Additive Fertigung So funktioniert die 3D-gedruckte Hyperloop-Bremse

Von Stefan Guggenberger

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In diesem Jahr hat ein Team der ETH Zürich mit einer 3D-gedruckten Faltenbalg-Schienenbremse den Gesamtsieg der renommierten 3D Pioneers Challenge errungen. Die Technologie ist unter anderem für die Hyperloop-Technologie geeignet und soll Geschwindigkeiten bis 1000 km/h ermöglichen.

Die Faltenbalg-Schienenbremse oder ‚Bellow Rail Brake‘ konnte die Jury bei der 3D Pioneers Challenge überzeugen.
Die Faltenbalg-Schienenbremse oder ‚Bellow Rail Brake‘ konnte die Jury bei der 3D Pioneers Challenge überzeugen.
(Bild: Christian Seeling // Messe Erfurt )

Auch in diesem Jahr wurden bei der 3D Pioneers Challenge innovative Designs prämiert. Insgesamt nahmen Teilnehmer aus 27 Ländern teil. Die Gewinner wurden im Rahmen der Rapidtech 3D in Erfurt ausgezeichnet. Heute wollen wir Ihnen den Gesamtsieger etwas genauer vorstellen: Die sogenannte ‚Bellow Rail Brake‘ wurde von einem Team der ETH Zürich eingereicht. Dabei handelt es sich um eine monolithische Bremse, die Funktionalität und Nachhaltigkeit verbindet.

Alle Gewinner der 3D Pioneers Challenge 2022 finden Sie hier:

Bremse für bis zu 1000 km/h geeignet

Der Siegerentwurf ist eine additiv gefertigte monolithische Bremse für den Schienenverkehr. Sie ist unter anderem für die Hyperloop-Technologie, ein neuartiges Hochgeschwindigkeitstransportsystem, vorgesehen. Die Hyperloop-Technologie wird unter anderem vom bekannten Tech-Milliardär Elon Musk vorangetrieben. Für Geschwindigkeiten von bis zu 1000 km/h musste die Bremse möglichst klein, leicht und gleichzeitig ausfallsicher sein. Durch die Integration eines Faltenbalgs entsteht ein Spalt zwischen der Bremse und der Schiene. Wird der Druck abgelassen, zieht sich dieser Balg zusammen und löst eine sofortige Bremsung aus.

So funktioniert die 3D-gedruckte Hyperloop-Bremse:

Additive Konstruktion soll Fehler minimieren

Die Konstruktion besteht aus einem einzigen Bauteil, was die Anzahl der möglichen Fehlerquellen reduzieren soll. Darüber hinaus stellen die Leichtbauweise und die Integration verschiedener Funktionen einen weiteren Schritt in Richtung nachhaltige Mobilität dar. Von diesem Ansatz konnte auch die Jury der 3D Pioneers Challenge überzeugt werden. Sie begründete ihre Entscheidung mit den Worten: "Das Projekt ist ein hervorragender Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität - es ist ein neuer fortschrittlicher Lösungsansatz für Bremstechnologien, der den Sicherheitsaspekt in den Mittelpunkt stellt und Hyperloop-Geschwindigkeiten in der Zukunft möglich macht."

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