Datenschutz Startups haben Probleme mit der DSGVO

Redakteur: Jürgen Schreier

Viele "Jungunternehmen" haben Probleme mit der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Das hat der Digitalverband Bitkom herausgefunden. Auch im deutschen Mittelstand scheint man mit dem Thema DSGVO noch immer recht lässig umzugehen - so eine FORSA-Umfrage.

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Bis zum 25. Mai 2018 müssen die Vorgaben der EU-DSGVO in den Unternehmen umgesetzt sein.
Bis zum 25. Mai 2018 müssen die Vorgaben der EU-DSGVO in den Unternehmen umgesetzt sein.
(Bild: Pixabay / CC0 )

Am 25. Mai 2018 endet die Übergangsfrist für die Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Dann müssen alle Unternehmen die Vorgaben umgesetzt haben. Doch sind die meisten Startups davon aber noch ein gutes Stück entfernt, wie eine aktuelle Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 300 Startups zeigt.

Demnach gibt jedes elfte (neun Prozent) an, die Umsetzung bereits abgeschlossen zu haben. Weitere 41 Prozent haben zumindest bereits erste Maßnahmen begonnen oder umgesetzt. In jedem dritten Startup (32 Prozent) ist man bislang aber gerade erst dabei, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ohne Maßnahmen eingeleitet zu haben. Und rund jedes Siebte (15 Prozent) hat noch großen Nachholbedarf: Elf Prozent haben zwar von der DSGVO gehört, aber noch nichts unternommen, drei Prozent wissen gar nichts von den neuen Regeln und 1 Prozent ist informiert, hat sich aber bewusst entschieden, sich nicht weiter damit zu beschäftigen.

Ressourcenmangel bremst die DSGVO-Umsetzung

„Es ist erfreulich, dass für die große Mehrheit aller Startups die neuen Datenschutzregeln ein Thema sind. Viele werden es aber nicht schaffen, die Vorgaben bis zum Stichtag vollständig zu erfüllen, auch weil in den jungen Unternehmen häufig nur wenige Mitarbeiter und geringe Ressourcen zur Verfügung stehen“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wichtig ist auf jeden Fall, die Umsetzung konsequent voranzutreiben und nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Es ist allemal besser vorweisen zu können, dass man mitten in der Umsetzung ist, als einer Aufsichtsbehörde mit leeren Händen gegenüberzustehen. Zugleich sollten die Behörden mit Augenmaß vorgehen, damit auch mit dem neuen Datenschutz innovative Geschäftsmodelle möglich sind und Gründern das Leben hierzulande nicht unnötig erschwert wird.“

Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wichtig ist, die Umsetzung konsequent voranzutreiben und nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Es ist allemal besser vorweisen zu können, dass man mitten in der Umsetzung ist, als einer Aufsichtsbehörde mit leeren Händen gegenüberzustehen.“
Bitkom-Präsident Achim Berg. „Wichtig ist, die Umsetzung konsequent voranzutreiben und nicht weiter auf die lange Bank zu schieben. Es ist allemal besser vorweisen zu können, dass man mitten in der Umsetzung ist, als einer Aufsichtsbehörde mit leeren Händen gegenüberzustehen.“
(Bild: Till Budde)

Tipps des Bitkom zur DSGVO-Umsetzung gibt unter diesem LINK.

Auch im deutschen Mittelstand gibt es in Sachen DSGVO-Umsetzung noch jede Menge Luft nach oben. DSGVO, noch nie gehört! Das sagen 36 Prozent der Mittelständler laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts FORSA einen Monat vor Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung. Obwohl Nichtwissen nicht vor Strafe schützt! Unternehmen, die ab dem 25. Mai die Vorgaben der DSGVO nicht einhalten, droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu vier Prozent des jährlichen weltweiten Umsatzes.

DSGVO-Bummelanten können auf Softwareunterstützung bauen

DSGVO-Bummelanten verspricht das Münchner Software-Unternehmen AmdoSoft Abhilfe - und zwar mittels Robotic Process Automation. Zu den Neuerungen der DSGVO Datenschutzgrundverordnung zählen erweiterte Transparenzpflichten in puncto personenbezogener Daten, verschärfte Anforderungen bezüglich Datenminimierung und Dokumentation, Verschlüsselung von Datenübermittlungen und Opt-in für Werbemailings.

Daraus folgt unter Umständen die Notwendigkeit, Prozesse der Übermittlung, Speicherung und Verarbeitung und Löschung von Kundendaten in den unternehmensinternen Softwaresystemen anzupassen. AmdoSoft b4 Virtual Client unterstützt den Anwender bei der automatisierten Umsetzung dieser Anforderungen.

„Don’t panic about DSGVO“, meint AmdoSoft-Geschäftsführer Mario F. Griffith, „Der b4 Virtual Client sorgt für automatisierte Datenminimierung in Datenbanken, ERP-, E-Commerce-, Kommunikations- und anderen Systemen. Unser Softwareroboter kann potenzielle Verstöße gegen die Datenschutzgrundsätze vermeiden, indem er sicherstellt, dass personenbezogene Daten tatsächlich aus allen Systemen entfernt werden. Wie ein Mitarbeiter überprüft er Daten im Abgleich mit Zustimmungs- und Sperrdatenbanken, kontrolliert Aufbewahrungs- und Garantiefristen, überprüft eingehende Zustimmungen und Widerrufe und checkt die Löschpflicht nach Artikel 17 und 25 der DSGVO. Der b4 Virtual Clients identifiziert, verarbeitet, ändert und dokumentiert Daten quer über alle Systeme.“

Wie funktioniert Robotic Process Automation?

Robotic Process Automation (RPA) ist eine Technologie, die auf den Einsatz von virtuellen Software-Robotern basiert. Die b4 Virtual Clients arbeiten auf dem User Interface in einer vergleichbaren Art und Weise wie es ein Mensch tun würde. Dabei werden Tätigkeiten echter Nutzer am Bildschirm simuliert und an definierten Messpunkten objektive Daten zu Verfügbarkeit und Leistung von Anwendungen gesammelt (E2E Monitoring), aber auch strukturierte, sich wiederholende Geschäftsprozesse automatisiert ausgeführt. Überall dort, wo sich Arbeitsschritte häufig wiederholen und zeitintensiv sind, können Prozesse automatisiert werden und Software-Roboter die Aufgaben erledigen- sei es in der Personalabteilung, der Buchhaltung, in der IT, im Einkauf oder bei der Softwareentwicklung.

Der Kern von b4 ist die Graphical Rules Engine (GRE), eine auf grafischer Modellierung beruhende Regeldatenbank, die durch einfache Regelerstellung die Automation von IT-Prozesse und Korrelation von Daten ermöglicht. Dadurch können Aussagen über die Auslastung und mögliche Engpässe des Systems getroffen werden.

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