Schluss mit Wissenssilos Start-up entwickelt KI basierte Wissensmanagementlösung

Redakteur: Julia Bender

Mit dem Einsatz einer Künstlichen Intelligenz will ein von der Technischen Hochschule Köln unterstütztes Start-up das Wissensmanagement innerhalb eines Unternehmens erleichtern und effizientere Arbeitsbedingungen schaffen.

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Durch die Verwendung eines KI basierten Managementsystems soll die Verwaltung von Dokumenten erleichtert werden.
Durch die Verwendung eines KI basierten Managementsystems soll die Verwaltung von Dokumenten erleichtert werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Große Datenmengen sind im gegenwärtigen sowie auch im zukünftigen industriellen Arbeitskontext ebenso wenig eine Seltenheit wie das Problem, dass die vielen vorhandenen Dokumente nicht ausreichend mit anderen Kolleginnen und Kollegen geteilt werden und so nicht erkenntlich ist, wer eigentlich an denselben Themen arbeitet wie man selbst. Das läge insbesondere an dem Mehraufwand, der für das Benennen, Verschlagworten, Einsortieren und Teilen von Dokumenten anfällt, erklärt der Gründer des Start-ups Docudiet Dr. Christoph Kling.

Mit Unterstützung des Data Scientists Maryam Mehrazar entwickelte Kling eine Wissensmanagementlösung, die den Unternehmensangehörigen durch die Verwendung einer KI Arbeit abnehmen und die Verwaltung von Dokumenten vereinfachen soll. Die Basis der KI bilden Wahrscheinlichkeitsmodelle, die statistische Muster in Dokumenten erkennen. Die mathematischen Grundlagen dafür wurden von Kling im Rahmen seiner Dissertation entwickelt, für die er den Dissertationspreis der Fakultät für Informatik der TH Köln, den Koblenzer Universitätspreis und eine Nominierung für den Dissertationspreis der Gesellschaft für Informatik erhielt.

Funktionsweise der KI

Nachdem im ersten Schritt eine Verbindung mit dem Dokumentenmanagementsystem des Unternehmens hergestellt wurde, beginnt die KI damit, den aktuellen Datenbestand zu analysieren und die vorhandenen Dokumente anhand von Stichwörtern zu benennen. Die Künstliche Intelligenz erkennt durch die Sortierung der Dokumente anhand ihrer Bedeutung Zusammenhänge zwischen ihnen, was das händische Einsortieren in Ordnerstrukturen überflüssig macht. Ziel sei es, Menschen zu vernetzen, da die Dokumente automatisch und in Echtzeit mit Kolleginnen und Kollegen geteilt werden, die an ähnlichen Themen arbeiten, so Dr. Kling. Außerdem empfiehlt die KI Unternehmensangehörige, die schon in der Vergangenheit an den entsprechenden Themen gearbeitet haben, und erklärt, warum gerade diese Kolleginnen und Kollegen ausgesucht wurden.

Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Dokumente als vertraulich zu markieren, wodurch die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Volltext, sondern lediglich eine Zusammenfassung zu sehen bekommen. Um eine Verarbeitung der Daten im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung gewährleisten zu können, werden sensible Daten ausschließlich auf den Servern der Kunden verarbeitet und sichere Authentifizierungsverfahren eingesetzt.

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