Postprocessing Solukon und Authentise schließen Partnerschaft für mehr Datentransparenz

Von Marie Lücke

Die Partnerschaft zwischen Solukon und Authentise soll mehr Datentransparenz bei der Metallnachbearbeitung in der Additiven Fertigung schaffen. Sensordaten aus dem Entpulverungsprozess können von nun an in den übergeordneten digitalen AM-Prozess von Authentise integriert werden.

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Der digitale Workflow für die digitale Metallnachbearbeitung von Solukon und Authentise.
Der digitale Workflow für die digitale Metallnachbearbeitung von Solukon und Authentise.
(Bild: Solukon Maschinenbau GmbH und Authentise)

Der 3D-Druck-Softwareentwickler Authentise hat das Digital Factory Tool von Solukon in sein Advanced Manufacturing Execution System (AMES) integriert. Das gab der Hersteller von Nachbearbeitungssystemen in einer Pressemitteilung bekannt.

Solukons Digital Factory Tool ist ein Sensor- und Schnittstellenmanagement-Angebot, das die Integration der automatisierten Pulverentfernung in den digitalen 3D-Druckprozess ermöglicht. In Kombination mit AMES von Authentise soll das Tool den Benutzern einen vollständig integrierten Workflow für die Metallnachbearbeitung bieten.

Die automatische Pulverentfernung sei ein zentraler Schritt im Postprocessing der Additiven Fertigung. Solukon bietet hierfür eine breite Palette industrieller Entpulverungssysteme an. Kürzlich habe das Unternehmen seine Systeme mit dem Digital Factory Tool um ein Sensor- und Schnittstellenkonzept erweitert, welches eine lückenlose Überwachung und Dokumentation des Entpulverungsvorgangs bieten soll. Zudem ermöglicht das Tool die mühelose Integration des automatisierten Entpulverns in den übergreifenden digitalen AM-Prozess.

Nahtloser Datentransfer für Transparenz im AM-Prozess

Indem der digitale Entpulverungsprozess von Solukon nun in die führende Prozess-Monitoring-Umgebung von Authentise integriert wird, erhalten Nutzer nach eigenen Angaben einen ganzheitlichen Blick auf den digitalen AM-Prozess – vom Pulver über den Bauprozess bis hin zum Postprocessing. Das Postprocessing soll transparenter werden, weil beispielsweise genaue Daten zum rückgewonnenen Pulver vorliegen.

Darüber hinaus sollen die vom Solukon-System in AMES generierten Echtzeit-Warnungen dem Anwender helfen, etwaige Abweichungen während des Prozesses zu erkennen und den Entpulverungsprozess bei Bedarf anzupassen, so heißt es.

Außerdem gebe AMES die bereits vorliegenden beziehungsweise gewonnenen Daten aus den vorherigen Prozessschritten nahtlos automatisch an die Solukon-Anlage weiter. Somit habe der Nutzer laut Solukon gleich alle relevanten Daten in einem System parat.

Die in der Solukon-Anlage gewonnen Daten seien dann wiederum automatisch an den bestehenden AMES part report angehängt. Ebenfalls solle zu einem späteren Zeitpunkt die Algorithmus-Funktion sol Solukon, welche für jede Bauteilgeometrie das passende Bewegungsmuster berechne, in AMES integriert werden.

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