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Telerobotik Unterwasser-Drohne als Out-of-the-Box-Lösung

Redakteur: Jürgen Schreier

Kamen die Unterwasser-Drohnen von OpenROV bisher nur beim Militär oder in der Offshore-Industrie zu Einsatz, so adressiert die Out-of-the-Box-Lösung Trident jetzt auch Verbraucher und breitere B2B-Anwenderkreise. Die Drohne basiert auf der Konnektivitätsplattform Connext DDS von RTI.

Hawaii 4.0: Unterwasser-Drohne Trident inspiziert Korallenriffe
Hawaii 4.0: Unterwasser-Drohne Trident inspiziert Korallenriffe
(Bild: OpenROV)

Zumindest in Militärkreisen war OpenROV bisher bekannt als Hersteller leistungsstarker "Tools" für Marine-Aufklärung und -Forschung. Nun hat das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Berkeley die Konnektivitätsplattform RTI Connext DDS von Real-Time Innovations für seine kommerziell verfügbare Unterwasser-Drohne Trident ausgewählt, um breiteren Zielgruppen zu einem attraktiven Preis die Erkundung der Unterwasserwelt zu ermöglichen.

Mehrere Video-Streams laufen ohne manuelle Konfiguration

Das OpenROV-Team wurde auf RTI und den Data Distribution Service (DDS) Standard anlässlich einer erfolgreichen Implementierung der NASA mit Connext DDS aufmerksam. In diesem Fall ging es um die Umsetzung einer soliden Plattform, in der alle komplexen NASA-Systeme zuverlässig und sicher zusammenarbeiten. Ähnliche Herausforderungen galt es bei OpenROV zu lösen, weshalb man sich für die Implementierung von RTI Connext DDS entschied.

Trident-Unterwasser-Drohne von OpenROV mit RTI Connext DDS
Trident-Unterwasser-Drohne von OpenROV mit RTI Connext DDS
(Bild: OpenROV)

Jede Trident-Drohne von OpenROV ist mit einer eingebauten Kamera ausgestattet, die mehrere Video-Streams erzeugt, per Tethering sendet und über WLAN an ein Nutzergerät überträgt. Die Software der Drohne hat die Aufgabe, ein Gleichgewicht zu schaffen zwischen dem Bereitstellen latenzarmer, qualitativ hochwertiger Videos und dem Umgang mit den tatsächlichen Bandbreite- und Reliabilitätsbeschränkungen, die das Netzwerk dem System auferlegt.

Mithilfe von Connext DDS ist jetzt sichergestellt, dass alle Videos live übertragen und aufgenommen werden (für den Fall einer Unterbrechung der WLAN-Verbindung), während latenzarme und hochauflösende Videos an Kundengeräte geliefert werden. Mit diesen Geräten wird die Drohne gesteuert. Zudem verbindet Connext DDS alle Systeme automatisch, sodass auch mehrere Streams unmittelbar ohne manuelle Konfiguration laufen können.

Erste Streaming-Implementierung in zwei Tagen abgeschlossen

In nur zwei Tagen hat das OpenROV-Team seine erste Video-Streaming-Implementierung mit Connext DDS erfolgreich abgeschlossen. Die Vorteile des Frameworks lagen klar auf der Hand: Das Ingenieurteam konnte sich von da an auf die Anwendungsdaten und -logik konzentrieren, ohne sich um die Konnektivität und Leistung kümmern zu müssen.

„Das Connext DDS-Framework ermöglicht uns eine schnelle Verbesserung der Interoperabilität zwischen den technischen Aspekten unserer Produkte", schwärmt Charles Cross, Software-Ingenieur bei OpenROV. "Darüber hinaus ermöglicht uns das Framework, nachzuverfolgen, wo und wann Konnektivitätsprobleme auftauchen, sodass wir diese Probleme direkt lösen können."

RTI wird OpenROV bei der Expansion in größere industrielle Märkte wie Shipping, Aquakultur, Umweltüberwachung, Schiffsbau sowie Rettung unterstützen. Connext DDS dient OpenROV weiterhin als verlässliche Stütze, um die Entwicklung ihrer Plattform in breiteren Anwendungsgebieten zu unterstützen.

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