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Human Agent Interaction

Über fürsorgliche Wohnungen und Flobi, den Avatar

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Wie kann eine intelligente Wohnung gleichzeitig mehrere Aufgaben verrichten und mehreren Personen assistieren, ohne dass die jeweils anderen Aufgaben und Personen gestört werden? Um eine solche „multizentrische Interaktion“ geht es in einem weiteren Workshop am 17. Oktober. Privatdozent Dr. Sven Wachsmuth, Leiter des CITEC-Zentrallabors, führt in das Thema ein. Dr. Patrick Holthaus von der University of Hertfordshire (UK), der noch vor wenigen Monaten am CITEC geforscht hat, stellt das "Kognitive Robotik-Service-Apartment" im CITEC-Gebäude vor. Die „fürsorgliche Wohnung“ unterstützt ihre Gäste und kommuniziert dafür mit dem Serviceroboter des Apartments.

Wie Roboter Vokabeln lernen

Mit künstlichen Agenten, die nicht nur mehrsprachig mit mündlicher Sprache, sondern auch mit Mimik und Gestik agieren, befasst sich Prof. Dr. Alexander Waibel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In seinem Keynote-Vortrag am 19. Oktober wird er darstellen, wie sich Avatare - also künstliche Charaktere - als persönliche Assistenten und als Vermittler für die Kommunikation mit anderen Menschen eignen.

Absatz von Servicerobotern boomt

Der Umsatz mit Servicerobotern für professionelle Anwendungen wird bis Ende 2017 um 12 Prozent auf einen neuen Rekordumsatz von 5,2 Milliarden US-Dollar steigen. Auch die weitere Prognose ist positiv: Im Zeitraum 2018 bis 2020 ist ein durchschnittliches Wachstum von 20 bis 25 Prozent zu erwarten. Das sind Ergebnisse aus dem World-Robotics-Report 2017 (Service Robots) der International Federation of Robotics (IFR).

"Bei der Umsatzprognose 2018 bis 2020 erwarten wir für das Professional-Service-Segment ein kumuliertes Volumen von rund 27 Milliarden US-Dollar", sagt Gudrun Litzenberger, Generalsekretärin der IFR. "Roboter für Medizin, Logistik und Field-Services sind dabei die wichtigsten Wachstumstreiber." Ebenfalls rasant entwickelt sich der Markt für Personal-Service-Roboter, die den Menschen im Alltag unterstützen. Der Umsatz mit solchen Robotern dürfte einen geschätzten Wert von rund 11 Milliarden US-Dollar (2018 bis 2020) erreichen.

Das wachsende Interesse an der Servicerobotik ist nach Einschätzung von Martin Hägele von der IFR Service Robot Group "teilweise auf die Vielfalt und Anzahl von Start-ups zurückzuführen, die derzeit 29 Prozent aller Roboterunternehmen ausmachen. Darüber hinaus investieren etablierte große Unternehmen zunehmend in die Robotik, häufig über die Akquisition von Start-ups."

Roboter für den persönlichen Gebrauch fokussieren sich aktuell auf Bodenreinigungsroboter, Robo-Mäher und Edutainment-Roboter. Zukünftige Produktvisionen zielen auf Haushaltsroboter mit höherem Entwicklungsstand, verbesserter Leistungsfähigkeit und größerem Nutzwert. Dazu gehören beispielsweise Assistenzroboter zur Unterstützung älterer Menschen.

Sollen Roboter mit dem Menschen interagieren, so müssen ihnen gewöhnlich müssen Roboter die zu ihrer Umgebung passenden „Vokabeln“ eingegeben werden. Prof. Takayuki Nagai PhD von der University of Electro-Communications in Tokyo hat einen Weg gefunden, mit dem der Roboter sich eigenständig Wörter aneignen kann, die für seine Umgebung wichtig sind. Dafür werten die Roboter ihre rohen Sensordaten aus – zum Beispiel Hör- und Tastdaten – und berücksichtigen, was Menschen in den jeweiligen Situationen sagen. In seinem Keynote-Vortrag am 20. Oktober spricht Nagai über diese Forschung.

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