Siemens So können Sie CO2-Fußabdrücke über die gesamte Lieferkette nachvollziehen

Von Sandro Kipar

Mit Si Green sollen Unternehmen den CO2-Fußabdruck ihrer Produkte genau berechnen können. So können an Schwachstellen in der Lieferkette direkt und gezielt Anpassungen vorgenommen werden, um den CO2-Fußabdruck zu verbessern.

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Siemens hat einen ökosystembasierten Ansatz für den Austausch von Emissionsdaten entwickelt.
Siemens hat einen ökosystembasierten Ansatz für den Austausch von Emissionsdaten entwickelt.
(Bild: Siemens)

Wie kann die Industrie klimaneutral werden? Ein erster Schritt könnte die Lösung Si Green von Siemens sein. Laut einer Mitteilung des Unternehmens handelt es sich dabei um eine Anwendung, die den CO2-Fußabdruck von Produkten und Lieferketten erfassen und abbilden kann. Bei der Berechnung des CO2-Fußabdrucks nutzt Si Green Realdaten anstelle von industriellen Durchschnittswerten. Damit werden Product Carbon Footprints (PCF) zu einem Mess- und Steuerungsinstrument und können so aktiv mit Verbesserungsmaßnahmen gezielt gesenkt werden, heißt es weiter.

Um dieses Ziel effektiv umsetzen zu können, ist eine Zusammenarbeit entlang oftmals komplexer und branchenübergreifender Lieferketten erforderlich. Siemens hat dafür das Estainium Netzwerk entwickelt. Mit ihm können Hersteller, Lieferanten, Kunden und Partner Daten zum CO2-Fußabdruck austauschen. Mithilfe dezentraler Architektur will Siemens ein hohes Maß an Datenschutz garantieren. Mithilfe einer Distributed Ledger Technologie (DLT), mit der sich kryptografische Zertifikate erstellen und austauschen lassen, können sich Unternehmen austauschen ohne strategisch relevante Informationen offenlegen zu müssen.

Kunden können zudem die angegebenen Werte überprüfen, so Siemens. Über die ID Union-Blockchain können sie einen sogenannten Verifiable Proof gegen das jeweilige Credential verifizieren.

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