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Automatisch, praktisch, gut Software Asset Management - zielgenau lizenzieren

Autor / Redakteur: Stefan Heller / Jürgen Schreier

Ist Automatisierung ein Jobkiller? Zumindest nicht im Fall des Software Asset Managements (SAM). Firmen haben eine bessere Übersicht über ihre IT-Ressourcen. Die Mitarbeiter bekommen Software ohne Verzögerung bereitgestellt, wodurch sie ihrer Arbeit besser nachgehen können.

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(Bild: Pixabay / CC0 )

Bis zu 35 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland könnten bis 2030 von Automaten übernommen werden, so eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens PwC. Das sind mehr als in Japan (21 Prozent) oder etwa Großbritannien (30 Prozent), denn hierzulande sind Branchen dominant, in denen sich besonders viele Tätigkeiten automatisieren lassen. Dazu gehört die Transport- und Logistikbranche, gefolgt von Produktion und Handel. Weit geringer sind die Auswirkungen auf die meisten Dienstleistungsberufe, aber zum Beispiel auch auf die Gesundheitsbranche und Sozialarbeit.

Die neuen Technologien übernehmen nach und nach immer mehr Tätigkeiten, die vormals von Menschen verrichtet werden mussten. Dieser Umstand sollte aber nicht den Blick auf die vielfältigen Chancen verstellen, die die Automatisierung mit sich bringt. Denn nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Gesellschaft gewinnt, wenn die Produktivität steigt.

Automatisierung als Chance

Automatisierung ist kein neues Phänomen. Erfindungen wie die Windmühle oder der mechanische Webstuhl brachten seit dem 18. Jahrhundert immer wieder substanzielle Teile der Erwerbstätigen um ihre Arbeit. Diese historischen Beispiele eröffnen eine sinnvolle Perspektive auf den aktuellen Siegeszug der Roboter: Zwar macht der technische Wandel regelmäßig alteingesessene Berufe überflüssig oder verringert zumindest den Bedarf an Arbeitskräften in verschiedenen Branchen, letztlich sorgt er aber für eine Steigerung der Pro-Kopf-Produktivität und macht die Gesellschaft insgesamt wohlhabender. Alte Berufe fallen weg, aber gleichzeitig entstehen neue. Man denke nur daran, wie viele Millionen Menschen heute in Jobs arbeiten, die es ohne den Computer und das Internet gar nicht gäbe.

Gleichzeitig kommt es gerade in diesem Bereich zu entscheidenden Produktivitätsfortschritten – man denke nur an den klassischen IT-Betrieb. Früher beschäftigten große Unternehmen ganze Armeen an Systemadministratoren, die sich um die Infrastruktur kümmerten. Heute hingegen lassen sich virtuelle Umgebungen mit wenigen Mausklicks einrichten, in der Regel sogar ohne besonderes Vorwissen. Ehemals arbeitsintensive Aufgaben wie die Überwachung der Server, das Load-Balancing, die Rechtevergabe oder die Lizenzierung und Installation von Software erfolgen automatisiert.

Gartner teilt den Prozess der Automatisierung in drei Phasen ein.
Gartner teilt den Prozess der Automatisierung in drei Phasen ein.
(Bild: SNOW Software)

Die drei Phasen der Automatisierung

Automatisierung passiert nicht von heute auf morgen, sondern ist ein fortlaufender Prozess. Gartner teilt ihn in drei Phasen ein:

  • 1. Do It Better: Die erste Phase heißt „Do It Better“ – sie stellt Effizienzgewinne in den Mittelpunkt. Der Bedarf an menschlicher Arbeitsleistung wird reduziert, etwa durch Self-Service-Modelle oder die Ausarbeitung fester Routinen für redundante Aufgaben. Gleichzeitig sinkt das Risiko menschlicher Fehler. Durch die Maßnahmen in dieser Phase können Unternehmen Ressourcen sparen, die anschließend für Innovationsinitiativen und andere Projekte zur Verfügung stehen. Ein Beispiel hierfür ist das Onboarding von Mitarbeitern. In diesen Prozess sind zahlreiche Akteure mit jeweils eigenen Interessen involviert – entsprechend kompliziert ist sein Management und seine Abwicklung. Einen Effizienzgewinn schaffen hier etwa Technologien, die neue Mitarbeiter automatisch mit vorkonfigurierten Geräten und vorinstallierter Software versorgen, die sie für ihre Tätigkeit benötigen. Eine manuelle Einrichtung und Bereitstellung der Geräte – wie in vielen Unternehmen noch üblich – ist hingegen arbeitsintensiv und sorgt oft für Verzögerungen. In vielen Branchen ist ein solcher Zeitverlust ein massives Problem, denn ohne Laptop oder Smartphone kann ein neuer Mitarbeiter nicht anfangen, produktiv zu werden.
  • 2. Do More: In der zweiten Phase der Automatisierung geht es darum, die Produktivität weiter zu steigern. Wie lassen sich die Geschwindigkeit und der Output einzelner Prozesse erhöhen? Wie kann die Qualität verbessert werden? Wie ist es möglich, komplexere und nutzerfreundliche Services anzubieten? Im Software Asset Management etwa schaffen Automatisierungsplattformen die Grundlage für völlig neue Prozesse. Wer im Unternehmen neue Software benötigt, muss dazu kein Ticket mehr beim IT-Support eröffnen, sondern kann über ein Self-Service-Portal die von der IT freigegebenen Anwendungen automatisch beziehen. Ähnlich effizient wie die Lizenzvergabe klappt die Lizenzrücknahme: Ungenutzte Lizenzen wandern automatisch zurück in den Pool. So kann das Unternehmen eine Überlizenzierung und die damit verbundenen Mehrkosten vermeiden.
  • 3. Do It For Less: Die dritte Phase dreht sich voll und ganz um Optimierung und Kostenreduktion. Man denke an die Nutzung von Infrastruktur und Software: Durch Automatisierungstechnologie lassen sich diese Ressourcen zielgenau in dem Moment lizenzieren und bereitstellen, in dem ein Nutzer sie benötigt. Wenn er sie nicht mehr benötigt, wandern sie automatisch in den Pool zurück. Auf diese Weise wird zum einen Arbeitszeit gespart, denn diese Tätigkeiten passieren verzögerungsfrei und müssen nicht mehr von Menschen erledigt werden. Zum anderen kann sich die IT von diesen Hilfsarbeiten abwenden und stattdessen auf die Überwachung der Infrastruktur- und Software-Nutzung konzentrieren. Das ermöglicht ihr, bessere Entscheidungen und genauere Vorhersagen über den zukünftigen Ressourcenbedarf zu treffen – eine entscheidende Voraussetzung für die Budgetplanung und ein wichtiges Argument am Verhandlungstisch mit Soft- und Hardware-Anbietern.

Im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig bleiben

Die Beispiele aus dem Software Asset Management zeigen, wo die Reise hingeht: Automatisierungstechnologien verbessern schrittweise die Effizienz von Prozessen. Unternehmen erhalten eine bessere Übersicht über ihre IT-Ressourcen, können Mitarbeitern Anwendungen automatisch bereitstellen und bei Nichtbenutzung Lizenzen wieder in den Pool zurückführen. So gewinnen alle: Unternehmen sparen Kosten, weil ihre SAM-Prozesse effizienter ablaufen und Über- sowie Unterlizenzierung vermieden werden. Und Mitarbeiter bekommen Software ohne Verzögerung bereitgestellt, wodurch sie ihrer Arbeit besser nachgehen können.

Es steht außer Frage, dass die Chancen der Automatisierung gigantisch sind. Das gilt einerseits aus Sicht unserer Industriegesellschaft, der Roboter und KI-Systeme enorme Wohlstandszuwächse bringen werden. Es gilt aber andererseits auch für Unternehmen, denen die Automatisierung hohe Effizienzgewinne verspricht. Wer im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig bleiben will, der sollte das Potenzial der neuen Technologien deshalb möglichst zeitnah für sich erschließen.

Über Snow Software

Snow Software, ein führendes auf Software-Asset-Management-Lösungen spezialisiertes Entwicklungsunternehmen, hat seinen Hauptsitz in Stockholm und unterhält weltweit nationale Niederlassungen und regionale Supportzentren. Weltweit vertrauen mehr als 6000 Organisationen auf lokal installierte und cloudbasierte SAM-Lösungen von Snow Software, um Lizenzen für Softwareprodukte auf über 11 Millionen Geräten effizient zu verwalten – von Mobilgeräten über Desktop-Computer und Rechenzentren bis hin zur Cloud.

Stefan Heller ist Director Services and Support DACH, Italy & Eastern Europe bei der Snow Software GmbH in Stuttgart.

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