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Disruption

Überleben 4.0

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Der Trend geht zur Plattform

Während die einen sich auf der Weide anderer tummeln, lässt Klöckner die Konkurrenz mitspielen. Rühl ist sich sicher, dass „sich offene Plattformen durchsetzen werden, mit denen sich Marktteilnehmer über Plug-and-play-Schnittstellen verbinden.“ Die Vorteile liegen in schlankeren Wertschöpfungsketten und kleinen Lagerbeständen. „Insbesondere für unsere kleineren Wettbewerber ist eine offene Industrieplattform interessant, weil sie damit die Chance bekommen, ihren Vertrieb auszuweiten, was sie aufgrund mangelnder Ressourcen aus eigener Kraft nicht schaffen können“, erklärt Rühl das Coopetition-Modell. Die Plattform des Distributors ist bereits im Aufbau. Damit hat Klöckner etwas Wichtiges erkannt: Produkte alleine machen die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nicht mehr aus. Mobile Services, das Internet und Dienstleistungen werden künftig selbstverständlich das Angebot ergänzen. Womit der Wettbewerb nicht mehr zwischen den Produkten und Prozessen stattfinden wird, sondern zwischen Geschäftsmodellen.

Das Abogeschäft und der Verleihservice

Ein anderer wichtiger Punkt, der durch die Digitalisierung auf die Industrie verschärft zukommt, wird ein Wandel in Richtung Verleih- und Abogeschäft sein. So neu ist das Modell nicht, aber im Fertigungsumfeld eher ungewöhnlich. Softwareunternehmen wie Autodesk bieten inzwischen Abonnements für ihre Software an, wodurch die Software oder einzelne Funktionen nur für bestimmte Projekte abonniert werden können. Wer gelegentlich eine helfende Hand benötigt, der kann sich bei Robozän Roboter ausleihen. Es muss ja nicht in der Fertigung sein, auch als Servicekraft für Veranstaltungen eignen sie sich.

Was kann man also tun, um nicht überrollt zu werden? Am Anfang steht laut Mücke die Frage, welches Risiko digitale Innovationen für das eigene Geschäft bergen. Man sollte sie und ihre Bedeutung für die Branche im Blick behalten und sie rechtzeitig integrieren. MM

REALITY CHECK 4.0 Scheitert die Digitalisierung im Mittelstand? Für alle, die sich mit Industrie 4.0 beschäftigen und in den typischen Konferenzen zum Thema keinen neuen Mehrwert sehen. Mehr unter: www.reality-check40.de

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal MM MaschinenMarkt erschienen.

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