3D-Druck-Anwendung Tragstrukturbauteile für Teleskopspiegel

Rosswag hat für zwei Teleskope der CPI Vertex Antennenrechnik Tragstrukturbauteile aus einer Eisen-Nickel-Legierung mittels Laserschmelzen additiv gefertigt.

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Die hohe Variantenvielfalt der Tragstrukturbauteile bei geringer Stückzahl machte das LPBF-Verfahren wirtschaftlich und wettbewerbsfähig im Vergleich zu Schweißen oder Zerspanen.
Die hohe Variantenvielfalt der Tragstrukturbauteile bei geringer Stückzahl machte das LPBF-Verfahren wirtschaftlich und wettbewerbsfähig im Vergleich zu Schweißen oder Zerspanen.
(Bild: Rosswag)

Rosswag Engineering ist Anbieter von speziellen Metallpulvern und hat sich auf die additive Fertigung durch Selektives Laserschmelzen (SLM/LPBF) in einer ganzheitlichen und firmeninternen Prozesskette spezialisiert. Diese umfasst die Bauteilentwicklung, die Simulation, die Metallpulverqualifizierung, den Laserschmelzprozess, die Wärmebehandlung, eine CNC-Nachbearbeitung und die Werkstoffanalyse des gefertigten Bauteils.

Rosswag wählte die Eisen-Nickel-Legierung Invar 36. Sie hat eine geringe thermische Ausdehnung.
Rosswag wählte die Eisen-Nickel-Legierung Invar 36. Sie hat eine geringe thermische Ausdehnung.
(Bild: Rosswag)

Wie Rosswag mitteilt, wurden jetzt für zwei Teleskospiegel, deren Durchmesser sechs Meter beträgt, Tragstrukturbauteile gedruckt. Ihre hohe Variantenvielfalt bei geringer Stückzahl machte das LPBF-Verfahren wirtschaftlich und wettbewerbsfähig im Vergleich zu Schweißen oder Zerspanen. Die Spiegel unterliegen Temperaturschwankungen und dürfen nur minimal von der perfekten Geometrie abweichen. Nach eigenen Angaben wählte Rosswag deshalb die Eisen-Nickel-Legierung Invar 36. Mit seiner geringen thermischen Ausdehnung soll sich dieses Material hervorragend für anspruchsvolle Messinstrumente wie diese empfindlichen und hochpräzisen Teleskopsysteme eignen. Mit der ganzheitlichen Prozesskette war es möglich, alle Produktionsschritte inklusive Qualitätskontrolle im eigenen Haus durchzuführen.

Den Kosmos im Millimeter- und Submillimeterbereich beobachten

Auftraggeber für die Tragstrukturbauteile der Teleskospiegel war die CPI Vertex Antennenrechnik GmbH. Die Teleskope selbst dienen zur Beobachtung im Millimeter- und Submillimeterbereich: Das Fred Young Submillimeter Teleskop (FYST) untersucht das dynamische interstellare Medium in der Milchstraße, den Magellanschen Wolken und anderen nahen Galaxien. Das Simons Observatory Large Aperture Telescope (SOLAT) ist ein gekreuztes optisches Dragone-Teleskop zur Erforschung der kosmischen Hintergrundstrahlung mit hoher Auflösung.

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