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Dieser Beitrag ist im Rahmen des Themenspecials "Industrie 4.0" erschienen.

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Digitalisierung So will Service-Meister gegen den Fachkräftemangel ankämpfen

Autor / Redakteur: Lea Täufer / Sebastian Human

Vom Heizungsbauer oder Elektriker bis zum Anlagenbauer – der Fachkräftemangel greift um sich. Hier setzt eine neue Plattform unter anderen mittels KI an. Das könnte sich bald für Sie ändern.

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Unterstützung im Alltag: Das Service-Ökosystem lässt die Fachkräfte bei Problemen nicht im Stich.
Unterstützung im Alltag: Das Service-Ökosystem lässt die Fachkräfte bei Problemen nicht im Stich.
(Bild: eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.)

Um Maschinen und Anlagen zu warten oder entsprechende Arbeiten im Kundenauftrag auszuführen, braucht man zunehmend auch digitales Know-how. Das fehlt aber noch vielen Fachkräften in kleinen und mittelständischen Unternehmen.

„Das nötige Service-Wissen zu industriellen Anlagen übersteigt oftmals das Wissen einzelner Servicetechniker und Unternehmen. Einhergehend mit dem Fachkräftemangel steht der deutsche Mittelstand in den nächsten Jahren vor der enormen Herausforderung, seinen internationalen Vorsprung bei Dienstleistungen zu sichern“, sagt Andreas Weiss, Geschäftsbereichsleiter Digitale Geschäftsmodelle im eco – Verband der Internetwirtschaft e. V.

An diesem Problem will Service-Meister ansetzen und plant Fortbildungen für Mittelständler zu Digitalisierung und KI-Tools.

Künstliche Intelligenz als Lösungsansatz

„Gerade für Predictive Maintenance, sprich vorausschauende Wartung, müssen zahllose Daten intelligent ausgewertet werden“, sagt Dr. Fred Jopp, Big Data Analyst und Head of Industrial Projectmanagement von der USU Software AG. Das kann ein Wartungs-Techniker ohne technische Hilfe nicht leisten.

Hier soll ein Service-Ökosystem Abhilfe schaffen, das auf künstlicher Intelligenz basiert. Mittels smarter Chatbots, Augmented Reality oder entsprechender Apps sollen erfahrene Service-Techniker bei dem jeweiligen Servicefall helfen. Gespeichert und analysiert werden diese Informationen in einem gemeinsamen Data-Room.

Laut Jopp soll die Serviceplattform bis 2022 für den gesamten Mittelstand eingeführt werden: „Unser Ziel bei Service-Meister ist daher die Entwicklung von Sprunginnovationen mittels künstlicher Intelligenz, die wir 2021 zu Templates generalisieren. Diese stehen dann ab 2022 als Serviceökosysteme für KI-Dienstleistungen allen KMU zur Verfügung."

Die Handwerkskammer soll vermitteln

Doch welches Wissen muss eine Fachkraft im Mittelstand mitbringen? Die Idee ist, dass direkte Partner aus Mittelstand, Handwerk und Industrie dies ermitteln und an den eco Verband zurückmelden. So sollen entsprechende Pain Points der Berufsgruppen, mögliche Schulungen und Weiterbildungsangebote für die Mitarbeiter kleiner und mittelständischer Unternehmen identifiziert werden. Das Ziel hier ist die Entwicklung eines Open Source-Curriculums. Vermittelt werden sollen die Inhalte durch die örtliche Handwerkskammer.

Viele Branchen bringen sich mit ein

Die unterschiedlichen Unternehmen bringen Netzwerk und Expertise in das Forschungsprojekt Service-Meister ein. Beispiele hierfür sind KEB, Atlas Copco, Würth, Krohne und Trumpf, die mit den Implementierungspartnern USU, Inovex und Grandcentrix kooperieren. Zusammen entwickeln sie derzeit in sechs sogenannten Schnellbooten individuelle Use Cases, in denen auch der Wissens- und Fortbildungsstand der jeweiligen MitarbeiterInnen ein wichtiges Thema darstellt.

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