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Hardware und qualifizierte Lehrer fehlen

Technische Ausstattung an deutschen Schulen mangelhaft

| Redakteur: Ira Zahorsky

Im direkten Vergleich zwischen vier europäischen Ländern sind deutsche Schüler mit Abstand am schlechtesten ausgestattet, wenn es um Technologie im Unterricht geht. Das zeigt die aktuelle Studie von Citrix zum Thema „Digital Education“.

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Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist die IT-Ausbildung in deutschen Schulen schlecht, ergab eine Studie von Citrix.
Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist die IT-Ausbildung in deutschen Schulen schlecht, ergab eine Studie von Citrix.
(Bild: Pexels / CC0)

Schüler in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien sind sowohl mit Hardware als auch mit technischer Infrastruktur deutlich besser versorgt als deutsche Schüler. Im Hinblick auf den immer drängenderen Mangel an IT-Fachkräften legt die Studie von Citrix hier einen Missstand offen, den Schulen und Länder beseitigen müssen.

„Deutschland fehlt es an IT-Fachkräften. Wir können uns nicht auf den hohen Absolventenzahlen in Mathematik und Informatik ausruhen. Unternehmen brauchen in Zukunft nicht nur IT-Spezialisten, sondern technisch versierte Angestellte in allen Bereichen – denn die digitale Transformation macht Technologiekompetenz zur Grundvoraussetzung von Erfolg, für Unternehmen wie für jeden Arbeitnehmer“, sagt Oliver Ebel, Area Vice President Central Europe von Citrix.

22 Prozent der deutschen Jugendlichen gaben an, im Unterricht gar keine Technologie einzusetzen, die über Beamer hinausgeht. In den Niederlanden und in Großbritannien sind nur zwei Prozent technisch so verarmt. Egal ob beim Thema Desktop-PCs, Laptops oder interaktive Whiteboards – Großbritannien und die Niederlande liegen immer deutlich vor Deutschland im Einsatz dieser Standardtechnologien im Unterricht.

Nicht nur in der Ausstattung im Klassenzimmer sind die europäischen Nachbarn uns voraus – auch in der schulischen Infrastruktur: So setzen sowohl in Großbritannien (51 Prozent) wie auch in den Niederlanden (55 Prozent) die Mehrheit der Schüler ein Online-Portal ein, um auf ihre Hausaufgaben zugreifen zu können. In Frankreich sind es 43 Prozent, in Deutschland nur 15 Prozent.

Innovative Technologien wie den Kleincomputer Raspberry Pi, mit dem Schüler selbst IoT-Projekte umsetzen können, haben immerhin knapp ein Drittel der Niederländer (30 Prozent) zur Verfügung, knapp gefolgt von Großbritannien mit 27 Prozent. Deutschland (13 Prozent) und Frankreich (22 Prozent) sind in dieser Innovationspädagogik noch hinterher.

IT-Ausbildung unterfordert Schüler

Das Selbstbewusstsein über die eigene schulische Bildung ist in Großbritannien am größten. Dort sagten 74 Prozent der Schüler, sie fühlten sich dank ihrem Umgang mit Technik in der Schule gut auf die Arbeitswelt vorbereitet. Niederländer (57 Prozent) und Deutsche (54 Prozent) waren ähnlich zuversichtlich, wobei immerhin knapp ein Drittel jeweils angab, an der Qualität der Vorbereitung zu zweifeln.

Am wenigsten selbstbewusst fühlen sich die Franzosen: Dort waren 37 Prozent unsicher, nur 41 Prozent fühlen sich gut vorbereitet. Nach möglichen Verbesserungen befragt, wünschen sich deutsche und französische Schüler besser ausgebildete Lehrer, die Technologie sinnvoll einsetzen und den IT-Unterricht praktischer ausrichten.

Viele Schüler fühlen sich unterfordert: 46 Prozent der mit der bisherigen Unterrichtsform unzufriedenen Schüler in Deutschland wünschen sich IT-Kurse, die sie mehr fordern, 42 Prozent der französischen Schüler empfinden ebenso. In den Niederlanden und in Großbritannien scheint das Anforderungslevel bereits ausreichend zu sein, dort sind nur 26 bzw. 19 Prozent dafür, das Niveau anzuheben.

Citrix hat im April und Mai 2018 jeweils mehr als 1.000 Schüler zwischen zwölf und 15 Jahren in Deutschland, Frankreich und Großbritannien befragen lassen, sowie über 500 Schüler in den Niederlanden.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal eGovernment-Computing erschienen.

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