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User Experience Design - Hype oder Zukunftstrend?

| Autor/ Redakteur: Stefanie Tschol / Andrea Gillhuber

Das Design wird auch in der Industrie immer mehr als Differenzierungsmerkmal genutzt. Wie im B2C-Bereich spielt in diesem Zusammenhang das User Experience Design eine wesentliche Rolle.

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( Bild: Dominic Schindler Creations GmbH )

Experience Design ist ein weiter Begriff, jeder interpretiert ihn unterschiedlich. Für die Entwickler von Schindler Creations ist die Sache klar, es geht immer um den User und um die Gestaltung der User Experience von industriell genutzten Produkten. Dieser ganzheitliche Ansatz beinhaltet Disziplinen wie Service Design, Interaction Design und Industrial Design. Schindler Creations unterstützt seine Partner nicht nur mit dem Aufbau von Industrie 4.0, sondern bei der gesamten Unternehmensökologie.

Experience Design in der Industrie– mehr als Aussehen

Bei der Entwicklung von Industriegütern und komplexen Systemen kommt es nicht mehr nur auf die inneren Werte an. Was im Consumer Bereich schon längst gang und gäbe ist, wird auch immer mehr im B2B-Bereich zum Usus: Design als Differenzierungsmerkmal. Die Produkte sollen den inneren Wert des Unternehmens transportieren. Allerdings mussten viele Industrieunternehmen schnell feststellen, dass sich das Design relativ leicht kopieren lässt. Doch Experience Design bezieht sich eben nicht nur auf die äußere Gestaltung einer Maschine oder ihrer Peripherie.

Gerade im Zeitalter der Industrie 4.0 ist es essenziell, die unsichtbaren Abläufe in Fertigung und Vertrieb durch transparente und effiziente Dienstleistungen zu unterstützen und zu visualisieren. Schindler Creations entwickelt für seine Partner Experience Design und denkt dabei in drei Kategorien: Service Design, Interaction Design und Industrial Design. Die Summe aus haptischen, visuellen und handlungsbezogenen Wahrnehmungen führt zu einem Gesamterlebnis.

„Das beste Erlebnis ist das, bei dem man nicht weiß, dass man eines hatte“, so Gründer Dominic Schindler. Heißt also, je weniger der Anwender von den Bemühungen im Vorfeld sowie den Prozessen und Aktivitäten im Hintergrund erahnt, desto besser. Wenn also nicht erkennbar ist, wie viel Arbeit in der Erlebniskette steckt. Aber wie wird das gemacht? Die Lösung ist, bei der Entwicklung Services und Dienstleistungen, die das Produkte umgeben zu gestalten und nicht nur das Produkt an sich.

Smarte Fabriken benötigen smarte Services

Während früher Insellösungen, die unabhängig voneinander funktionierten, Usus waren, spielt heute die Vernetzung und Digitalisierung eine entscheidende Rolle. Die Service Designer von Schindler Creations gestalten Workflows und stellen sicher, dass auch die Dienstleistungen, die ein Produkt umgeben, von Anfang bis Ende durchdacht sind. „Smarte Fabriken benötigen smarte Services“, ist Gründer Dominic Schindler überzeugt und prognostiziert das Entstehen teils völlig neuer Geschäfts- und Dienstleistungsmodelle. Vor allem aber ist der Service Designer Vermittler zwischen den verschiedenen Interessengruppen innerhalb der Servicekette.

„Die Unternehmer haben den Wert des Service für ihr Business im Fokus. Hier findet gerade eine Wahrnehmungsverschiebung vom Service als notwendigem Störfaktor im Produktzyklus hin zu Service als integralem Bestandteil der Unternehmensstrategie statt. Service Design muss als neues strategisches Element nachhaltigen Nutzen generieren und darf daher Investitionen verlangen“, führt Schindler weiter aus. Aus dem Service Design gewonnene Erkenntnisse bilden die Grundlage für eine noch einfacher und intuitiver gestaltete Bedienung von Produkten. Zum Beispiel werden dem Anwender nur noch Funktionselemente angezeigt, die für den jeweiligen Arbeitsschritt sinnvoll sind.

Entwickler steigen in die Schuhe des Users

Oberstes Ziel bei Schindler ist es, die Arbeit und Erfahrung des Users zu verbessern und zu vereinfachen. Eines der wichtigsten Tools dabei ist die „Customer Journey“. Die Entwickler steigen dafür selbst in die Schuhe des Users, um sich ein genaues Bild des Serviceablaufes zu machen und etwaige Schwachstellen und Touchpoints des Prozesses genau analysieren zu können. „Wirklich jeder physische und emotionale Berührungspunkt des Kunden mit den Produkten eines Unternehmens, dem Unternehmen selbst oder seinen Mitarbeitern sollte in die Betrachtung einfließen und innerhalb der Customer Journey abgebildet werden“, unterstreicht Dominic Schindler.Wobei Touchpoints hier vor allem als begrenzter zeitlicher Ablauf wahrgenommen werden.

Bei der Analyse dieser Berührungspunkte zeigen sich erfahrungsgemäß vielfältige Chancen für Innovationen, Verbesserungen und Weiterentwicklungen entlang der Servicekette. Oftmals kristallisieren sich auch neue Geschäftsfelder heraus. Parallel wird die Umsetzbarkeit und Marktfähigkeit geprüft. Denn neben den Serviceerlebnissen für den Kunden spielt natürlich auch der messbare Mehrwert für die Hersteller und Serviceanbieter eine Rolle.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal MaschinenMarkt erschienen.

* Weitere Informationen: Dominic Schindler Creations GmbH in 6923 Lauterach (Österreich) oder Dominic Schindler Creations AG in 8702 Zollikon (Schweiz)

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