Data-Projekten. Es leitet bei der Planung eines Big-Data-Einsatzes an, sowie bei der Auswahl der Methoden und Werkzeuge. Die Richtlinie informiert über die notwendigen Rahmenbedingungen und spezifische Voraussetzungen. Sie weist in die Sondierung der Datenlage und in die Bewertung der Datenqualität ein, sowie in die Bewirtschaftung der erhobenen Daten. Es werden konkrete Hinweise zur Umsetzung und Einführung von Big-Data-Technologien in Projekten gegeben. Das Blatt 1 kann für 87,90 Euro bestellt werden.

Datenqualität bei Big Data

Das Blatt 2 behandelt die Qualität von Daten in Big-Data-Projekten. Je höher die Qualität der gesammelten Daten, desto leichter wird auch die Vorbereitung, Entwicklung, Inbetriebnahme und der Betrieb von Big-Data-Anwendungen. Die Richtlinie stellt die Struktur zur Beschreibung der Datenqualität dar, und nennt die verschiedenen Dimensionen der Datenqualität.

Diese Dimensionen sind beispielsweise:

  • die Zugänglichkeit
  • die Verfügbarkeit
  • die Bearbeitbarkeit
  • die Fehlerfreiheit
  • der zu erwartende Informationsgehalt

Zu den Qualitätsdimensionen zählen auch die Synchronität, die Objektivität und die Glaubwürdigkeit. Diese und weitere Parameter werden in der Richtlinie vorgestellt. Das Blatt zwei kann für 55,90 Euro bestellt werden.

Im ersten Quartal 2020 sollen weitere Blätter der Richtlinienreihe VDI 3714 erscheinen.

Dieser Artikel stammt von unserem Partnerportal weAutomate.

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