SAF-Technologie Stratasys erwirbt alle Anteile an Xaar 3D

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Stratasys hat alle verbleibenden Anteile an Xaar 3D erworben. Bisher hielt der 3D-Drucker-Hersteller 45 Prozent am Unternehmen. Das Xaar 3D-Team wird gemeinsam mit Stratasys die Entwicklung der H Series-Plattform und die SAF-Technologie weiter voranzutreiben.

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Der 3D-Drucker Stratasys H350 ist das erste System, das mit der pulverbasierten SAF-Technologie von Xaar 3D arbeitet.
Der 3D-Drucker Stratasys H350 ist das erste System, das mit der pulverbasierten SAF-Technologie von Xaar 3D arbeitet.
(Bild: Stratasys)

Nach zehn Jahren Forschung und Entwicklung stellte Stratasys im April 2021 den 3D-Drucker H350 vor. Es ist das erste System, das mit der pulverbasierten SAF-Technologie von Xaar 3D arbeitet. Nun hat Stratasys Xaar 3D ins Unternehmen integriert.

Als Teil von Stratasys werden wir die Entwicklung der 3D-Drucker der H-Serie weiterhin zügig vorantreiben und gleichzeitig die globale Go-to-Market-Infrastruktur und die erstklassigen Kundenbeziehungen von Stratasys nutzen, damit noch mehr Kunden von der SAF-gestützten additiven Fertigung profitieren können.

Ronen Cohen, General Manager von Xaar 3D

Nach Angaben von Stratasys sind die 3D-Drucker darauf ausgelegt, wettbewerbsfähige Teile mit einem Durchsatz auf Produktionsniveau zu liefern. Seit der Ankündigung wurde der H350 erfolgreich bei Stratasys Direct Manufacturing und verschiedenen Beta-Kunden in Europa und den USA installiert, wobei die allgemeine Verfügbarkeit noch in diesem Jahr erwartet wird.

Laut Stratasys führen die 3D-Drucker durch den Einsatz der SAF-Technologie wichtige 3D-Druckschritte in der gleichen Richtung über das Druckbett aus. So gelinge eine einheitliche thermische Teilekonsistenz für alle gedruckten Teile, unabhängig von ihrer Platzierung. Dies stelle eine erhebliche Verbesserung gegenüber herkömmlichen Pulverbett-Fusionsverfahren dar.

Darüber hinaus sollen die 3D-Drucker der H-Serie eine Produktionskontrolle gewährleisten. Durch den Einsatz mehrerer integrierter Sensoren werden die Druckdaten zur Rückverfolgbarkeit des Prozesses aufgezeichnet und bleiben vollständig unter der Kontrolle des Kunden, heißt es. Die Materialien können so kontrolliert, verfolgt und nachverfolgt werden.

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