Strategie Ultimaker soll stärker wachsen als der Markt

Autor Simone Käfer

Mitten im Lockdown wechselte Jürgen von Hollen als CEO zu Ultimaker. Zuvor hatte er keine Berührung mit Additiver Fertigung. Trotzdem hat er große Pläne mit dem 3D-Desktopdrucker-Hersteller.

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Jürgen von Hollen ist der neue CEO von Ultimaker. Er findet die Additive Fertigung zu kompliziert.
Jürgen von Hollen ist der neue CEO von Ultimaker. Er findet die Additive Fertigung zu kompliziert.
(Bild: Ultimaker)

Selbst Monate nach seinem Arbeitsbeginn ist er noch keinem seiner Mitarbeiter physisch begegnet, auch in der Produktion war er noch nicht. Mit der Additiven Fertigung verbindet ihn nichts. Trotzdem hat Jürgen von Hollen, CEO von Ultimaker, das Problem erkannt: „Wir Hersteller der Additiven Fertigung denken von der technischen Sicht her und wollen unsere Maschinen verkaufen. Aber unsere Kunden suchen keinen 3D-Drucker, sondern eine Lösung.“ Die Lösung soll die Ultimaker-Plattform mit ihrem ausgebauten Ökosystem sein. Mehr Partner für eine durchgängige Prozesskette, ist der Plan des CEO. Eine Lösung für eine unendliche Zahl an Kundenproblemen.

Ein Ökosystem für das Ziel stärker zu wachsen als der Markt. Das Wachstum der AM-Industrie (additive manufacturing, Additive Fertigung) liegt – je nach Studie – bei 20 bis 25 Prozent. Von Hollen ist sich sicher, dass er dafür keine neuen Produkte braucht, sondern lediglich den Blickwinkel ändern muss von „Maschinen verkaufen“ zu „flexible Lösungen anbieten“. Er sieht noch sehr viel Potenzial in den Bereichen, in denen Ultimaker bereits stark ist – und bei Kunden aus dem mittelständischen Bereich. Deswegen wird er den Fokus – entgegen dem Trend der Branche – auch nicht auf Endbauteile legen.

Das ganze Interview mit Jürgen von Hollen

Im Interview mit unserem Partnerportal MM Maschinenmarkt verrät der Ultimaker-CEO, wie er KMU von der Additiven Fertigung überzeugen will.

„Die Additive Fertigung ist komplex.“

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