Pilotprojekt Smarte Bewässerung von Stadtbäumen

Redakteur: Hendrik Fuhrmann

In vielen Großstädten kommt es im Sommer zu einer mangelnden Wasserversorgung der Stadtbäume. Deshalb sollen in Frankfurt die Bäume künftig durch ein smartes Bewässerungssystem bedarfsorientiert bewässert werden.

Firma zum Thema

Mit smarten Bewässerungssystemen könnte künftig jeder Baum eine auf seinen Bedarf angepasste Wassermenge erhalten.
Mit smarten Bewässerungssystemen könnte künftig jeder Baum eine auf seinen Bedarf angepasste Wassermenge erhalten.
(Bild: Kai-Uwe Lührs/FFR GmbH)

Durch die Veränderungen des Klimawandels werden auch die Wassermengen, die Städten für die Bewässerung ihrer Grünanlagen zur Verfügung stehen, immer geringer. Der Wassermangel führe dazu, dass in deutschen Städten jedes Jahr mehrere Tausend Bäume eingehen. Daher steigt der Bedarf an innovativen Konzepten, mit denen der Wasserverbrauch gesenkt werden kann.

Erste Zwischenergebnisse eines Modellversuchs in Frankfurt zeigen, dass durch ein smartes Bewässerungssystem rund tausend Kubikmeter Wasser bei der Bewässerung von Stadtbäumen eingespart werden können. Das gemeinsame Pilotprojekt der Universität Hohenheim und der FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH trägt den Namen „Smarte Bewässerung“. An dem Projekt sind außerdem sechs weitere Partner beteiligt.

Bewässerungssystem errechnet den Wasserbedarf jedes Baums

Nach Angaben der Universität könne es nicht nur zu einer Mangelversorgung der Bäume kommen, starre Bewässerungspläne können auch zu einer Überbewässerung führen. In dem Modellversuch für das smarte Bewässerungssystem wurden Sensoren in den Boden um mehrere Stadtbäume gesetzt. Die Sensoren ermitteln für jeden Baum das Wasserpotenzial des Bodens. Dieser Wert macht eine Aussage darüber, wie viel Wasser dem Baum in welcher Bodentiefe zur Verfügung steht und welche Kraft von Nöten ist, um das Wasser aus dem Boden zu ziehen. Die Messgeräte senden die Daten im Anschluss an einen zentralen Rechner. Dieser berechnet daraufhin den Wasserbedarf des Baums. Mit dem optimierten System könne laut der Universität in Zukunft jeder Baum nach seinem individuellen Wasserbedarf bewässert werden und so Wasser gespart werden. „Bis ein smartes Bewässerungssystem aus Bodenparametern und weiteren Kenngrößen automatisch einen individuellen Wasserbedarf errechnen kann, ist noch weitere Forschung nötig. Bis dahin helfen die gesammelten Daten aber in jedem Fall dabei, menschliche Experten zu unterstützen“, betont Florian Hawlitschek, Innovationsmanager bei FES.

SEMINAR-TIPP

Präsenzseminar oder Live-Webinar

KI – mehr als ein nützliches Werkzeug für KMU

Künstliche Intelligenz ist für Sie und Ihr Unternehmen ein Thema, aber Sie wissen nicht, wie Sie es richtig anpacken sollen? Das Seminar "KI – mehr als ein nützliches Werkzeug für kleine und mittlere Unternehmen" bietet Ihnen Anwendungsbeispiele und eine Roadmap zur Umsetzung im eigenen Unternehmen. Buchen Sie gleich Ihr Ticket und legen Sie los!

(ID:47635070)