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Umfrage Smarte Technik fürs Heim muss effizient und kostengünstig sein

| Redakteur: Jürgen Schreier

Ohne Schickschnack, dafür effizient und kostengünstig: So wünscht sich der (potenzielle) User smarte Produkte für das eigene Heim und den privaten Alltag. Eine aktuelle Umfrage des Elektronikdistributors reichelt elektronik zeigt Verbrauchertrends bei intelligenten Produkten.

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Unter allen Smart-Home-Anwendungen gehört die Lichsteuerung zu den beliebtesten.
Unter allen Smart-Home-Anwendungen gehört die Lichsteuerung zu den beliebtesten.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Smarte Produkte haben längst den Einzug ins Alltagsleben geschafft. Das spiegelt sich auch in der großen Auswahl von Lösungen und der Anbieterzahl in diesem Marktsegment wider. Aber wo besteht noch Entwicklungsbedarf und wie können sich Hersteller am Markt gegen den Wettbewerb durchsetzen? Dazu hat OnePoll im Auftrag von reichelt elektronik 1000 deutsche Verbraucher befragt.

Wie die Umfrageergenisse zeigen, sind Smart-Home-Produkte unter den Deutschen inzwischen relativ verbreitet. Jeder Zweite (53 Prozent) besitzt mindestens ein intelligentes Gerät. Das gilt allerdings nur für bestimmte Einsatzbereiche.

Beliebt: "Klassische" Smart-Home-Technologien

Generell lässt sich jedoch erkennen, dass die Deutschen, wenn sie sich in einer Produktkategorie für einen Kauf entschieden haben, die angeschafften Produkten auch weitestgehend nützlich finden. So sind smarte Anwendungen auf den Gebieten der Lichtsteuerung (59 Prozent), Sicherheit (46 Prozent) und Heizungssteuerung (40 Prozent) sowie zum Putzen (42 Prozent) beliebt. Die besitzer solcher Geräte gaben an, dass sie mit ihnen zufrieden seien und das Produkt wieder kaufen würden.

Bei smarten Wetterstationen und Raumluftsensoren gehen die Meinungen dagegen auseinander: 40 Prozent der Befragten haben noch nie ein Produkt dieser Art besessen, während 29 Prozent ein Gerät zum Monitoring der Luftqualität besitzen und für gut befinden.

Gesundheitsprodukte wie Pulsmesser besitzt fast jeder Zweite (44 Prozent). Obwohl aktuell viele Verbraucher mehr auf ihre Gesundheit achten und ihre Abwehrkräfte durch einen gesunden Lebensstil steigern möchten, erfreuen sich diese Produkte keiner größeren Beliebtheit. Denn über ein Drittel (37 Prozent) hat kein solches Gerät und plant auch keine Anschaffung.

Schwer im Kommen - der smarte Garten

Dass intelligente Geräte nur in sehr eingegrenzten Bereichen eingesetzt werden und das Haus bislang nur selten verlassen, zeigen auch die Umfrageergebnisse zum Thema smarter Garten oder Balkon. Denn bislang besitzt die überwiegende Mehrheit (72 Prozent) der kein solches Produkt. Für den kleinen Teil der Befragten, der Produkte dieser Art besitzt, hat sich jedoch die Anschaffung gelohnt. So sind 83 Prozent entweder zufrieden oder sehr zufrieden. Dabei kommen die Anwendungen vor allem zur Bewässerung (61 Prozent), zur Beleuchtung (52 Prozent) oder zum Mähen (52 Prozent) zum Einsatz.

Die Verbreitung von intelligenten Geräten für den Garten könnte sich aber schnell ändern – denn bereits zum Sommer planen immerhin 43 Prozent eine Anschaffung smarter Produkte für das eigene "Grün". Vorteile dabei sehen Verbraucher darin, dass der Garten automatisch während der eigenen Abwesenheit gepflegt wird (38 Prozent), die Anwendung bequem ist (38 Prozent) und das Sparen von Wasser ermöglicht (37 Prozent). Einige Skeptiker müssen aber seitens der Hersteller intelligenter Gartentechnologie noch überzeugt werden, denn 23 Prozent geben an, dass sie in der Nutzung smarter Produkte im Garten keine Vorteile sehen.

Kosteneffizienz und Arbeitserleichterung stehen an erster Stelle

Die Studie lässt erkennen, dass smarte Produkte vor allem mit der Absicht gekauft werden, langfristig durch die Anwendung Geld zu sparen. Außerdem sollen sie Arbeitsabläufe effizienter gestalten. So gaben 39 Prozent der Befragten an, dass sie den Hauptvorteil bei der Nutzung von smarten Produkten in der Energieersparnis sehen.

In punkto Automatisierung finden Verbraucher diese Aspekte vorteilhaft:

  • Fernsteuerung (38 Prozent),
  • Möglichkeit zur Automatisierung von Funktionen, z.B. „Wenn dies, dann das“ (36 Prozent),
  • Timerfunktion (34 Prozent),
  • automatische Benachrichtigung, dass ein Gerät nicht funktioniert und Reparaturen nötig sind (32 Prozent).

So richtig viel Geld in die Hand für den zusätzlichen Nutzen, den man von smarten Geräten erwartet, wollen die meisten aber trotzdem nicht. Das Gros der Befragten (19 Prozent) würde zwischen 100 und 250 Euro für ein smartes Produkt ausgeben – dicht gefolgt von 18 Prozent, die eine Summe zwischen 250 und 500 Euro veranschlagen würden. Immerhin 15 Prozent würde sogar bis zu 1000 Euro für den Kauf eines smarten Geräts einplanen.

Hausaufgabe für Hersteller: Smarte Geräte sollten praktischer sein

Kostenaspekt und Effizienz spielen für die Deutschen eine große Rolle. Das spiegelt sich auch in den Antworten wider, warum Befragte noch keine smarten Produkte besitzen. Denn 47 Prozent sehen keinen Mehrwert oder haben kein Interesse. Verbraucher wünschen sich günstigere Produkte (48 Prozent) und verbesserte Datensicherheit (40 Prozent). Außerdem sollten die smarten Geräte praktischer sein. Denn 39 Prozent geben an, dass sie sich eine einfachere Installation sowie Bedienbarkeit wünschen.

Außerdem zeichnet sich Potenzial ab für neue, innovative Produkte, die für Verbraucher bislang noch nicht erhältlich sind. So interessieren sich 51 Prozent der Deutschen für intelligente Haushaltsgeräte - ganz konkret für Produkte, die sich selbst anhand von Sensorik einstellen wie Waschmaschinen oder Bügeleisen.

Auch smarte Küchengeräte wie smarte Töpfe, Ofen, Mikrowellen oder ähnliche haben Potenzial (48 Prozent). Aber auch ein smartes Bett, das Schlafstunden und -qualität misst, die Temperatur regelt oder sogar eine Massage geben kann, steht auf dem Wunschzettel mancher Umfragaeteilnehmer.

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