Studie zu Monetarisierung

Umsatzpotenzial von Daten wird kaum genutzt

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

Einer aktuellen Erhebung zufolge schlummert noch viel ungenutztes Monetarisierungspotenzial in firmeninternen Datenbeständen.
Einer aktuellen Erhebung zufolge schlummert noch viel ungenutztes Monetarisierungspotenzial in firmeninternen Datenbeständen. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Laut der Studie „Data Monetization – Use Cases, Implementation and Added Value“ des Business Application Research Centers (BARC) und von Tableau Software nutzen nur 15 Prozent der Unternehmen das finanzielle Potenzial ihrer Daten aus.

Demnach sind nur bei 17 Prozent der befragten Firmen Datenprodukte ein fester Bestandteil der Unternehmensprozesse. Ein Viertel der Studienteilnehmer hält es sogar für absolut undenkbar, dass ihr Unternehmen künftig Daten monetarisiert. 20 Prozent halten letzteres zumindest für denkbar, bei 40 Prozent sind entsprechende Pläne oder Pilotprojekte vorhanden.

„Diese Unternehmen verschaffen sich dadurch einen enormen Wettbewerbsvorteil. Für alle anderen kommt es jetzt darauf an, dass sie die richtigen Schritte unternehmen, um ebenfalls möglichst schnell und umfassend von ihren Daten zu profitieren. Vor allem ist es dabei wichtig, dass auch Mitarbeitern in Fachabteilungen ermöglicht wird, mit Daten zu arbeiten. Nur so kann ein Unternehmen an möglichst vielen Stellen von seinen Daten profitieren und neue Wertschöpfungsquellen erschließen“, erklärt Henrik Jorgensen, Country Manager DACH von Tableau.

Gründe dafür und dagegen

Als Gründe gegen die Monetarisierung von Daten wurden vor allem Risiken rund um Datenqualität (56 Prozent), Datensicherheit und die Integration in bestehende Systeme (37 Prozent), mangelnde Managementunterstützung (34 Prozent) sowie Governance (32 Prozent) genannt. Für etwa die Hälfte der Befragten hat das Thema keine Relevanz oder es fehlt an überzeugenden Geschäftsmodellen dafür. Bei der Datenmonetarisierung sind vor allem große Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistungen, Finanzen und Banken führend. So haben je rund ein Viertel der großen (25 Prozent) und der größeren mittelständischen Firmen (23 Prozent) bereits entsprechende Produkte eingeführt, während dieser Anteil bei mittleren (13 Prozent) und kleinen (9 Prozent) Betrieben deutlich geringer ausfällt.

Formen und Vorteile

Am häufigsten werden Daten in Form von Analyseergebnissen monetarisiert (40 Prozent). Ähnlich weit sind Reporting und Benchmarking (37 Prozent) verbreitet. Danach folgen der Aufbau digitaler Plattformen (22 Prozent), der Ausbau bestehender Produkte (17 Prozent) und die Bereitstellung neuer Dienstleistungen (16 Prozent). Nur 6 Prozent haben bereits neue Geschäftsmodelle auf Datenbasis entwickelt, aber 48 Prozent der Befragten haben dies vor. Als wichtigste Vorteile der Datenmonetarisierung wurden vor allem die Generierung neuer Umsatzquellen (69 Prozent) und Dienstleistungen (66 Prozent) sowie eine bessere Kundenbindung (63 Prozent) genannt.

Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partnerportal BigData-Insider erschienen.

Analyse im Internet der Dinge: Diese Tools sollten Entscheider kennen

IoT-Analytics

Analyse im Internet der Dinge: Diese Tools sollten Entscheider kennen

16.01.19 - Die Analyse von Daten spielt auch im Internet der Dinge eine wichtige Rolle. Nur so lassen sich Informationen von IoT-Geräten optimal auslesen und auswerten. Wir geben einen Überblick zu interessanten Tools in diesem Bereich. lesen

Buchungsoptimierung mittels Big Data

Datenanalysen in Echtzeit

Buchungsoptimierung mittels Big Data

19.01.19 - Da die Aufmerksamkeit für das Potential von Big Data permanent wächst, lohnt sich der Blick auf konkrete Anwendungsgebiete und wie der Einsatz von Big-Data-Lösungen dort den Betriebsablauf verbessert. Das Praxisbeispiel eines Hotelbuchungsportals verdeutlicht, wie man seinen Service mit Hilfe von Big Data maßgeblich optimieren kann. lesen

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45910963 / Technologie)