Digitale Transformation

Tec Report 2017 - Deutschland im Digitalisierungswettlauf

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Ungebrochene Nachwuchssorgen

Hochschulabsolventen und Young Professionals in der Elektro- und Informationstechnik haben weiterhin gute Berufschancen. Das sagen 92 Prozent der Befragten. Fast ebenso viele erwarten, dass der Trend zu Elektromobilität, Smart Grids, Smart Cities und Industrie 4.0 den Bedarf an Elektroingenieuren und IT-Experten weiter erhöhen (89 Prozent) und der internationale Wettbewerb um Fachkräfte der Elektro- und Informationstechnik sich weiter verschärfen wird (91 Prozent).

83 Prozent rechnen darüber hinaus damit, dass der Anteil der Elektroingenieure und IT-Experten in Unternehmen zunehmen wird. Dass Unternehmen ihren Bedarf an entsprechend ausgebildeten Ingenieuren und Informatikern in den nächsten Jahren ausreichend decken können, glauben nur 9 Prozent. Gesucht werden Elektroingenieure insbesondere für die Bereiche Forschung und Entwicklung (80 Prozent), Planung/ Projektierung/Engineering (72 Prozent) und IT/Software (68 Prozent).

Engpässe beim wissenschaftlichen Nachwuchs in der Elektrotechnik an Hochschulen beklagen 60 Prozent aller Befragten und sogar 75 Prozent der Hochschulen. Dabei bleibt die Ingenieur-Ausbildung „Made in Germany“ auch zukünftig „State of the Art“. Das bestätigt eine deutliche Mehrheit von 56 Prozent. Zwei Drittel der Befragten sagen aber auch klar: Die digitale Bildung muss auf allen Stufen der Schul- und Hochschulbildung in Form und Inhalt massiv verbessert werden.

Wahlwunsch 2017: IKT-Infrastrukturausbau

Im Jahr 2017 wird ein neuer Bundestag gewählt. Welche technologie- und bildungspolitischen Wünsche haben VDE-Unternehmen und Hochschulen an die künftige Regierung? Ganz oben auf der Wunschliste steht der IKT-Infrastrukturausbau, genauer: der Ausbau des Breitband-Internets und des 5G-Mobilkommunikationsnetzes, mit 57 Prozent.

Über die Hälfte fordern darüber hinaus eine digitale Bildungsoffensive (53 Prozent) und die Optimierung des Energiekonzept (51 Prozent). Anreizprogramme für energieeffiziente Techniklösungen, ein Investitionsprogramm für den digitalen Wandel und eine konzertierte europäische Forschungs- und Technologiepolitik wünschen sich mehr als 40 Prozent, einen besseren Rechtsrahmen für den digitalen Wandel und eine smarte Verwaltung mehr als ein Drittel. Jeder Vierte empfiehlt eine stärkere Förderung von Start-ups.

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