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Künstliche Intelligenz Start-up berät beim Umgang mit digitaler Technik

| Redakteur: Marlene Mahlo

Wie Privatpersonen haben auch Unternehmen oft mit neuen Techniken zu kämpfen. Um dieser Unwissenheit entgegenzuwirken, berät ein Start-up aus Kaiserslautern bei Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen.

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Das Gründerteam des Start-ups Trusted-AI (v.l.n.r.): Winfried Zweig, Tobias Krafft und Professorin Dr. Katharina Anna Zweig.
Das Gründerteam des Start-ups Trusted-AI (v.l.n.r.): Winfried Zweig, Tobias Krafft und Professorin Dr. Katharina Anna Zweig.
(Bild: Trusted-AI)

Tatsächlich stellen sich Geschäftsführer großer Wirtschaftsunternehmen genau die gleichen Fragen wie die kleiner und mittelständischer Betriebe: „Was genau steckt eigentlich hinter Künstlicher Intelligenz“ und „Wie funktionieren Algorithmen?“. Um im Zeitalter der Digitalisierung Schritt halten zu können, wird es nicht nur für Wirtschaftsunternehmen sondern auch für Gesellschaft und Politik immer wichtiger, diesen Fragen auf den Grund zu gehen. Abhilfe schafft hier ein Start-up der technischen Universität Kaiserslautern. Es berät in Fragen zu künstlicher Intelligenz und Algorithmischen Entscheidungssystemen. Und auch bei Einführungen von neuer KI-Software in Unternehmen steht das Team beratend zur Seite.

KI im Alltag

Oft ist uns gar nicht bewusst, wie häufig Künstliche Intelligenz unseren Alltag beeinflusst. Sei es in der Produktion, am Schreibtisch oder gar im heimischen Wohnzimmer auf der Suche nach dem besten Urlaubsschnäppchen im Netz. Künstliche Intelligenz ist unser täglicher Begleiter.

In den USA und Großbritannien kommen algorithmische Entscheidungssysteme sogar bereits in der Strafjustiz zum Einsatz. Dazu meint Professorin Dr. Anna Katharina Zweig von der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK): „Man muss hinterfragen, wo ein Staat oder eine Gesellschaft die Grenzen für diese Systeme setzen muss, etwa wenn es um menschliche Schicksale geht“. Zweig gründete gemeinsam mit ihrem Doktoranden Tobias Krafft und Winfried Zweig, Pädagoge mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung, das Unternehmen „Trusted-AI“.

Das Gründerteam unterstützt Unternehmen, Verbände, Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen in Fragen zu Künstlicher Intelligenz und Algorithmen. Sie klären auf und entmystifizieren. „Es gibt Bereiche, in denen der Einsatz solcher Techniken durchaus sinnvoll ist“, ergänzt Zweig. Wie etwa in der Industrie, wenn Maschinen in Fabrikhallen bestimmte Produkte nach Vorgaben eines Rechenverfahrens herstellen. Aber auch Arbeitsabläufe im Büroalltag können mittels solcher Systeme effizienter gestaltet werden. Beispielsweise, wenn es darum geht, bestimmte Daten zu filtern oder Muster in Datenmengen einfacher zu erkennen.

Praktische Umsetzung

Zum einen ist den drei Unternehmensgründern Beratung besonders wichtig, so Tobias Krafft: „Das geht von einer Unternehmensleitung, die neue KI-Techniken im Unternehmen nutzen will, bis hin zu Betriebsräten, die sich mit der Thematik auseinandersetzen müssen und die zum Beispiel nicht wissen, wie ein Algorithmus funktioniert“.

Aber auch die praktische Umsetzung und somit die Auseinandersetzung mit den Problemfeldern ist ein wesentliches Thema. So werden beispielsweise Schulungen angeboten, um Beschäftigte für das Thema zu sensibilisieren. Dass zu ihren Kunden ganz unterschiedliche Berufsfelder gehören, ist dabei laut Winfried Zweig, kein Problem: „Die Schulungen sind individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse und Arbeitssituationen zugeschnitten, sei es etwa für ein Krankenhaus, eine Anwaltskanzlei, eine politische Organisation oder staatliche Institution“.

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