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Social Distancing Tracing-System zur Abstandsüberwachung und Kontaktverfolgung

| Redakteur: Vivien Deffner

Social Distancing ist zur Eindämmung des Corona-Virus wichtig, lässt sich aber nicht immer zuverlässig umsetzen. Dem soll nun eine neue Social Distancing Solution entgegenwirken. Wie funktioniert das System?

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Den Mindestabstand einzuhalten ist nicht immer einfach, doch für die Eindämmung des Corona-Virus unerlässlich. Ein neues System soll nun dabei helfen.
Den Mindestabstand einzuhalten ist nicht immer einfach, doch für die Eindämmung des Corona-Virus unerlässlich. Ein neues System soll nun dabei helfen.
(Bild: Noccela Oy)

Die Social Distancing Solution wurde von dem finnischen Technologieanbieter Noccela Oy auf den Markt gebracht und soll gegen die Verbreitung von Covid-19 eingesetzt werden. Das System ermöglicht eine Überwachung von Kontakten zwischen Personen in Echtzeit. Damit lassen sich Ansteckungsketten einfach nachverfolgen. Auch in Innenräumen, in denen Smartphones nicht mitgeführt werden dürfen, kann das System verwendet werden. Außerdem stellt das System durch einen Signalton sicher, dass Personen den vorgeschriebenen Mindestabstand einhalten. Die Sicherheit von Teilnehmenden an Großveranstaltungen könnte so dauerhaft verbessert und die Ansteckungsgefahr verringert werden.

Die Smartcard als intelligenter Dienstausweis

Die Funktionsweise ist simpel. Ähnlich eines intelligenten Dienstausweises tragen Mitarbeiter eine Smartcard bei sich, die ein akustisches Signal abgibt, sobald der Mindestabstand zu anderen Personen unterschritten wird. Die Übertragung der von der Smartcard gespeicherten Daten in das cloudbasierte System findet über einen Sender statt, sobald sich die Smartcard in der Nähe befindet. Die Lösung kann flexibel eingesetzt werden, da sie keine weitere Infrastruktur benötigt.

Bei der Karte handelt es sich um ein schnurloses, wiederaufladbares Gerät mit einer Speicherkapazität von bis zu 3.000 Kontakten pro Tag. Mit dem Tool lässt sich im Falle einer Infektion die gesamte Kontakthistorie der betreffenden Person nachvollziehen. Ebenso werden alle Unterschreitungen des Mindestabstands in einem cloudbasierten System gespeichert. Die Karte kann auch mit zusätzlichen Funktionen kombiniert werden, beispielsweise mit einem SOS-Knopf. Wird das System durch ein Sensoren-Netzwerk ergänzt, ist eine auf zehn Zentimeter genaue Positionsbestimmung möglich. Das System kann nicht nur für Personen eingesetzt werden, sondern auch für bewegliche Gegenstände.

Laut Hersteller soll es mit dem Tracing-System möglich sein, die Hygieneregeln auch in größeren Betrieben zu überwachen. Auch ein Einsatz über die Abstandkontrolle hinaus, wie zur Ortung von Anlagengut oder bei einem Ladendiebstahl ist denkbar.

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