Industrie 4.0

Überblick statt Lupenschau – Industrie 4.0 fordert informierte Mitarbeiter

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Für aussagekräftige Ergebnisse sollten Prozesse und Abläufe ausgewählt werden, die repräsentativ sind in Hinsicht auf die erforderlichen Zeiten, die verwendeten Betriebs- und Hilfsmittel sowie die Qualifikation der Beteiligten. Auch Liege- und Wartezeiten müssen betrachtet werden. Im Arbeitsablauf wird erfasst, wer was wo (Abteilung, Prozess, Arbeitsplatz ...) in welcher zeitlichen Abfolge mit welchen (Betriebs-)Mitteln zur Erfüllung von Kundenaufträgen beisteuert. Hilfreich kann dabei eine Tabelle sein.

Im weiteren Fokus steht dann jedoch die Kommunikation, um Mitarbeiter zu Mitwissern und Beteiligten zu machen. Ein wichtiger Nebeneffekt liegt darin, dass deren Arbeitsmotivation dadurch in der Regel steigt.

Wer sagt was wie zu wem? Es kommt bei diesem Kommunikationsprozess darauf an, die Leute regelmäßig und gezielt mit Details zu vorsorgen, statt sie wahllos mit Inhalten zu überkübeln. Nur so können gute Arbeitsergebnisse sichergestellt werden.

Empfänger-Auswahl: Welcher Mitarbeiter benötigt wann welche Information? Was sind Dinge, die die Abteilung oder das Team wissen muss? Welche Informationen müssen an die gesamte Belegschaft übermittelt werden?

Informationsaufbereitung: Sind die Empfänger Laien oder Experten? Beispiel: Die Chef-Buchhalterin muss sich nicht unbedingt im Detail mit Produktionsabläufen auskennen. In welchem Sprachstil und mit welchen Ergänzungen (zum Beispiel Visualisierungen) sollen die Inhalte angepasst an die jeweiligen Empfängerkreise aufbereitet werden?

Übermittlungskanal: Welche Inhalte sollen im persönlichen Gespräch oder während eines Meetings übermittelt werden? Für welche Art von Informationen eigenen sich E-Mails, Nachrichten im Intranet, Memos oder Berichte? Was gehört an Aushänge oder soll zum Beispiel durch eine Videobotschaft auf dem Flur oder anderen Räumlichkeiten kommuniziert werden? Für welche Inhalte ist die Betriebszeitung das richtige Medium? Wer sollte jeweils der Kommunikator sein?

Gunnar Grimm ist Vorsitzender und Ausbildungsleiter des REFA Bezirksverbandes Hamburg.
Gunnar Grimm ist Vorsitzender und Ausbildungsleiter des REFA Bezirksverbandes Hamburg.
(Bild: REFA Bezirksverband Hamburg)

Hans-Walter Zimmermann ist zweiter Vorsitzender und Vertriebsbeauftragter des REFA Bezirksverbandes Hamburg.
Hans-Walter Zimmermann ist zweiter Vorsitzender und Vertriebsbeauftragter des REFA Bezirksverbandes Hamburg.
(Bild: REFA Bezirksverbande Hamburg)

Über Gunnar Grimm

Der Vorsitzende und Ausbildungsleiter des REFA Bezirksverbandes Hamburg ist REFA-Lehrer. Hauptberuflich engagiert er sich als Projektleiter im Bereich Arbeitsstudien & Prämiensysteme für die Hermes Fulfilment GmbH. Dort führt er unter anderem Zeitstudien und Ablaufanalysen durch. Auf Basis der Ergebnisse entwickelt er Optimierungsmaßnahmen. Außerdem bringt er seine Innovationskraft in ein Mitwirken beim Betrieblichem Vorschlagswesen ein.

Über Hans-Walter Zimmermann
Er ist zweiter Vorsitzender und Vertriebsbeauftragter des REFA Bezirksverbandes Hamburg. In diese verantwortungsvollen Aufgaben bringt er langjährige Erfahrung in den Bereichen der Planung und Steuerung ein. Darüber hinaus kümmert sich der „Zahlenfuchs“ um Angebotskalkulationen und Preisgestaltung. Als Projektleiter ist er für Sonderaufgaben zuständig und konzernübergreifend im In- und Ausland tätig.

Dieser Beitrag ist auf unserem Partnerportal BigData-Insider erschienen.

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