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Intelligenz gegen Obsoleszenz Smarte Datenbank hilft Maschinenbau-Unternehmen beim Obsoleszenz-Management

| Autor/ Redakteur: Linda Bergmann / Sebastian Human

Das Entwicklungstempo von Bauteilen resultiert im Mehraufwand, den Unternehmen betreiben müssen, um die Obsoleszenz ihrer häufig eingekauften Teile im Blick zu behalten. Eine neue Datenbank hilft nun beim Obsoleszenz-Management.

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Körber Digital entwickelt eine Maschinenbau-Datenbank und entlastet Unternehmen beim Obsoleszenz Management.
Körber Digital entwickelt eine Maschinenbau-Datenbank und entlastet Unternehmen beim Obsoleszenz Management.
(Bild: Körber Digital GmbH)

Obsoleszenz bezeichnet in Industrie und Wirtschaft das Veralten von Produkten beziehungsweise das Wissen um die begrenzte Haltbarkeit technischer Bauteile. Dass Bauteile verschleißen, ist ein natürlicher Prozess. Um Risiken und Kosten der Obsoleszenz zu regulieren, können reaktive, proaktive sowie strategische Maßnahmen ergriffen werden.

Geringe Lebenszyklen von Bauteilen erfordern smartes Obsoleszenz-Management

Gerade im Maschinenbau nehmen elektronische Zuliefererteile einen großen Teil in der Fertigung ein. Diese haben zunehmend immer geringere Lebenszyklen, während sie gleichzeitig jahrzehntelang bei Anwendern in Betrieb sind. Die Folge: Ersatzteil-Lösungen müssen entsprechend verfügbar sein. Maschinenbauer müssen deshalb das Obsoleszenz Management (OM) ihrer Bauteile im Blick behalten. Bereits in der Entwicklungsphase neuer Bauteile fragen Ingenieure die Lieferzeiten für Bauteile ab und entwickeln parallel dazu Ersatzlösungen. Es gilt zu reagieren, wenn es bei Maschinen oder Einzelteilen zu „Product Change Notifications“ oder „End-of-Life-Meldungen“ kommt.

Aufgrund des rasanten Entwicklungstempos bei elektronischen Baugruppen, nimmt die Zahl dieser Meldungen rapide zu. Um hierbei den Überblick zu behalten und frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können, bedarf es eines zeitlichen wie personellen Aufwandes, der mitunter so groß werden kann, dass ein Unternehmen ihr OM nicht mehr ohne technische Hilfe schafft.

Über die Datenbank sind alle Informationen von Zulieferteilen abrufbar

An diesem Punkt setzte die Technologie-Firma Körber Digital an und entwickelte eine Datenbank, die es Unternehmen erleichtert, ihr OM adäquat umzusetzen. Mittels einer Digital-Supply-Chain-Solution wird es Unternehmen möglich, rechtzeitig nach alternativen Bauteilen oder Lieferanten zu suchen. Ein weiterer Vorteil der Applikation ist, dass Maschinenbauer ihre Vertriebspartner zeitig darüber informieren können, sollte ein Zulieferteil in Zukunft nicht mehr verfügbar sein.

Aktuell enthält die smarte Datenbank circa eine Million Zuliefererteile und hat ein stetiges Wachstum zu verzeichnen, weil immer mehr Zulieferer ihre Daten einpflegen. So ist es für die Entwickler möglich, die von ihnen gebrauchte Teile in der Datenbank zu suchen, ihren Liefer- und Abkündigungsstatus zu überprüfen und sich Alternativvorschläge geben zu lassen, sollte ein Teil nicht mehr oder nur noch eine begrenzte Zeit lieferbar sein. Ändert sich der Lieferstatus eines registrierten Teils, erhält der User eine Information darüber.

Getestet werden kann die Supply-Chain-Solution zwölf Monate lang kostenlos, danach fällt eine monatliche Nutzungspauschale an. Die Anwendung verspricht eine umfassende Übersicht über die Lebenszyklen von Ersatzteilen, die Möglichkeit, den eigenen Lagerbestand an Ersatzteilen sicherer planen (und damit oftmals verringern) zu können sowie die Kundenzufriedenheit und damit perspektivisch die Einnahmen zu erhöhen.

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